Gesellschaftlicher Dialog vor Start des autonomen Fahrens

Gesellschaftlicher Dialog vor Start des autonomen Fahrens Bilder

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Autofahren, ohne dass der Fahrer die Hand am Lenkrad hat und mit dem Fuß ein Pedal bedient, ist definiert als „autonomes Fahren“. Experten rechnen damit ab 2025. Autonome Fahrzeuge werden in absehbarer Zukunft den Straßenverkehr prägen. Das bringt weitreichende Änderungen der mobilen Gewohnheiten für jeden Einzelnen mit sich.

Die wissenschaftliche Betrachtung der gesellschaftlichen Auswirkungen des autonomen Fahrens fördert die „Daimler und Benz Stiftung“ im Projekt „Villa Ladenburg“ mit rund 1,5 Millionen Euro für zwei Jahre. Neben der Technologie müssen parallel dazu aber auch die gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen des autonomen Fahrens untersucht werden, so Thomas Weber, Chef der Konzernforschung sowie der Entwicklung von Mercedes-Benz Cars, der auch Vorsitzender des Stiftungsrats ist.

„Als Automobilkonzern arbeiten wir intensiv an der Vision vom unfallfreien Fahren und treiben damit die technische Umsetzung bis hin zum autonomen Fahren voran.“ Weber erinnerte an die „Vision Zero“, dem Ziel der EU-Kommission, die Anzahl der jährlich 30 000 Unfalltoten im Straßenverkehr in der EU auf null zu bringen. Mit dem autonomen Fahren, so Weber, [foto id=“483833″ size=“small“ position=“left“]sind wir dem Ziel nahegekommen. „Um die Akzeptanz in der Gesellschaft für das automatisierte Fahren zu erlangen, brauchen wir neben der Technik- und Technologiediskussion einen offenen Diskurs mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur“, erklärt Weber.

Diesen Dialog fördert die Stiftung mit dem Förderprojekt „Villa Ladenburg – Autonomes Fahren“. Die Wissenschaftler und ihre Mitarbeiter sind mit rund 20 externen Experten international und fachübergreifend vernetzt. Im zweijährigen Förderzeitraum erarbeiten die Spezialisten ein Weißbuch zur ganzheitlichen Betrachtung des autonomen Fahrens, das als Wissensbasis für Wirtschaft, Politik und Forschung öffentlich zur Verfügung stehen wird. Bei jährlich weltweit etwa einer Million Toten im Straßenverkehr ist das Potenzial der Verkehrstoten riesig, das durch das autonome Fahren zu vermindern ist.

Jetzt wird diskutiert und weiter geforscht nach dem der Durchbruch beziehungsweise der Aufbruch in eine neue Ära des Individualverkehrs geschafft ist. Weber: „Die Technologie weiter zu perfektionieren ist unsere Aufgabe als Automobilhersteller.“ Und bei allem Systemfortschritt, auch beim autonomen Fahren, behalte der Mensch „das Sagen“. Er entscheidet, ob er fährt oder gefahren wird.

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