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Fahrbericht Chrysler 300 C Touring 3.0 CRD: Die Masse macht’s
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Die Masse macht’s – und die Maße. Kaum ein zweiter
Personenwagen präsentiert sich dem Betrachter ähnlich raumgreifend wie
der Chrysler 300 C Touring. Seit seinem Erscheinen in Europa hat er
sich einen festen Platz in den Herzen der Freunde amerikanischer Autos
erobert.

Er wurde zur Stilikone, zum scheinbar letzten Überlebenden
einer vergangenen Autoepoche. Jetzt hat er sein erstes, vorsichtiges
Facelift hinter sich.

Die Aura bleib unverändert

Vorsicht war in der Tat
angesagt bei der Überarbeitung des 300 C. Denn nichts kann eine
Stilikone gründlicher zerstören als eine zu heftige Überarbeitung des
Designs. Typisch bei diesem Chrysler ist der riesige Bug, der so bullig
und aggressiv im Wind steht, dass man meinen könnte, der Fahrer könne
aus seiner flachen Windschutzscheibe kaum die Straße erkennen. Die
hohen Schultern, die schmalen Fensterflächen, die verdunkelten
Scheiben, die großen Räder verschaffen dem 300 C Touring eine ganz
besondere Aura. Die alten Gangster-Filme lassen grüßen, in denen sich
Autos ähnlichen Charakters Duelle lieferten.

Masse und Maße sind spürbar

Mit gerade einmal
5,02 Meter Gesamtlänge misst der 300 C Touring weniger als es den
Anschein hat. Aber während andere Autos in dieser Klasse sich darum
bemühen, ihren Fahrern Größe und Gewicht mit Technik vergessen zu
lassen, betont Chrysler beim 300 C sehr geschickt die Masse und die
Maße. Im Stand und bei niedrigen Geschwindigkeiten kostet das Lenken
mehr Kraft als man gewohnt ist, und ein Kurvenradius von fast zwölf
Metern führt einem ebenfalls ständig wieder vor Augen, dass man es hier
nicht mit einem automobilen Schoßhündchen zu tun hat.

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Er liebt den Highway…

Das spürt
der Fahrer, wenn er seinen 300 C bewegt – weit hinter dem Kühlergrill
und mit einer Distanz zur Windschutzscheibe sitzend, die eines Vans
würdig wäre. Der 300 C wiegt eben zwei Tonnen und verheimlicht das zu
keinem Zeitpunkt. Seinen Insassen vermittelt er so ein sicheres Gefühl.
Er ist eine Burg, und Burgen verfügen über einen guten Geradeauslauf.
Zwar ist seine Lenkung überraschend präzis, doch am liebsten rollt er
mit Highway-Geschwindigkeit geradeaus.

Aggregat

Dabei ist er selbst dann
flott unterwegs, wenn man sich nicht für einen der berühmten
Hemi-Achtzylinder mit 5,7 Litern oder 6,1 Hubraum entscheidet. Wir
fuhren den 300 C mit dem 3-Liter-Sechszylinder-Diesel von 160 kW / 218
PS. Der beschleunigt den Touring in 8,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und
ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 227 km/h. Dessen
Verbrauchswerte sind gänzlich unamerikanisch. Sein
Durchschnittsverbrauch nach der EU-Norm wird mit 8,3 Litern angegeben,
was 220 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht. In der Praxis
lagen wir bei Werten um die zehn Liter.

Interieur

Der Innenraum hat beim
Facelift deutlich dazugewonnen. Jetzt bietet Chrysler ein dunkleres
Farbschema an, was dem europäischen Geschmack eher entspricht als die
hellen und bunten amerikanischen Innenausstattungen. Die Instrumente
informieren jetzt mit einer eher klassischen Graphik, und von der
S-Klasse der alten Mutter DaimlerChrysler hat man die analoge Uhr in
der Mitte der Armaturentafel übernommen.

[foto id=“11306″ size=“small“ position=“left“]Ausstattung

Unser Fahrzeug war mit
dem Luxury-Paket für 5470 Euro aufgewertet. Dazu gehören
Festplatten-Navigation, ein hochwertiges CD-Radio, USB- und
MP3-Anschlüsse, eine sehr gute Klanganlage von Boston Acoustics, Glas-
Schiebe- und Hubdach, die abgedunkelten Scheiben hinten herum und die
Lederausstattung. Das Leder allerdings weist einen unmissverständlich
auf einen Nachteil vieler Amis hin: Die Sitze sind eher klein und wenig
konturiert, so dass man auf dem sehr glatten Leder haltlos hin- und her
rutscht. Doch auch das kann man positiv sehen. Dann hält man sich eben
in Kurven besser zurück.

Das Gestühl

Der Innenraum ist vorn niedriger als
hinten. Für Sitzriesen auf dem Fahrersitz führt das zum Kontakt mit dem
Schiebedach oder es veranlasst sie zu einer flacheren Sitzposition als
sonst bevorzugt. Glücklicherweise lassen sich Sitze und Lenkrad in
einem weiten Bereich elektrisch verstellen, so dass auch dieses Problem
gemeistert werden kann.

Fazit

Es lässt sich also gut leben im 300 C
Touring, solange man in ihm nicht auch arbeiten will. Der Kofferraum
bis zur Fensterunterkante fällt sehr flach aus, und die Zuladung ist
mit rund 400 Kilo für einen Kombi viel zu gering. Aber beim 300 C
entscheidet man sich in der Regel auch nicht wegen der größeren
Nützlichkeit für die Kombi-Version. Der Touring kann sich sehen lassen,
am besten in Schwarz, wie einst die Gangster-Autos.

Daten: Chrysler 300 C Touring 3.0 CRD

Länge x Breite x Höhe: 5.02 m x 1,88 m x 1,48 m
Motor (Bauart, Hubraum): Sechszylinder Diesel, 2987 ccm
Max. Leistung: 160 kW / 218 PS 4000 U/min
Max. Drehmoment: 510 Nm zwischen 1600 und 2800 U/min
Verbrauch NEFZ im Mittel: 8,3 Liter
CO2-Emission: 220 g/km
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 227 km/h
Leergewicht/Zuladung: 1945 bis 2030 / 330 bis 415 kg
Basispreis: 45 590 Euro

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Gast auto.de

Juni 12, 2008 um 7:10 pm Uhr

es ist DAS auto überhaupt!!!

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