Elektromobilität: Komplexer Ladevorgang an der Stromtankstelle
Elektromobilität: Komplexer Ladevorgang an der Stromtankstelle Bilder

Copyright: auto.de

Um die in Zukunft wachsende Masse an Elektroautos „betanken“ zu können, sind öffentliche Ladestationen unumgänglich. Sie sind zentrale Anlaufstellen, wenn der Motor nach neuer Energie, also Strom schreit. Doch das Laden ist ein höchst komplexer Vorgang und nicht nur das bloße Einstecken der Stecker in eine Steckdose.

Wie die Stromtankstellen aussehen werden, ist noch nicht klar. Neben der klassischen „Tanke“, an der zusätzlich ein paar Ladestationen für die Elektroautos aufgestellt werden, wird es wohl vor allem einzelne, von Energieversorgern aufgestellte Säulen geben, die an zentralen Plätzen und in Parkhäusern platziert werden. Für den Besitzer bedeutet dies, dass man sein Auto parkt und anschließt, ohne zwangsläufig einen klassischen Tankstellen-Shop oder einen anderen Ort zum Zeitvertreib in der Nähe zu haben.

Durch diese speziellen Begebenheiten erwachsen besondere Anforderungen. Das E-Mobil muss an der Tankstelle von der Steckdose identifiziert werden. Denn die Kosten werden nicht mehr bar vor Ort bezahlt, da es in der Regel keinen Kassierer mehr gibt. Stattdessen wird eine Rechnung gestellt, deren Betrag dann bargeldlos vom Konto oder via Kreditkarte abgebucht wird. Hierfür müssen die Betreiber von Ladestationen wissen, wessen Elektroauto gerade geladen wird. Dies geschieht vollautomatisch über die Fahrzeugelektrik und gegebenenfalls über eine Identifizierungs- oder Guthabenkarte, die der Besitzer direkt vom Energieversorger bekommt. Erst nach Prüfung der Kundendaten startet der Stromladevorgang.

Der Kunde muss hierbei die korrekte Strommenge und den Preis prüfen können. Mit einer entsprechenden Applikation ist es machbar, den Tankvorgang auf dem Bordcomputer des Autos zu überwachen und die Quittung im Display des Navigationsgeräts anzuzeigen. Wie bei der Kreditkartenrechnung muss er die korrekte Summe dann kurz bestätigen, ehe sie zu einem späteren Zeitpunkt abgerechnet wird.

Damit dies alles funktioniert, müssen sich die vom Energieversorger bereitgestellten Ladesäulen mit Fahrzeug oder Fahrerdaten vernetzen. Wichtig ist es, dass die Anbieter sich gegenseitig unterstützen und auch Kunden, die eigentlich mit einem anderen Energieversorger einen Stromvertrag abgeschlossen haben, beliefern. Wie die Kosten dann berechnet werden, ist noch fraglich. Möglicherweise zahlt man für den Strom die selben Gebühren, wie der normale Kunde des Energieversorgers. Wahrscheinlicher wird ein Preisaufschlag wie bei Banken oder Mobilfunkanbietern berechnet, weil man „Fremdkunde“ ist.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Volkswagen Caddy

Volkswagen Caddy: Ein Van für alle Fälle

Audi Q2.

Audi Q2: Sauber währt am längsten

Hyundai i20 N

Hyundai i20 N: Mit 204 PS nicht schwerer als die Rallyeversion

zoom_photo