Fahrbericht: Triumph Rocket III Touring: Britischer Reisedampfer
Fahrbericht: Triumph Rocket III Touring: Britischer Reisedampfer Bilder

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Mit serienmäßigen Koffern und einem opulenten Windschild spricht die Triumph Rocket III Touring alle Fernreisenden an, die gerne aus dem Vollen schöpfen. Denn auch die Tourenvariante setzt auf einen satten Hubraum von 2,3 Litern. Der Preis des Reisedampfers liegt bei knapp 19 000 Euro.

Aggregat

Für Vortrieb sorgt ein frisch abgestimmtes Triebwerk mit 78 kW/106 PS, die bei niedrigeren 5 400 Touren anstehen. Gegenüber der „normalen“ Rocket sind das 34 PS weniger. Ein Wachstum verzeichnete hingegen das Drehmoment, das von 200 Nm bei 2 500 Umdrehungen auf 209 Nm bei 2 000 U/min angestiegen ist. Eine schaltfaule Fahrweise drängt sich hier geradezu auf, was den Verbrauch mit 5,9 Litern Normalbenzin auf 100 Kilometer durchaus in Grenzen hält. In Kombination mit dem zweifarbig lackierten, allerdings nicht abschließbaren 22,3-Liter-Tank sind Reichweiten von knapp 380 Kilometern möglich. Schade nur, dass die Warnleuchte bereits bei 250 Kilometern Alarm schlägt. Zu den Spritkosten gesellet sich noch die jährlich fällige Haftpflichtversicherung, die bei der AXA mit 148 Euro zu Buche schlägt.

[foto id=“14874″ size=“small“ position=“left“]Ist sie es wert…?

Doch ist diese Triumph den ansehnlichen Preis und die Nebenkosten wert? Dem Hubraum entsprechend, beschleunigt das Bike mächtig. Das geschieht akustisch jedoch völlig unspektakulär: Der längs eingebaute Dreizylinder legt einfach ein wenig an Drehzahlen zu und dem Fahrer werden die Arme lang.

Rocket Touring zum Gleiten

Anders als die bisher angebotenen Raketen verleitet die Rocket Touring nicht zu ständigen Beschleunigungsorgien, sondern eher zum genüsslichen Dahingleiten mit moderatem Tempo. Und wenn es mal flott gehen muss, kann die Britin auch das locker leisten. Ein kurzer Impuls der rechten Hand genügt, um das enorme Leergewicht von 395 Kilo vergessen zu machen. Entsprechend vorsichtig sollte man jedoch auf feuchtem Asphalt zu Werke gehen, denn ABS wird auch optional nicht angeboten.

Langstrecke ist ihr Revier

Die jüngste der drei Rocket-Varianten ist eindeutig mehr für den langen Ritt in den Sonnenuntergang gedacht als für die wilde Jagd um enge Kehren. [foto id=“14875″ size=“small“ position=“left“]Wie geschaffen für die endlosen Strecken Nordamerikas, verströmt die große Triumph auch hierzulande ein ebenso sattes wie gediegenes Fahrgefühl. Entspannt wie auf einer Sänfte thront es sich souverän hinter dem abschließbaren und abnehmbaren Windschild. Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, und der Sozius logieren ebenfalls gediegen. Wer jedoch längere Touren oder Urlaubsfahrten ins Auge fasst, sollte die serienmäßigen Seitenkoffer zumindest mit einem Gepäckträger aus dem Zubehör kombinieren. Die Koffer sind zwar wasserdicht, jedoch nicht sonderlich groß geschnitten.

Erfahrung ist im Umgang hilfreich

Bereits der Kauf einiger Schallplatten auf einem Flohmarkt bringt Transportprobleme mit sich. Gewisse Probleme hat auch, wer ungeübt auf engen Parkplätzen oder vor dem Straßencafé rangieren muss. Das hohe Gewicht der Triumph verlangt eine sichere Gashand und eine gute Balance. Sobald die Rocket jedoch mehr als Schrittgeschwindigkeit erreicht hat, wirkt dieses Problem wieder völlig unbedeutend, herrscht doch im Sattel des Reisesampfers die reine Gelassenheit.

[foto id=“14876″ size=“small“ position=“left“]REISEN denn RASEN

Bei Tempo 185 ist mit dem Vortrieb Schluss – auch wenn dies nur ein Wert für die Statistik ist, wirbelt es doch ab Tempo 150 recht heftig hinter dem Windschild. Wer sich jedoch daran stört, der hat ohnehin die Begriffe „Rasen“ und „Reisen“ verwechselt. Souverän, komfortabel, langstreckentauglich wie die Touring ist, verlieren selbst lange Distanzen ihren Schrecken. Die Welt wirkt auf ihr gleich ein Stückchen kleiner. Und genau deshalb ist die Rocket III Touring ihren Preis von 19 000 Euro wert.

Teststeno Triumph Rocket III Touring

Touring-Motorrad mit flüssigkeitsgekühltem, längs eingebautem Viertakt-Reihen-Dreizylinder-Motor,
vier Ventile pro Zylinder, 2 294 ccm Hubraum,
Leistung 78 kW/106 PS bei 5 400 U/min,
max. Drehmoment 209 Nm bei 2 000 U/min, elektronische Einspritzung, geregelter Katalysator,
Höchstgeschwindigkeit 185 km/h,
Verbrauch 5,9 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer, Einstufung nach Euro-3-Norm,
fünf Gänge, Sitzhöhe 73,6 Zentimeter, Tankinhalt 22,3 Liter,
Leergewicht 395 Kilogramm,
Zuladung 220 Kilogramm,
Jahresbeiträge bei der AXA-Versicherung KH: 148 Euro (SF 1, Zulassung Düsseldorf, 50 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief),
TK: 151 Euro (150 Euro Selbstbeteiligung);
Preis 18 990 Euro.

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