Formel E

Formel E: Spannung um die göttliche Jungfrau
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Eine Rennserie mit Elektroautos - kann das gutgehen? Ja, es kann. Die Formel E lieferte mitten in Berlin den Beweis dafür, dass Umweltschutz und Motorsport durchaus zusammenpassen können. Um die E-Krone streiten 2016 das deutsche Team Abt Schaeffler und Renault e.dams. Aber auch DS Virgin Racing kommt immer besser in Fahrt. Was steckt hinter diesem Engagement? "Es gibt einen erheblichen Technologietransfer von der Formel E zum Serienfahrzeugbau", sagt Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing. Er ist ein alter Bekannter aus der Formel 1, der schon als Formel-1-Teamchef für Virgin arbeitete, aus dem dann Brawn GP wurde, das wiederum von der Fluglinie Virgin gesponsert wurde. "Der Wettbewerb ist sehr eng, weil in dieser Saison bis auf den Antriebsstrang alle Autos gleich sind." Die Leistungsdichte ist enorm, so lagen die ersten Zehn in Berlin innerhalb von nur 13 Sekunden. Und die E-Boliden flitzen ohne kreischenden Motorensound um den Kurs, gleichwohl sehr dynamisch. Der Geräuschpegel entspricht dem von normalen Autos bei Tempo 70 km/h. Die Formel E kam in Berlin aber auf Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und wäre auch noch schneller. "Ein Tesla könnte wohl eine halbe Runde hier mithalten", sagt Alex Tai und liefert damit einen Anhaltspunkt zur Einschätzung, wie die Performance im Vergleich aussieht.
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Technologietransfer aus der Formel E in die Serie?

Ja, die Lernkurve ist hoch, die Energiedichte der Batterie das Entscheidende und die Kühlung des Energiespeichers wesentlich. Nicht nur bei DS Virgin. Das Buchstabenkürzel DS steht übrigens für die Marke DS Automobiles, die aus dem Hause Citroen stammt und erst 2014 angefangen hat. Seit 2015 tritt DS als eigene Marke auf: gesprochen Deesse, heißt das aus dem Französischen übersetzt "Die Göttin" und bezeichnet gleichzeitig das heute historische Modell des großen Citroen. Bald wird DS Automobiles auch beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als eigenständiger Hersteller aufgeführt werden."Die Formel E mit ihrer globalen Präsenz passt gut zu unseren Ambitionen und unserer Marken-Signatur, die für Lifestyle, Familie und Fortschritt steht, eben den Spirit of Avantgarde", erläutert Stephan Lützenkirchen, Director Communication and External Relations die Position des französischen Hauses, aus dem noch 2016 drei weitere, limitierte Editionsmodelle des DS3 zu erwarten sind. Bis 2019 werden außerdem drei komplett neue Modelle eingeführt. Zudem unterstreicht Carlos Tavares, Vorstandsvorsitzender von PSA Peugeot Citroen, die Ambitionen der jungen Marke: "Wir haben für die Entwicklung der Marke einen längeren Zeithorizont. Neben Europa und Fernost ist dabei durchaus auch die USA ein Thema für uns." Das passt mit dem globalen Format der Formel E mit Rennen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien gut zusammen. Während die Serienfahrzeuge mit Liebe zum Detail gestaltet sind und mit Premiumqualität überzeugen, muss sich das Formel-E-Team in der Meisterschaft noch mit den Rängen begnügen. DS-Virgin-Pilot Sam Bird wird wohl den dritten Platz im Championat halten können. Das Saisonfinale findet Anfang Juli in London statt, wo zwei Rennen ausgetragen werden. Abt-Pilot Lucas di Grassi hat nur einen Punkt Vorsprung vor Sebastian Buemi im Renault e.dams - Formel E bleibt also spannend und sogar elektrisierend.

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