Fiat Panda Cross: Der Stadt- und Land-Irokese

Wie ein Irokese mit Lesebrille schaut der neue Fiat Panda Cross einen mit seinem Kunststoff-Dachaufsatz und den doppelten Frontscheinwerfern an. Die aufgestylte Version des bereits seit 2004 erhältlichen Allrad-Kleinwagens Fiat Panda 4×4 setzt ganz auf SUV-Designelemente. Unter der bunten Verpackung bleibt allerdings alles beim Alten. Mit seinem 51 kW/70 PS-Turbo-Dieselmotor kostet der Winzling 16 700 Euro.
Die knapp 30 Zentimeter hohen seitlichen Stoßfänger aus unlackiertem Kunststoff und die in der Frontschürze integrierten Blinker tragen noch zur auffällige Erscheinung des Crossmodells bei. Da wirkt die normale Allradversion des Panda fast schon bieder. Besonders im exklusiv für dieses Modell angebotenen Goa-Orange wird der Panda zum absoluten Hingucker. Das Armaturenbrett hingegen langweilt in hellem Grau. Für farbliche Akzente im Innenraum sorgen allein die auf die Lackierung abgestimmten Sitzbezüge.
Angetrieben wird der 3,58 Meter kurze und 1,61 Meter schmale Italiener von dem bereits bekannten 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel. Dessen Territorium ist allerdings nicht die Autobahn. Stolze 18 Sekunden braucht das Aggregat, um den 1 165 Kilo schweren Kleinwagen auf Tempo 100 zu wuchten. Maximal sind 150 km/h an Geschwindigkeit drin. Dafür liegt der Spritverbrauch mit 5,3 Litern Diesel pro 100 Kilometer im annehmbaren Bereich.
Agil dagegen präsentiert sich der Kleinwagen in der Stadt und im Gelände. Hier kommen ihm seine geringen Abmessungen und das schon bei niedriger Motordrehzahl verfügbare maximale Drehmoment von 145 Nm zu Gute. Mit seinen 17 Zentimetern Bodenfreiheit und den kurzen Überhängen meistert er engste Waldpassagen und steile Böschungen. Für die richtige Kraftverteilung sorgt eine Viskokupplung, die bei lockerem Untergrund automatisch bis zu 70 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse schickt. Auf befestigten Wegen übernehmen die Vorderräder 98 Prozent der Arbeit. Serienmäßig verfügt der Panda Cross über eine manuell zuschaltbare elektronische Traktionskontrolle, die das Durchdrehen eines einzelnen Rades auf matschigem Gelände verhindert.
Beim Ladevolumen kommt der Italiener naturgemäß schnell an seine Grenzen. In den Kofferraum passen 200 Liter, die sich durch Umlegen der Rückbank auf 855 Liter erweitern lassen. Rund 3 000 Euro Aufpreis kostet der Cross-Panda gegenüber der normalen Allradversion des Kleinwagens. Dafür verfügt er serienmäßig über eine Klimaanlage und die elektronische Differentialsperre. Das Fahrstabilitätsprogramm ESP ist nicht zu haben. Ein ungewöhnlicher Anblick ist der Stadt- und Landindianer allemal. Wem er gefällt und wer ein optisch ungewöhnliches Fahrzeug sucht, dem ist vielleicht auch der Aufpreis egal. Selbstständiges Aufmotzen kommt nämlich auch nicht unbedingt billiger. Holger Holzer/mid
Technische Daten Fiat Panda Cross:
Allradgetriebener Kleinwagen mit Steilheck; Länge/Höhe/Breite/Radstand: 3,58 Meter/1,64 Meter/ 1,61 Meter/2,30 Meter;
Motor: 1,3-Liter-Turbodiesel mit 51 kW/70 PS, maximales Drehmoment 145 Nm bei 1 500 U/min, 0-100 km/h in 18 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 150 km/h; Mixverbrauch 5,3 Liter/100 km; Preis ab 16 750 Euro.
mid

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