Chevrolet

Fahrbericht Daewoo Lacetti: Nicht nur der Preis überzeugt

Und sie überzeugt sowohl formal als auch mit ihren inneren Werten.
Der Preis kann sich trotz umfangreicher Komfort- und Serienausstattung mehr als sehen lassen: Nämlich 13 550 Euro für das Basismodell mit 1,4-Liter-Motor und 14 450 Euro für die in Deutschland als Volumenseller erwartete 1,6-Liter-Version. Verkaufsstart ist der 24. April.
Doch nicht nur in seinem Kosten-Leistungs-Verhältnis überzeugt der auf der Nubira-Plattform entwickelte Lacetti, der der Bedeutung seines lateinischen Namens (muskulös, kraftvoll) allerdings nur bedingt gerecht wird. Denn die Linienführung ist weniger kraftvoll, sondern bei aller Prägnanz vor allem im Heckbereich sportlich-elegant. Und im ansprechenden, gut verarbeiteten Innenraum setzt sich das frische, sportliche Design fort. Wer mehr pragmatisch denkt, hebt dagegen das Platzangebot vor allem für die Fondpassagiere hervor, das in dieser Klasse wirklich seinesgleichen sucht. Diese Großzügigkeit geht allerdings zu Lasten des Kofferraums, dessen Volumen basismäßig nur 275 Liter beträgt. Durch Umklappen der 60:40-Fondbank lässt sich der nutzbare Stauraum aber leicht auf 1045 Liter verdreifachen. Alles kann eben auch ein GM Daewoo-Fahrer nicht haben.
Wohl aber – fast – unbegrenzten Fahrspaß, wenn es sich denn nicht um die aus dem Kalos 1,4-Liter-Maschine (70kW/95 PS) handelt, die wahrscheinlich mehr oder weniger nur der Optik halber ins Programm aufgenommen wurde und von der Daewoo Deutschland-Chef Günther Sommerlad selbst nicht mehr als fünf Prozent an den Verkäufen erwartet. Mit dem 1,6 Liter (80kW/109 PS), der aus der sogenannten GM Motorenfamilie I stammt und in Korea gefertigt wird sowie dem 1,8-Liter-Triebwerk (90kW/122PS) aus der Motorenfamilie II zeigen sich bereits die ersten positiven Synergieeffekte. Nur mehr als schade, dass die Zeit nicht reichte, um die Euro 4-Norm zu erreichen. Darauf müssen die Lacetti-Kunden ebenso warten wie auf Diesel-Versionen. Nicht aber eben auf das nach europäischem Geschmack abgestimmte Fahrwerk mit Einzelrad-Aufhängung und Gasdruck-Stoßdämpfern an allen vier Rädern sowie Drehstab-Stabilisatoren an beiden Achsen, die über Zug-/Druckstreben angesteuert werden. Mehr Bodenhaftung und weniger Aufbaubewegungen ermöglichen so zügiges Fahren auch auf kurvenreichen Landstraßen.
4000 bis 5000 Lacetti sollen in diesem Jahr in Deutschland abgesetzt werden, was trotz des Zweikampfes VW Golf – Opel Astra angesichts des optischen Äußeren und des günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses keine utopischen Zahlen sind. Vorausgesetzt, der Ausbau bzw. die Neuformierung des Händlernetzes – Ende 2004 soll es 380 Vertriebs- und 100 Service-Partner geben – geht auch in diesem Jahr zügig weiter, so dass der willige Kunde denn auch einen GM Daewoo-Partner in seiner Nähe findet. Gelingt dies den Bremern, dürfte auch das Jahresziel von 17 000 verkauften Einheiten (plus 33 Prozent gegenüber 2003) kein Traum bleiben.
Von Frank Braun
5. Februar 2004. Quelle: Auto-Reporter

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