GP Bahrain: Formel 1 in der Boom-Region Mittlerer Osten

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Formel-1-Teams folgen dem Duft des Geldes. Angeführt von F1-Promotor Bernie Ecclestone (76) führte ihre Nase sie in den letzten Jahren nach Malaysia und China und seit 2004 mit dem mittleren Osten in eine der faszinierendsten Boom-Region der Welt.

Die Golfstaaten, die dank ihrer Ölvorräte im Geld buchstäblich schwimmen, entwickeln sich mit atemberaubendem Tempo. Handel und Touristik verzeichnen jährlich zweistellige Wachstumsraten. Für die in der Formel 1 engagierten Unternehmen und Sponsoren gewinnt dieser Markt von Jahr zu Jahr mehr an Bedeutung.

Bahrain platzte regelrecht…

Beim ersten GP Bahrain 2004 platzte das Fahrerlager des kleinen Inselstaates, der als der liberalste der arabischen Länder gilt, in Anbetracht der Dichte der Vorstandsvorsitzenden europäischer Konzerne aus allen Nähten. Sie alle wollten die arabischen Entscheider treffen und machten offenbar gute Geschäfte. Denn seither hat sich der kleinste der arabischen Staaten, Bahrain, quasi über Nacht in das weltweite Interesse katapultiert, obwohl seine Bedeutung innerhalb der arabischen Staatengemeinschaft eher als gering gilt. Schließlich sind die Ölvorkommen Bahrains mehr oder weniger versiegt und Bahrain lebt heute überwiegend von der Raffinierung des saudiarabischen Öls.

Dubai schaute neidisch…

Der Formel-1-Erfolg des Nachbarn ließ Dubai, der eigentlichen Boom-Stadt des Mittleren Ostens keine Ruhe: Investoren errichteten auch am Stadtrand von Dubai eine F1-taugliche Rennstrecke. Kurze Zeit danach machte Dubai mit einem besonderen Coup auf sich aufmerksam: Die in Dubai ansässige Firma Union Properties schloss mit F1-Promoter Ecclestone einen Vertrag über den Bau von weltweiten Formel-1-Themenparks. Ehrensache, dass der erste Formel-1-Park 2009 in Dubai fertiggestellt werden soll.

Seither ist der Formel-1-Boom in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) nicht mehr zu stoppen: Die Hauptstadt Abu Dhabi lässt für angeblich rund 30 Milliarden Euro auf einer vorgelagerten Erholungsinsel einen Ferrari-Themenpark entstehen. Mit der Fertigstellung wird im Jahr 2014 gerechnet. Initiator ist das Staatsunternehmen Mubadala Development Co., das derzeit fünf Prozent der Anteile an Ferrari hält und 2007 erstmals als Sponsor des Ferrari-Teams präsent ist.

Nicht nur Falken werden teuer eingekauft

Der Wettbewerb um das Engagement in der Formel1 erinnerte Anfang 2007 an den in arabischen Kreisen weitverbreiteten Kampf um die schönsten und teuersten Falken. Die Königsfamilie von Bahrain kaufte im Januar 2007 überraschend 30 Prozent des McLaren-Formel1-Teams. Überraschend deshalb, weil Fachleute erwartet hatten, dass DaimlerChrysler seinen derzeitigen McLaren-Anteil von 40 Prozent aufstocken würde.

Deutscher baut F1-Strecke für Scheichs

Kurz danach gehörten die Schlagzeilen wiederum Abu Dhabi: ab 2009 wird die Stadt den Grand Prix der Vereinigten Arabischen Emirate ausrichten. Mit einer bislang beispiellosen Demonstrations-Veranstaltung feierten die F1-Teams den lukrativen Vertragsabschluss vor Ort. Der GP der VAE ist schon jetzt in aller Munde, obwohl er erst in zwei Jahren stattfinden soll. „Ein Formel-1-Grand-Prix ist zusammen mit der Olympiade und der Fussball-WM die prestigeträchtigste Sportveranstaltung der Welt“ zeigte sich Scheich Mohammed Bin Zayed Al Nahyan, Minister für präsidentschaftliche Angelegenheiten der Vereinigten Arabischen Emirate euphorisch. Für den Bau der 5,8 Kilometer langen Strecke, die auf der 2 500 Hektar großen Jas-Insel entstehen wird, ist der deutsche Formel-1-Architekt Hermann Tilke verantwortlich.

Steuerparadies aus 1001 Nacht

Die geldhungrigen Formel1-Teams sowie F1-Promotor Eccelstone reiben sich angesichts des Interesses im Mittleren Osten die Hände. Während sich die meisten europäischen Rennstreckenbetreiber die Ausrichtung eines Grand Prix eigentlich nicht mehr leisten können, erinnert das Engagement des Morgenlandes an ein Märchen aus 1001 Nacht.

Die Region des mittleren Ostens könnte langfristig sogar Monaco gefährlich werden, denn die VAE (Vereinigten Arabischen Emirate) gelten als Steuerparadies mit Zukunft: Weder für Unternehmen noch für Personen werden hier Steuern fällig. Fragt sich, wann die ersten Großverdiener der Formel1 sich dort ansiedeln werden. Michael Schumacher schenkten die Scheichs Ende 2006 eine der vor Dubai im Bau befindlichen Inseln. Familienvater Schumacher lebt zwar lieber am Genfer See, aber einer seiner jungen, ledigen und mobileren Nachfolger könnte angesichts europäischer Steuererklärungen bald schwach werden. Für das Prestige der Emirate wäre dies ein weiterer Image-Coup.

T. Melzer

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