Edelmetall-Anteil in Pkw-Katalysatoren soll sinken
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Autos stecken voller Edelmetalle. Vor allem in Katalysatoren befinden sich große Mengen Platin und Palladium. Die wertvollen Stoffe treiben die Herstellungskosten in die Höhe. Da die  ecyclingquote in Deutschland bei nicht einmal 40 Prozent liegt, gehen die Edelmetalle meist unwiederbringlich verloren.

Prognose

Und die Preise für diese Edelmetalle werden weiter steigen, wenn auch in den Schwellenländern immer mehr Fahrzeuge mit Katalysatoren ausgerüstet werden. Allein der Verbrauch an Palladium in der Automobilindustrie ist in den vergangenen zehn Jahren um das Zehnfache auf 150 Tonnen pro Jahr gewachsen. 2007 stiegen die Preise für den Rohstoff um elf Prozent.

Daihatsu

Mit einem „intelligenten Katalysator“ hat der Kleinwagenspezialist Daihatsu bereits auf das Rohstoffproblem reagiert. Bei der in mehreren Modellen eingesetzten Technik kann die Menge des benötigten Palladiums laut Hersteller um rund 70 Prozent gesenkt werden. Möglich ist das dadurch, dass der Stoff nicht mehr an der Oberfläche des Keramikkerns im Katalysator aufgebracht wird, sondern direkt in das Kristallgitter der Keramik integriert ist. So ist der Stoff vor dem typischen Schmelzen und Verklumpen im heißen Abgasstrom geschützt. Die Oberfläche, die mit den Schadstoffen im Abgas reagiert und sie neutralisiert, bleibt konstant. So muss zum Erreichen der gleichen Lebensdauer weniger Palladium eingesetzt werden.

Mazda & Renault

Einen ähnlichen Weg bei der Reduzierung des Edelmetallbedarfs gehen Mazda und Renault Nissan. Die beiden Konzerne haben unabhängig voneinander ein System entwickelt, bei dem ein spezielles Substrat zwischen den Edelmetallpartikeln deren Verklumpen verhindern soll. Die Katalysatoren sollen in naher Zukunft in der Serienfertigung eingesetzt werden.

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