Glosse: Ein Sonnenschirm fürs Cabrio

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Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig: Die Temperaturen steigen, die Gletscher schmelzen und die Zahl der deutschen Cabriofahrer wächst. Doch nicht alle Europäer können den rollenden Sonnenterassen etwas abgewinnen.

Laut ADAC zählen mit den Briten, den Deutschen und den Belgiern vor allem sonnensehnsüchtige Mitteleuropäer zu den fahrenden Frischluftfreunden. Die von dem Himmelsstern verwöhnten Südeuropäer halten hingegen wenig von den barhäuptigen Pkw. Ganz im Gegenteil meiden sie in der Regel die heißen Strahlen. Nicht umsonst erkennt man einen Einheimischen in Rom daran, dass er im Gegensatz zu den Touristen immer im Schatten läuft.

Aus der Sonnenflucht der Südeuropäer lässt sich ableiten, dass der Klimawandel der Cabrio-Produktion nur bedingt entgegenkommt. Denn sollten die Temperaturen weiter steigen, wird der Boom der hutlosen Autos über kurz oder lang auch in Mitteleuropa zu Ende gehen.

Es sei denn, die Hersteller reagieren. Statt einem wintertauglichen Gefährt, wie es Mercedes mit dem neuen E-Klasse Cabrio kürzlich präsentiert hat, müsste ein sommertaugliches Cabrio entwickelt werden. Bei diesem würde dann kalte statt warme Luft in den Nacken strömen, die Ledersitze würden den Körper kühlen und außerdem wäre an der Sonnenblende ein Ventilator und an der Kopfstütze ein Sonnenschirm angebracht sein. Die bisherigen Cabrios wird man dann vermutlich auf den Straßen Nordeuropas wiederfinden.

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