Fry fordert Verbesserung der Show: Die FOTA berät am Donnerstag

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(motorsport-magazin.com) Abgesehen von der Rückkehr von Ferrari auf die Siegerstraße und der Beurteilung des Comebacks von Michael Schumacher war das recht eintönige Rennen von Bahrain am Montag danach das große Thema in der F1-Welt. Nick Fry ging sogar soweit, einen Schaden für den Sport zu befürchten, sollte die Formel 1 nicht auf die Kritik an dem spannungsarmen Saisonauftakt reagieren. "Ich denke, wir haben alle ein Rennen gesehen, das weit von den aufregendsten entfernt war, die wie je gesehen haben. Was wir nun tun müssen, ist uns das untereinander anzusehen und festzulegen, was wir tun müssen", sagte der Mercedes GP CEO.

Er war sich im Klaren darüber, dass technische Änderungen nur sehr schwierig zu machen sind und auch teuer sein werden. Dennoch regte er an, dass Teams, Bernie Ecclestone und FIA sowohl technisch und sportlich Änderungen andenken. "Das Wichtigste sind die Kunden – das sind die Leute, die zahlen, um zu den Rennen zu kommen oder am Fernsehen zuzusehen. Wir schulden es ihnen, eine gute Show zu zeigen und wir sollten schauen, was wir machen müssen", erklärte Fry. Als erste Möglichkeit wurden dafür bereits am Sonntag in Bahrain die Reifen- und Boxenstoppregeln angesprochen.

Zwei Pflichtstopps

So dachte man daran, zwei Pflichtboxenstopps vorzuschreiben. Davon wurde bereits im Winter gesprochen, es fehlte aber die dafür nötige Mehrheit. "Ich denke, das Problem mit dem Rennformat ist, dass man Gefahr läuft, bei allen Rennen nur einen Stopp zu haben", sagte etwa Red Bull Teamchef Christian Horner und brachte die Zwei-Stopp-Variante zur Sprache. "Es scheint lächerlich, dass die Jungs für nur einen Stopp wie verrückt trainieren sollen", fügte er an. Bahrain nannte Horner allerdings nur eine Momentaufnahme, vielleicht sollte man nach den ersten drei oder vier Rennen noch einmal eine Analyse treffen."

Auch Fry sprach sich offen für die Möglichkeit von zwei Pflichtstopps aus, auch wenn sich Mercedes GP früher dagegen entschieden hatte. "Das könnte sicher gemacht werden. Ich denke nicht, dass es irgendwem einen besonderen Vor- oder Nachteil bringen würde, aber ich bin sicher, es wird hoch oben auf der Liste stehen." McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh hatte sich am Sonntag zudem dafür ausgesprochen, größere Unterschiede zwischen den Reifenmischungen vorzuschreiben, um auf diese Weise etwas mehr Spannung zu erzeugen. Gleichzeitig glaubte er, dass sich das Blatt in punkto Spannung auch von Rennen zu Rennen verändern könnte.

Trotzdem spannende Saison

"Ich denke, wir können nach Australien fahren und ich werde mein ganzes Geld nicht auf eines der vier Top Teams setzen wollen. Es könnte ganz anders ausgehen. Können wir bessere Rennen haben? Das ist eine andere Herausforderung. Aber was die WM betrifft, so wird es ein Rennen zwischen diesen vier Teams. Es wird darauf ankommen, wie die Autos sich an die Strecken anpassen, wie gut sich die Leute darauf anpassen und wie gut die Fahrer fahren", sagte der McLaren-Teamchef. Michael Schumacher werde besser sein wollen, auch wenn er nach Whitmarshs Meinung gute Arbeit ablieferte, Nico Rosberg habe gut auf die Ankunft des Rekordchampions reagiert und die beiden McLaren-Fahrer seien auch motiviert, stellte er fest.

Auch Sebastian Vettel und Mark Webber seien stark und bei Ferrari gebe es ebenfalls keinen Zweifel an der Qualität der Fahrer. "Wie sich die WM entwickelt, ist nach wie vor sehr aufregend zu beobachten und sehr interessant. Ich hoffe, wir können aber in den Rennen ein etwas besseres Spektakel abliefern", sagte Whitmarsh. Die Teams werden deswegen in einer FOTA-Sitzung am Donnerstag darüber beraten, wie die fehlende Spannung wettgemacht werden kann.

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