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Gebrauchtwagen-Check Nissan Almera – Preiswerter Japan-Golf

Gebrauchtwagen-Check Nissan Almera - Preiswerter Japan-Golf Bilder

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Um in der Kompaktklasse gegen Ford Focus, Opel Astra und VW Golf zu punkten, benötigt man ein gutes Produkt und Ausdauer. Nissan schickte zwischen 2000 und 2006 den Nissan Almera (Typ N16) ins Rennen, zog sich dann aber wegen enttäuschender Verkaufszahlen vom Markt zurück. Schade eigentlich, denn der eher bieder gezeichnete Almera hat durchaus seine Vorzüge. Unter dem braven Blechkleid steckt solide Großserientechnik, die fast immer brav ihren Dienst verrichtet. Wer auf Zuverlässigkeit setzt, wird mit dem Almera zufrieden sein.

Karosserie und Innenraum

An das Design muss man sich nicht gewöhnen, unaufgeregter sind nur wenige Autos gezeichnet. Dafür bietet der 4,18 Meter lange Almera zumindest  in der ersten Reihe ausreichend Platz und mit 355 Liter Kofferraumvolumen genügend Stauraum für den Alltag. Für Passagiere im Fond wird es hingegen recht eng, ganz gleich ob man im Drei-, Vier-, oder Fünftürer sitzt. Der höher bauende Kompaktvan Tino (2002-2006) bietet da deutlich mehr Platz. Der Innenraum des Almera ist recht ordentlich gezeichnet, fällt aber durch nachlässige Verarbeitung auf. Sich lösende Türdichtungen und wackelige Sitze sind die Folge. Auf feste Sitze sollten Interessenten bei einer Besichtigung deshalb unbedingt achten. Beim Facelift im Herbst 2002 wurden einige Details optisch korrigiert, die den Gesamteindruck aber wenig verändern.

Motor

Die Leistungsspanne der Motoren reicht von 60 kW/82 PS (1,5-Liter-Diesel) bis 100 kW/136 PS beim 2,2-Liter-Diesel. Doch die Selbstzünder müssen in den Umweltzonen der Städte draußen bleiben, es sei denn, ein Rußfilter wurde nachgerüstet. Als Einsatzfahrzeug für die Stadt empfiehlt sich der 1,8-Liter-Benziner mit 85 kW/118 PS. Diesen Motor gibt es auch in Verbindung mit einer Viergang-Automatik, die aber recht träge arbeitet. Zu den kräftigen Motoren passt das sportlich abgestimmt Fahrwerk. Man sieht dem Almera auf den ersten Blick nicht an, wie geschwind man mit ihm um die Ecke biegen kann. Auf schlechten Straßen lässt das Fahrwerk aber Federn und leitet harte Stöße ziemlich ungefiltert in die Sitze weiter.

Ausstattung/Sicherheit

Die zweite Generation des Almera konnte schon 2001 vier von fünf möglichen Sternen beim Euro-NCAP-Crashtest erzielen. Vier Airbags und ABS sind Serie, das Antischleuderprogramm ESP gab es dagegen nur in Verbindung mit den gehobenen Ausstattungen. Wem dieses Sicherheitsbauteil wichtig ist, muss deshalb etwas mehr Geld investieren und womöglich länger nach einem passenden Fahrzeug suchen.

Qualität

An Motor und Getriebe gibt es beim Almera wenig auszusetzen. Zur teils schlampigen Verarbeitung im Innenraum kommen häufig Defekte an Scheibenwischer und Wischermotor. Das war’s aber schon mit der Negativliste. Auspuffanlage, Bremsleitungen und die Rostanfälligkeit der tragenden Teile sind laut TÜV-Report 2011 besser als der Durchschnitt der gleichen Altersklasse. Auch das Lenkungsspiel ist gering und Vorder- bzw. Hinterachsen bereiten wenig bis gar keine Probleme. Dagegen kann die Bremswirkung nach Jahren schon nachlassen, was der TÜV gerne bemängelt. Interessierte sollten bei einer Probefahrt deshalb darauf genau achten.

Fazit

Einen soliden Nissan Almera der zweiten Generation findet man auf dem Gebrauchtwagenmarkt derzeit ab rund 2.300 Euro, gepflegte Exemplare können ein paar hundert Euro mehr kosten, Diesel wegen des fehlenden Filters etwas weniger. Dafür erhält man aber einen praktischen und in jeder Beziehung unauffälligen Stadtwagen. Gekauft werden sollten aber nur Fahrzeuge ab Baujahr 2000 und nicht das Vorgänger-Modell (1995-2000). Dessen Rostvorsorge ist mehr schlecht als recht, so dass man sich auch bei einem sehr günstigen Angebot Probleme in die Garage holen kann.

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Gast auto.de

August 9, 2011 um 11:58 pm Uhr

Kinderkrankheiten der ersten Monate wurden beseitigt (Bosch-Luftmengenmesser), die Baujahre unterscheiden sich stark in der Ausführung!
Pflegeleicht, zuverlässig (wir hatten allerdings einen der wenigen überhitzten Zylinderkopfdeckel) im Vergleich zu deutschen Fabrikaten, erstaunlich gutes Fahrwerk, d.h. ESP nicht notwendig. Nach 200.000km haben wir uns von ihm getrennt…..schade, dass der Nachfolger zu groß geworden ist!

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