Dieselkauf lohnt ab 10 000 Kilometern

Die Wahl des teureren Diesel- an Stelle eines Ottomotors rentiert sich bei den meisten Pkw ab einer Jahresfahrleistung von 15 000 Kilometern. Mit der Hälfte aller aktuellen Neuwagen spart man auch schon bei nur 10 000 Kilometern im Jahr. Denn trotz höherer Steuern und Versicherungsprämien, kürzerer Wartungsintervalle und eines um rund 1 500 Euro höheren Anschaffungspreises ist der Selbstzünder bei den Kraftstoffkosten zurzeit deutlich günstiger als der Benzinmotor. Um einen guten Preis beim Wiederverkauf zu erhalten, sollte das Fahrzeug jedoch unbedingt einen Partikelfilter haben und die Schadstoffnorm Euro 4 erfüllen.
Beim Audi A4 Avant 3.0 TDI Quattro mit Rußpartikelfilter etwa spart man bei 10 000 Kilometern Fahrt pro Jahr gegenüber dem 3,2-Liter-Benziner knapp acht Cent pro Kilometer, die Kilometerkosten liegen bei 82,9 Cent. Auf das Jahr gesehen ist man so rund 800 Euro günstiger unterwegs. Bei einer Fahrleistung von 20 000 Kilometern sind gegenüber dem Benziner gar 1 800 Euro Ersparnis drin. In ähnlichen Größenordnungen liegt die Ersparnis bei den Wettbewerbern laut einer Berechnung des ADAC in der Mittelklasse und Oberklasse.
Genaues Nachrechnen lohnt aber beim Neuwagenkauf in jedem Fall. Manche Hersteller verlangen für den Diesel einen sehr hohen Preis, der das Einsparpotential zunichte macht. Vor allem bei Kleinwagen mit einer meist geringen Jahresfahrleistung macht sich der Griff zum Selbstzünder nur selten bezahlt.
mid

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