Gegen Steinschlag ist kein Autolack gefeit
Gegen Steinschlag ist kein Autolack gefeit Bilder

Copyright: Glasurit

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Millionen von Euro steckt die Lackindustrie in die Entwicklung neuer Autolacke, aber von einem vorausfahrenden Fahrzeug hochgeschleuderte Steinchen bohren sich noch immer noch durch die teuersten Lackierungen. Selbst durch zwei Schichten harten Klarlacks einer Premium-Karosserie hindurch erzeugen sie winzige Löcher, die sogar den Blick auf das nackte Blech freigeben. Streift das gleiche Auto jedoch haarscharf einen mit Ölfarbe lackierten Torrahmen, verrichtet derselbe Autolack seinen Schutzdienst exzellent. Er zieht in diesem Fall durch seine Härte die weiche Ölfarbe auf sich, ohne dass ein Schaden entsteht. So ist es möglich, die Ölfarbe vom Lack des Kotflügels spurenlos wegzupolieren. So unterschiedlich reagiert Lack.

Die Anforderungen an Autolacke sind in ihrer teilweisen Gegensätzlichkeit nur durch Kompromisse erfüllbar. Schutz gegen Steinschlag einerseits und gegen Streifen durch Waschstraßenbesuche andererseits schließen sich beispielsweise aus, genauso wie die Waschstraßenbeständigkeit und die Polierbarkeit kleiner Kratzer. Bei Steinschlag und Beständigkeit ist ein harter, für das Vermeiden von Streifen und gute Polier-Eigenschaften ein weicher Lack vonnöten, so die Fachleute im Competence-Center des Lackherstellers Glasurit. Im Labor versuchen die Experten das scheinbar Unmögliche doch zu erreichen. So betreiben sie einen hohen Aufwand bei der Lackentwicklung, um die Folgen von Steinschlag zu minimieren.

Die Laboranten schießen in großen Mengen die unterschiedlichsten Steinsorten auf jeden neu entwickelten Lack, wie es im normalen Verkehrsalltag kaum vorkommt. Der Erfolg beschränkt sich derzeit noch darauf, große Abplatzer um den Einschlag herum zu verhindern, sodass nur winzige Einschläge übrig bleiben. Die Vermeidung der Streifen auf dem Autodach gestaltet sich erfolgreicher, was nicht nur modernen Autowaschstraßen zu verdanken ist. Letztlich hängt das jeweilige Ergebnis auch von den lackierprozessbedingten Anforderungen des Autoherstellers an „seinen“ Lack ab. Schließlich muss das Auftragen des Lackes in der Massenproduktion möglichst sparsam, energieeffizient und in kurzer Zeit erfolgen. Auch muss er möglichst schnell trocknen und aushärten, dabei aber anfangs noch weich sein, um kleine Fehler leicht wegpolieren zu können. Dafür bedarf es wiederum spezifischer Eigenschaften des Lacks wie Viskosität oder Sprühnebelaufnahme. Da fällt schon einmal die eine oder andere gute Fähigkeit des Lacks einem Kompromiss zum Opfer.

Die durch Steinschlag verursachten winzigen Löcher auf der Motorhaube bleiben also vorerst ein Ärgernis für Autofahrer. Die Forschung muss hier aus Sicht der Lack-Experten dennoch vorangetrieben werden, denn die Schäden sind Auslöser von Korrosionsprozessen, speziell beim kompletten Durchschlag bis aufs Blech. Größere Lackschäden erfordern eine Reparatur der jeweiligen Stellen, aber bei vielen kleinen Löchern geht [foto id=“474617″ size=“small“ position=“right“]das nicht so einfach. Dann ist aus professioneller Sicht das Lackieren der ganzen Motorhaube notwendig. In unserer Gesellschaft, in der Personal ein hoher Kostenfaktor ist, ist ein höherer Lackverbrauch zweitrangig, wenn sich dadurch die Arbeitszeit verkürzt.

Lackstifte und Reparatursets sind nur für günstige Fahrzeuge eine billige Übergangslösung, um den Korrosionsbeginn hinauszuzögern. Und das auch nur, wenn der Stein nicht durch den Basislack gedrungen ist. Denn der Reparaturlack verbindet sich nicht mit der Oberfläche des nackten Blechs und dem Originallack und passt selten farblich einwandfrei. Für Premiumfahrzeuge oder Oldtimer ist diese Reparaturform also nicht empfehlenswert. Die anschauliche Demonstration bei einem Lackworkshop zeigt, dass der kleine zur Probe verwendete Lacktupfer im winzigen Loch des Steinschlags beim folgenden Polieren nicht standhält – ohne Polieren aber ist die Reparatur deutlich sichtbar.

Einen Schutz gegen Steinschlag bieten letztlich nur gute Klebefolien, da geben sich auch die Spezialisten bei Glasurit geschlagen. Moderne Folien sind dünn, nahezu unsichtbar und rückstandslos zu entfernen. Sie dienen als Lackschutz für die Steinschlag-gefährdeten Stellen wie Ladekanten, Einstiegsleisten oder Fahrzeugfronten. Über den Schutz vor Steinschlag hinaus sorgen die Folien etwa auch dafür, dass sich die Insektenrückstände, die bei Fahrten im Sommer unvermeidbar sind, den Lack nicht beschädigen. Das droht insbesondere dann, wenn Autofahrer die Rückstände nicht sofort beseitigen. Tauscht der Halter die Folie dann nach einigen Jahren aus, ist der darunterliegende Lack unbeschädigt. Handelt es sich bei dem Pkw um ein Neufahrzeug oder wurde das Auto neu lackiert, empfiehlt es sich, mit dem Anbringen der Folie etwa vier bis sechs Wochen zu warten.

Passgenau vorgeschnittene selbstklebende Schutzfolien sind für viele Fahrzeuge lieferbar und durch die Passform zur einfachen Selbstmontage geeignet. Die Anbieter gewähren bei fachgerechter Anbringung eine Garantie von bis zu fünf Jahren.

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