Fluch der Technik: Wenn das Auto per Funk gekapert wird
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Erstmals in Europa zum Einsatz kommt Bilder

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Bei der Übermittlung der zur Unterhaltung benötigten Daten greifen Systeme wie Bilder

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Die neue Infotainment-Technik ermöglicht es dem Fahrer, per Sprachsteuerung, die Hände am Steuer zu lassen, während er in den Genuss von Musik und Multimedia kommt. Bilder

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Innovative Infotainment-Systeme wie das Ford-System Bilder

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Was es nicht alles gibt: Autos können über eine Kommunikations-Schnittstelle aus der Ferne fremdgesteuert werden, das haben jetzt US-amerikanische Wissenschaftler festgestellt. Demnach lässt sich über neuartige Infotainment-Systeme wie „OnStar“ von GM und das Ford-System „Sync“ erschreckend einfach die Kontrolle über den Bordcomputer und das gesamte Fahrzeug übernehmen.

Laut einem Bericht des US-Wissenschaftsmagazins „Technology Review“ ist somit Zugriff auf sicherheitsrelevante Funktionen wie die Bremsen oder die Zentralverriegelung möglich. Erreicht werden soll das über das drahtlose Computersystem, das zum Hochladen von Audio-Codes oder das automatische Absetzen eines Notrufs im Falle eines Unfalls („e-call“) benutzt wird. Auch Bluetooth-Freisprecheinrichtungen für das Mobiltelefon öffnen dem digitalen „Car-Napping“ demnach Tür und Tor.

Auf dieses Phänomen gestoßen sind die Forscher im Zuge der staatlich angeordneten systematischen Untersuchung der Fälle von Bremsversagen bei Toyota-Fahrzeugen in den USA. „Wir waren überrascht, dass Autos eine [foto id=“349738″ size=“small“ position=“left“]so große Angriffsfläche bieten“, sagt der Informatiker Tadayoshi Kohno von der Universität Washington.

Die gute Nachricht:

Die Schwachstelle der neuen Digitaltechnik wird nicht auf Anhieb jedem dahergelaufenen Autoknacker Tür und Tor öffnen. „Um das zu schaffen, hat ein Team von zehn Forschern zwei Jahre lang geforscht“, sagt sein Kollege Stefan Savage. „Das ist nichts, was man als Laie mal eben in seiner Garage machen kann.“ Dem können Hersteller wie Ford nur beipflichten.

Aber auch sie wissen um die Risiken ihrer an sich segensreichen Kommunikationstechnik. „Wir arbeiten daher fortlaufend daran, die Sicherheit unserer Systeme zu verbessern. Bei ‚Sync‘ sind zudem Infotainment und Bordelektronik [foto id=“349739″ size=“small“ position=“left“]bewusst als getrennte Systeme angelegt“, so ein Ford-Sprecher. Auch in den USA, wo „Sync“ bereits auf dem Markt ist, sei bisher kein einziger Fall von digitalem Car-Napping bekannt.

Andererseits ist nicht alles schlecht an der Möglichkeit, aus der Ferne einzugreifen:

So könnte in Zukunft auch ein Autodieb im Fahrzeug eingesperrt und via Fernsteuerung zur nächstgelegenen Polizeiwache gebracht werden. Auch für den Fall, dass der Fahrer am Steuer eine Herzattacke erleidet, könnte man sein Auto per „Fernsteuerung“ sicher zum Stillstand bringen.

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