Chrysler

Fahrbericht Chrysler PT Cruiser Cabrio: Spektakulärer Auftritt

Das Cabriolet erschien als Zwei- oder Mehrsitzer und unterschied sich von den bis dato bekannten offenen Fahrzeugen dadurch, dass es Kurbelfenster wie eine Limousine und ein gepolstertes Klappdach besaß und geschlossen fast den Charakter einer Limousine aufwies. Am 27. März kommt der Chrysler PT Cruiser auf den Markt, und er schwelgt – zumindest designerisch – in den guten alten Zeiten.
Das Chrysler PT Cruiser Cabriolet. Foto: Bleeker
Der PT Cruiser, der sich in der wachsenden Familie der Kompaktvans etabliert hat, agiert in seiner offenen Version nach dem Motto: auffallen um jeden Preis. So gibt es einen spektakulären Auftritt für 4,29 Meter Länge, 1,70 Meter Breite und 1,54 Meter Höhe. Kein Vertreter glatt gebügelten Amorphdesigns, dem jeder Hauch von Persönlichkeit wegradiert wurde, sondern ein Typ: Auch das PT Cruiser Cabrio hat ein Gesicht, und zwar von der markantesten Art.
Das Retrodesign greift die Stilelemente der 40er Jahre auf mit breit ausgestellten Kotflügeln, vertikal strukturiertem Gesicht, kugelförmigen Heckleuchten und jetzt – ohne Dach. Das Cabrio liegt 38 Millimeter flacher auf der Straße als das Ausgangsprodukt, rollt auf attraktiven 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und ist aus Stabilitätsgründen mit einem "Henkel" bestückt, einem Überrollbügel à la Golf Cabrio. Das Stoffdach mit heizbarer Heckscheibe aus Glas faltet sich auf Knopfdruck per Elektromotor nach hinten. Geschlossen liegt es deutlich niedriger als das harte Blechdach und lässt das PT Cruiser Cabrio ein wenig gedrungen wirken. Als Cabrio hat der PT Cruiser nur noch zwei Türen, aber im Fond reichlich Platz für zwei Erwachsene. Das Interieur atmet den Hauch der Vierziger, die Sitze handeln sich ein Lob für Bequemlichkeit und einen kleinen Tadel für imperfekte Seitenführung ein.
Unter der Haube der Basisversion namens "Limited" steckt der bekannte 110 kW/150 PS starke 2,4-Liter-Vierzylinder, vergnüglicher jedoch ist das Offenfahren mit der aufgeblasenen Version GT Turbo. In jener verfügt der Motor über einen Turbolader, der ihm 164 kW/223 PS einhaucht und für ein Drehmoment von beachtlichen 332 Nm sorgt und zwar in dem recht breiten Bereich von 2400 bis 4500/min. Damit marschiert das PT Cruiser Cabrio auch äußerst nachdrücklich vorwärts. Nach 7,6 Sekunden liegt Tempo 100 km/h an, knapp jenseits der 200 km/h wird der Ami abgeregelt. Aber das stört nicht wirklich, denn gemächliches Dahinbummeln macht im Cabrio eh am meisten Spaß. Diese Gangart kommt auch dem Fahrwerk entgegen, das zwar niemals überfordert, aber doch ein wenig ausgereizt wirkt.
Das Cabrio mit seinem ausdruckstarkem, unverwechselbar amerikanischen Design verfügt über ein hohes Maß an Flexibilität: Der Viersitzer lässt sich in einen Zweisitzer mit überraschend großem Laderaum verwandeln, insgesamt sind neun Sitzkombinationen möglich: Man findet für jeden Anspruch die passende Faltung. So befinden sich Nutzwert und Variabilität dieses amerikanischen Cabrios auf Kompakt-Van-Basis auf einem cabrio-untypischen hohen Niveau, und es ist genau diese Mischung von gelungenem und höchst speziellen Retrodesign einerseits und moderner Vielseitigkeit, die den Reiz des PT Cruiser Cabrio nicht unwesentlich bestimmt.
Zielgruppe sind eigentlich alle, die "P und T" braucht: Die beiden Buchstaben stehen nämlich nach wie vor für "Personal Transport", und wer eigentlich braucht keine Personenbeförderung – insbesondere, wenn diese sich so attraktiv und offenherzig gibt. Selbst fürs Gepäck bleibt ausreichend Platz, denn der Kofferraum variiert zwischen 210 und 1325 Liter.
Die Preise sind nicht gerade knapp, aber doch maßvoll kalkuliert. Das Chrysler PT Cruiser Cabrio Limited kostet 24 850 Euro, für den GT Turbo werden 27 850 Euro. Die Planzahlen sind klipp und klar: so viele wie möglich.
Von Von Rolf-Peter Bleeker
4. Februar 2004. Quelle: Auto-Reporter

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Mercedes-Maybach S-Klasse.

Mercedes-Maybach S-Klasse Erlkönig

Abarth 595 Pista soll junge Fahrer ansprechen

Abarth 595 Pista soll junge Fahrer ansprechen

Wayne Griffiths: Eigene Autos sind eine Frage der Glaubwürdigkeit

Wayne Griffiths: Eigene Autos sind eine Frage der Glaubwürdigkeit

zoom_photo