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Energiewende und Elektromobilität – Schluss mit der Halbherzigkeit, findet Toyota

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Der japanische Autohersteller Toyota kritisiert die europäischen Energiekonzerne: Die Versorger müssten die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen verstärken. Und auch die deutschen Pläne zum Thema Elektroautos sehen die Japaner kritisch.

Im Plan der Regierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen, sieht Toyota-Manager Didier Stevens Mängel: „Wenn mehr und mehr Strom von Kohlekraftwerken produziert wird, löst dies nicht das Problem. Es verlagert die Emissionen nur an andere Stellen. Und so sollte es nicht sein.“ Wenn die Energie nicht aus erneuerbaren Quellen stamme, sei das wenig zielführend, so Stevens.

Deshalb plant der Hersteller nach Aussage des bei Toyota für Regierungskontakte und Umwelt in Europa zuständigen Managers, mit Energielieferanten zusammen zu arbeiten. Man müsse „dem Markt eine in allen Bereichen saubere Lösung liefern“, sagte Stevens auf einer EU-Veranstaltung in Brüssel. Er forderte die Versorger auf, die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen zu verstärken. Auch die Politik sieht Toyota in der Pflicht, definierte Ziele für den Einsatz von erneuerbaren Energie zu schaffen.

Nach den aktuellen Vorstellungen der EU-Kommission sollen in den kommenden Jahren eine Million Ladestationen in Europa aufgebaut werden. Außerdem ist gleichzeitig der Aufbau einer Infrastruktur für Wasserstoff- und Erdgas-Fahrzeuge vorgesehen. Auch hier fehlt Manager Stevens das Bekenntnis der Energiekonzerne zu diesen Plänen. „Wir erleben auf dem Energiesektor eine gewisse Zurückhaltung. Die Stromerzeuger sehen in den Elektrofahrzeuge vor allem Energiespeicher.“ Gemeint ist die Idee, die Elektroautos zum Beispiel nachts als Speicher für erneuerbare Energie zu nutzen – die ja nicht immer dann erzeugt wird, wenn sie gebraucht wird.

Die Japaner, die Vorreiter in Sachen Hybridtechnik sind, wollen bis 2015 ein vor allem für den Stadtverkehr entwickeltes Elektromobil auf den Markt rollen. Daneben legt das Unternehmen den Schwerpunkt auf Hybrid- und Plug-in-Modelle. Außerdem will Toyota ebenfalls im Jahr 2015 mit der Serienfertigung eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs beginnen.

Neben Europa und USA sieht Stevens vor allem in China gute Aussichten für die Verbreitung der elektrischen Mobilität, um so den Treibhauseffekt zu verringern und die Luftqualität zu verbessern. Im Rest der Welt und da vor allem in Indien sieht Stevens keinen großen Markt für Elektrofahrzeuge. „In Indien müssen wir vor allem preiswerte Modelle mit Benzinmotor anbieten – modern und sauber ausgelegt.“ In Brasilien konzentriere sich Toyota auf Erdgasmodelle.

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