Höhere Steuern auf Sprit treffen nicht die Armen

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Steigende Steuern auf Kraftstoffe treffen die Armen am meisten, so eine gängige Behauptung. Dem widerspricht jetzt eine schwedische Studie der Universität Göteborg: Danach werden mittlere und hohe Einkommensgruppen von Kraftstoffsteuern mehr betroffen, besonders in den armen Ländern. Unbestritten gelten höhere Steuern auf Kraftstoffe als effektives Instrument zur Reduzierung der Treibhausgase.

Kraftstoffsteuern seien effektiv und belasten arme Menschen nicht unverhältnismäßig, so Thomas Sterner, Professor für Umweltökonomie an der Universität Göteborg und Herausgeber des neuen Buches „Kraftstoffsteuern und die Armen – Über die Verteilungseffekte der Kraftstoffbesteuerung und die Auswirkungen auf die Klimapolitik“. Die 35 Mitarbeiter des Werkes stammen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt und haben Daten aus 25 verschiedenen Ländern ausgewertet.

Als Grund für die langsamen Fortschritte bei der Klima-Problematik sieht Sterner die weltweite Gerechtigkeit: Arme Länder hätten den Klimawandel nicht verursacht und beanspruchten nun eher Entschädigungen als für den Schaden zu zahlen. In jedem Fall zeigen die Forschungsergebnisse, dass höhere Kraftstoffsteuern durchaus mit nachhaltigem Wachstum, verringerter Armut und verbesserter Luftreinhaltung vereinbar seien.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass zwar in einigen wohlhabenden Ländern hohe Steuern auf Kraftstoffe durchaus die ärmere Bevölkerung treffen, in den meisten Ländern aber, insbesondere in den Entwicklungsländern, sind eher die mittleren und hohen Einkommensgruppen davon betroffen. Schließlich seien dort Autos und Kraftstoffe oftmals Luxusgüter. In den meisten europäischen und den skandinavischen Ländern sei die Kraftstoffsteuer ohne besondere Effekte für die Verbraucher.

Insgesamt, so die Erkenntnisse, würden etwa 25 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen durch den Transportbereich erzeugt. Dieser Anteil sei in den letzten Jahren gewachsen. Mit Blick auf die EU seien die durch den Transportbereich verursachten CO2-Emissionen von 20 auf 30 Prozent innerhalb der letzten 20 Jahren gestiegen.

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