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Faszination Lamborghini – Miura SV
Faszination Lamborghini - Miura SV Bilder

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Lamborghini Miura SV von 1972 Bilder

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Es war sein erstes Auto. Jedenfalls sein erster Lamborghini. Den konnte er zwar nicht sein Eigen nennen, dennoch durfte er den Traumwagen jeden Tag bewegen. Geschätzte 80 Prozent aller Lamborghinis hatte er unter seinen Füßen: Valentino Balboni, zuletzt Cheftestfahrer der italienischen Supersportwagen-Marke und voriges Jahr mit einem eigens nach ihm benannten Sondermodell, einem Gallardo LP 550-2 mit Hinterradantrieb, geehrt.

Mit dem Miura fing für Valentino am 21. April 1968 alles an, als er in Sant‘ Agata an die Pforte von Gründer Ferruccio Lamborghini klopfte. Zunächst als Lehrjunge beschäftigt, wurde er nach kurzer Zeit vom Firmenpatriarchen gefragt, ob er auch das Zeug zum Fahren hätte und die neuen Autos testen könne, bevor sie in Kundenhand gingen. Hatte er, also nahm er sich ab diesem Zeitpunkt aller Sportwagen mit dem Stieremblem an und sorgte für ausreichend Motorengebrüll in der Emilia-Romagna in Norditalien. Duelle mit den Kollegen von Ferrari aus dem nahen Maranello waren zu dieser Zeit nicht die Ausnahme, sondern [foto id=“326810″ size=“small“ position=“left“]eher die Regel. Man traf sich auf den Landstraßen in den Bergen und ließ die Motoren sprechen. Die Testfahrer gaben allenfalls ein Paket bei der Post auf, aber niemals ein Rennen.

Benzin im Blut

Seit 2008 ist Valentino zwar offiziell in Rente, aber was heißt das schon für einen Italiener mit Benzin im Blut und Titanventilen anstelle von Herzklappen? Deshalb nimmt Balboni regelmäßig an Veranstaltungen teil, um „seine“ Marke adäquat zu repräsentieren. Am liebsten im Miura  Super Veloce. Der Mittelmotor-Supersportwagen der letzten Evolutionsstufe von 1972 mit dem quer eingebauten V12 mit 283 kW/385 PS hat es ihm immer noch angetan. „Es ist mein absolutes Lieblingsauto. Mit ihm fing alles an und er macht mir immer noch Spaß. Allein diese Form und dieser wunderschöne Motor“, schwärmt Balboni fasziniert. Die heute immer noch üppige Leistung, die elegante, rund geschwungene Form und der vulgäre Sound des V12 versetzen auch 40 Jahre nach dem Bau den Körper in Ekstase. Den quer hinter den Sitzen eingebauten Mittelmotor kannte man zuvor nur aus dem Rennsport. Auffallend sind die niedrige Höhe von nur 1,05 Meter und die beiden Klappscheinwerfer, die durch eine Art Wimper geschützt werden. Auf einer Länge von 4,37 Meter ist der Miura noch heute ein sehr kompakter Supersportwagen, was sich beim Fahren bemerkbar macht.

‚Viel Feingefühl, wie bei einer jungen Frau‘

„Bei so einem Auto braucht man viel Feingefühl, wie bei einer jungen Frau. Der Motor will richtig behandelt werden“, grinst der Italiener. Obwohl das 4,0-Liter-Aggregat erstaunlich schaltfaul und untertourig [foto id=“326811″ size=“small“ position=“right“]gefahren werden kann, benötigt es ab und an hohe Drehzahlen. „Damit die Kerzen frei gebrannt werden“, weiß Balboni. Langsam fahren ist zwar möglich, in einer 30er-Zone aber nicht empfehlenswert – der Tacho beginnt erst bei 40 km/h. Werden die zwölf Kammern schnell geflutet, sprintet der Sportler noch heute in unter sechs Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und die Adrenalin-Einspritzung drückt mit dicken Injektoren direkt ins Herz. Selbst der Topspeed von über 280 km/h ist heute noch drin und lässt jeden Porsche-Boxster-Fahrer vor Neid erblassen. „Der Motor kann das ab, nur sollte das Öl vorher schon warm sein und die Vollgasetappe nicht zu lange“, rät Balboni. Wir glauben ihm besser, als es selbst auszuprobieren, denn der Miura SV ist recht selten: Lediglich 763 Fahrzeuge wurden zwischen 1966 und 1972 gebaut, davon nur 150 Exemplare des SV. Gut erhaltene Fahrzeuge erzielen heute Preise von über 400.000 Euro – damals kostete der Sportwagen dagegen lediglich 69.800 Mark.

Der Lambo fährt sich noch heute erstaunlich sportlich, hängt gut am Gas und federt sauber ab. Lediglich in schnellen Kurven gibt es einen leichten Versatz. „Die Reifen sind alt, deshalb poltert der Miura etwas“, schmunzelt Balboni. In der offenen Schaltkulisse werden die Gänge beherzt und mit ein wenig Zwischengas gewechselt. Im Innenraum weht ein Hauch von [foto id=“326812″ size=“small“ position=“left“]Nostalgie, Sprit und Öl. Mit der orchestralen Gewalt im Rücken wird dabei jedes Radio überflüssig. Bella Macchina, wie ist das schön, wenn der Zwölfzylinder röchelt wie Adriano Celentano nach einer Packung Zigaretten.

Fahrzeugentwicklung der vergangenen Jahre

Erst hinterm Lenkrad wird die Fahrzeugentwicklung der vergangenen Jahre richtig deutlich. Breitbeinig wie John Wayne kauert man hinterm Volant – die Beine haben sonst unter dem nicht verstellbaren Sportlenkrad keinen Platz. Die bequemen und niedrigen Sitze fühlen sich gut an, bieten aber wenig Seitenhalt. Zur Zierde gerät der Anschnallgurt, der einfach über den Oberkörper geworfen wird und lustlos herum schlabbert.

Viel Kraft verlangt die Bremse, die noch ohne pneumatische Verstärkung auskommt. Nach einer längeren Ausfahrt fühlen sich die Waden so an wie die von Lance Armstrong nach dem Giro d´Italia. Das Gaspedal mit der mechanischen Verbindung zu den Vergasern braucht dabei einen sauber kalibrierten Fuß. Bei niedrigen Drehzahlen hakt es manchmal und der Miura bellt dann kurz auf. „Sachte, sachte“, mahnt dann Balboni. „Es ist kein Traktor.“ So weit hergeholt ist der Vergleich nicht: Lamborghini produzierte ab 1948 Landmaschinen und fing erst 1962 mit Supersportwagen an. Angeblich, weil er Enzo Ferrari ein paar Tipps zur Verbesserung seiner Autos geben wollte. [foto id=“326813″ size=“small“ position=“right“]Der Patriarch schickte ihn vom Hof mit den Worten, dass er sich lieber um seine Traktoren kümmern sollte. Das war zu viel für den stolzen Ferruccio, der sich daraufhin schwor, es Enzo zu zeigen.

Ein Symbol für Stärke

Die beiden Patriarchen sind längst tot. Valentino erfreut sich dagegen bester Gesundheit, als wir über enge Landstraßen pflügen. Auf der Motorhaube glitzert das Logo mit dem stolzen Stier Murciélago, der einen Kampf mit 24 Lanzenstößen überlebte und daraufhin begnadigt wurde: ein Symbol für Stärke. Vielleicht ein Grund, warum Balboni den Miura so liebt – eine Fahrt mit ihm macht nicht nur jung, sondern auch stark.

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