GP Malaysia 2007: Vorbereitung der Formel1 auf das Hitzerennen des Jahres
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In Sepang, nahe der malayischen Hauptstadt Kuala Lumpur, wartet auf die Formel-1-Teams am 8. April das härteste Hitzerennen des Jahres.

Temperaturen von fast 40 Grad Celsius bei fast 95 Prozent Luftfeuchtigkeit stellen an die Fahrer, aber auch an die Rennwagen besondere Anforderungen.

Der Teufelskreis in der Hitze

Für die Techniker der Formel1 sorgt zunächst die hohe Luftfeuchtigkeit für Sorgenfalten: sie ist verantwortlich für eine geringere Luftdichte und reduziert damit auch die Motorleistung, da in den Verbrennungsraum weniger Luft gelangt. Erfahrungen der Vorjahre zeigen, dass die Motoren ca. 300 U/min höher drehen müssen, um eine mit europäischen Temperaturen vergleichbare Leistung zu erreichen. Gleichzeitig erfordern die hohen Außentemperaturen auch stärkere Kühlleistungen. Deshalb vergrößern die Teams speziell für das Rennen in Kuala Lumpur die Kühlöffnungen, was wiederum die Aerodynamik der Rennwagen verschlechtert- ein Teufelskreis.

Im Cockpit bis zu 70 Grad Celsius

Im Zentrum des Mitgefühls stehen in der Hitze von Sepang jedoch die Piloten. Im Cockpit kann es während des Rennens bis zu 70° C heiß werden. Auch im Overall und unter dem Helm werden Temperaturen von fast 60° erreicht. In diesen Extrembedingungen über 90 Minuten einen klaren Kopf zu behalten, sich permanent zu konzentrieren und gleichzeitig körperliche Höchstleistungen abzurufen, ist für die Rennfahrer die eigentliche Herausforderung beim GP Malaysia.

Risiko: Hitze und Austrocknung

Sportmedizinische Untersuchungen haben ergeben, dass die Formel-1-Fahrer bei einem Hitzerennen zwischen drei und vier Litern Flüssigkeit verlieren. Dieser Flüssigkeitsverlust (Dehydration) hat physiologische Auswirkungen: Konzentration, Muskelkraft und Ausdauer lassen nach. Ist der Flüssigkeitshaushalt des menschlichen Körpers nur um 5 Prozent im Minus, kann seine Leistung um bis zu 30 Prozent abfallen. Am Steuer eines mit über 300 km/ über die Rennstrecke rasenden Boliden kann das katastrophale Auswirkungen haben.

„Ich denke, man kann die Situation beim Rennen von Malaysia am ehesten mit einem Marathonlauf in großer Hitze vergleichen“, vergleicht der deutsche Williams-Pilot Nico Rosberg die Anstrengungen, die auf ihn beim Grand Prix von Malaysia warten „Am Ende des Rennens ist es im Cockpit so heiss und der Körper ist so dehydriert, dass man sich fühlt wie nach einem 42-Kilometer-Lauf unter sengender Sonne“.

Gewöhnungsphase von etwa zehn Tagen…

Aber natürlich kann der menschliche Körper auch auf diese Höchstbelastungen trainiert werden. Deshalb reisen die meisten Piloten mit ihren Fitnesstrainern schon frühzeitig nach Malaysia, um sich an die hohen Temperaturen und an die Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Bis zu zehn Tage dauert die Eingewöhnungsphase, in der das Trainingsprogramm der Piloten kontinuierlich gesteigert wird. Ausdauertraining am Strand, ja sogar Belastungsläufe im Overall (!) sorgen für die Anpassung des Körpers. Dabei wird überwiegend in der Nachmittagshitze trainiert, in der auch das Rennen stattfindet.

Zauberdrinks im Training

Mit dem Training wird auch dafür gesorgt, dass der Körper lernt, mehr Flüssigkeit aufzunehmen, um die während des Rennens reduzierten Flüssigkeitsniveaus auszugleichen. Der Körper wird in dieser Phase darauf getrimmt, Elektrolyte wie Salz und Kalzium besser zu speichern. Gemixt werden ganz spezielle Drinks aus Wasser, Mineralstoffen, Salzen und Vitaminen, die im Körper optimal gespeichert werden. Diese Zauberdrinks werden schon drei bis vier Tage vor dem eigentlichen Rennen literweise getrunken.
„Im Rennen selbst haben wir natürlich auch eine Trinkflasche an Bord“, erklärt Red Bull-Pilot Mark Webber. Die Mixtur soll die während des Rennens verlorenen Mineralien und Salze ersetzen und die Dehydrationseffekte reduzieren. „Aber die Flasche ist aufgrund des beschränkten Platzes im Rennwagen relativ klein“. Der Griff zur Flasche während des Rennens kann die Vorbereitung auf das Hitzerennen also nicht ersetzen, sondern die auftretenden Effekte nur mildern.

„Wasser, Wasser“…

Besonders fit sieht nach dem Rennen von Kuala Lumpur kein Fahrer aus. „Wasser, Wasser“, schreien sie alle, sobald sie an die Boxen kommen. Aber Betreuer, Techniker und Journalisten, die vor der Hitze in die klimatisierten Räume der Rennstrecke flüchten, können sich den Extrembelastungen von Malaysia nicht entziehen. Der Temperaturschock zwischen klimatisierten 20 ° und der Außenwelt macht erkältungsanfällig. Deshalb gehört für sie das Tragen von Pullovern und trockenen Shirts in den gekühlten Räumen hinter den Boxen genauso dazu, wie die Elektrolyt-Mixdrinks für die Piloten.

T. Melzer

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