E-Bikes: Kombinierte Muskel- und Elektrokraft

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In Asien gehören Elektro-Fahrräder längst zum allgemeinen Straßenbild. Allein in China wurden im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen Fahrräder mit elektrischer Unterstützung sowie Elektroroller verkauft. In Europa rollen die meisten sogenannten „Pedelecs“ in den Niederlanden, wo sie inzwischen einen Marktanteil von gut zehn Prozent erreicht haben. Auch in Deutschland versprechen sich die Hersteller viel von den Fahrrädern mit Elektrounterstützung, mit denen die Kosten für die Fahrten zum Arbeitsplatz gegenüber dem Auto deutlich gesenkt werden können. Doch Elektrofahrrad ist nicht gleich Elektrofahrrad. Die Pedelecs, die 1994 zum ersten Mal von Yamaha auf die Straße gebracht wurden, sind Räder, bei denen der Elektromotor nur dann aktiv ist, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Dabei ist die Motorleistung über einen Sensor automatisch an die Muskelkraft gekoppelt, die während der gesamten Fahrt im Vordergrund steht. In Deutschland und den meisten EU-Länder gelten Pedelecs, die nicht schneller als 25 km/h laufen, als Fahrräder und dürfen ohne Helm gefahren werden. Nachrüstsätze dürfen an jedem Rad montiert werden.Pedelecs, die schneller als 25 km/h laufen und über mehr als 250 Watt Motorleistung verfügen, sind nach Meinung der EU-Verantwortlichen Kleinkrafträder und benötigen ein Versicherungskennzeichen für rund 60 Euro. Für weitere 40 Euro gibt es eine Teilkasko mit Diebstahlversicherung. E-Bikes, bei denen der Motor über einen Drehgriff am Lenker aktiviert wird, fallen in die Kategorie „Kleinkraftrad mit geringer Leistung“. Ihre Besitzer benötigen in Deutschland eine Mofaprüfbescheinigung und müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Zusätzlich wird das Versicherungskennzeichen fällig. Wie bei den Rädern mit klassischem Muskelantrieb gibt es E-Bikes inzwischen für ganz unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Für Radler, die vor allem Touren fahren wollen, empfiehlt sich ein Touren-Pedelec. Diese Art der E-Räder eignet sich auch für Menschen, denen das Radfahren zu anstrengend geworden ist, die aber nicht auf Bewegung verzichten wollen. Diese Räder sind für Steigungen ausgelegt, haben einen bequemen Sattel und bieten Komfortelemente wie Federgabeln oder ein GPS-Navigationssystem. Im Test der Organisation ExtraEnergy, die sich der Verbreitung von Elektrofahrrädern widmet, schnitten die Räder Iphos von Hercules, Kalkhoff Pro Connect und das Scooterbike Hybrid 2.0 mit „sehr gut“ ab. Allerdings ist der Tourenkomfort nicht gerade preiswert. Die Modelle kosten zwischen 2 199 Euro und 3 740 Euro. Wer Wert auf Komfort legt, sollte sich ein E-Bike kaufen, das neben einer Vollfederung auch eine abschließbare Gepäckbox und eine Infrarot-Verriegelung als Diebstahlschutz bietet. Im Test schnitten Flyer T8 (2 490 Euro), Helkama E2800 (2 190 Euro) und das Jetstream von Riese und Müller (2 999 Euro) mit „sehr gut“ ab. Am unteren Ende der Preisliste liegt in dieser Kategorie das ebenfalls positiv getestete Frankfurt von Victoria für 1 799 Euro.Für Pendler, die einen Teil ihres Arbeitswegs mit dem Auto zurücklegen, kommt ein Faltrad mit Elektrounterstützung infrage. Biketec bietet in diesem Segment das mit „sehr gut“ bewertete Falt-Flyer, der 2 290 Euro kostet, aber beachtliche 21 Kilogramm wiegt. Rund 700 Euro teurer ist das Birdy-Hybrid von Riese und Müller, das zugleich zwei Kilogramm leichter ist. Noch ein Kilo leichter ist das Monty EF-28, das für 1 495 Euro beim Fachhändler steht. Vor dem Kauf sollte man bei einer ausführlichen Probefahrt testen, ob die elektrische Unterstützung vor allem bei Bergfahrten den Erwartungen entspricht und ob sich die Batterien einfach herausnehmen und an das Ladegerät anschließen lassen. Besonders wichtig, vor allem bei Sonderangeboten in Discountmärkten, ist die Frage nach der Garantie – vor allem für die Batterie und die gesamte elektrische Ausstattung überaus wichtig. Alexander Robinson/mid

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