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Fahrbericht Kia Ceed: Der heimliche „Volkswagen“
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In der umkämpften Kompaktklasse trumpft Kia jetzt mit dem Ceed auf. Die fünftürige Steilhecklimousine kann nicht nur aufgrund des akzeptablen Preises ab 14 300 Euro als erster Golf-Konkurrent bezeichnet werden, sondern auch wegen ihres Könnens.

Ein wahrer „Volkswagen“ ist der Ceed – der bereits in der Basisausstattung über sechs Airbags, ESP sowie MP3-Radio mit CD-Player verfügt – besonders in Kombination mit dem 66 kW/90 PS starken 1,6-Liter-Dieselmotor. Der Preis liegt dann bei 16 400 Euro.

Platzangebot ist hervorragend

Ein Fahrzeug für viele Käufer ist der Nachfolger des glücklosen Cerato schon deshalb, weil er optisch den europäischen Geschmack trifft: Äußerlich verfügt er über eine dezent sportliche Designlinie, die überwiegend am Heck zum Tragen kommt. Die Front ist weniger ausdrucksstark, nahezu unauffällig, aber durchaus gefällig. Im Innenraum überzeugt der Kompakte mit recht hochwertigen und gut verarbeiteten Materialien sowie einer stimmigen Farbgebung. Das Cockpit und die Mittelkonsole sind klar und übersichtlich gestaltet, das Platzangebot des Fünfsitzers ist gar hervorragend. Mit einer Länge von 4,24 Metern und einem Radstand von 2,65 Metern bietet der Ceed genügend Kopf- und Beinfreiheit auf den gut gepolsterten Sitzen. Langbeiner werden sich im Fond über die Aussparungen in den Rückenlehnen der Vordersitze freuen. Zudem verfügt der Koreaner über ein Ladevolumen von 340 Litern, bei umgeklappter Rückbank von 1 300 Litern, und liegt damit auf Golf-Niveau. Die Form des Kofferraums und die niedrige Ladekante erleichtern das Beladen mit sperrigen oder schweren Gütern.

Leise und zuverlässig…

Und die kann der Fronttriebler auch recht zügig transportieren. Sein 1,9-Liter-Dieselmotor stellt seine Leistung von 66 kW/90 PS und ein maximales Drehmoment von 235 Nm bei 1 750 U/min zur Verfügung. Damit sind zwar keine Rennen zu gewinnen, aber das Triebwerk erfüllt zuverlässig alle Alltagsanforderungen – und das recht leise.

Die variable Ladegeometrie des Turboladers sorgt dafür, dass das Turboloch nicht allzu groß ausfällt. Eine Millisekunde verharrt das Aggregat dennoch im unteren Drehzahlbereich, startet dann aber gut durch und lässt sich bis zur Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h treiben. Der Sprint von null auf Tempo 100 ist in 13,8 Sekunden absolviert. Die solide Motorleistung, für die das manuelle Fünfganggetriebe durchaus genügt, punktet zudem mit einem akzeptablen Verbrauch von knapp sechs Litern Diesel auf 100 Kilometern im Testverbrauch. Die Abgase verlassen das Fahrzeug durch einen serienmäßigen Partikelfilter, wodurch die Euro 4-Emissionsnorm eingehalten wird.

Preis-Leistungsverhältnis…

Lediglich bei den Fahrwerkseigenschaften reicht der Kia Ceed nicht an die deutsche Konkurrenz heran. Die Federung ist etwas zu hart abgestimmt, die Lenkung könnte einen Tick präziser sein. Dennoch müsste jeder Golf-Fahrer mit dem Koreaner zufrieden sein, denn er überzeugt mit Qualitäten wie viel Platz, einer guten Ausstattung, einem soliden Antrieb und einem niedrigen Preis, der gut 3 000 Euro unter dem Marktführer aus Wolfsburg mit vergleichbarer Ausstattung rangiert. Darüber hinaus verkauft Kia seinen Kompakten mit sieben Jahren Garantie. Dass die letzten zwei Jahre nur für den Motor und den Antriebsstrang gelten, ist angesichts der übrigen Vorzüge gut zu verschmerzen.

Teststeno Kia Ceed 1.6 CRDI

Fünftürige Steilhecklimousine der Kompaktklasse,

Länge/Breite/Höhe/Radstand:
4,24 Meter/1,79 Meter/1,48 Meter/2,65 Meter,

Antrieb:
1,6-Liter-Dieselmotor mit 66 kW/90 PS Leistung, max. Drehmoment:
235 Nm bei 1750 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 172 km/h, 0-100 km/h: 13,8 Sek., Durchschnittsverbrauch: 5,7; Testverbrauch: 5,9 Liter Diesel auf 100 km;

Steuern pro Jahr 233 Euro, Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH 599 Euro (Typklasse 18, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief), VK 627 Euro (Typklasse 19, SF 1, 300/150 Euro SB), TK 113 Euro (Typklasse 21, 150 Euro SB);

Preis: 16 400 Euro.

mid/kosi

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