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Honda Civic: Mutig wie ein Samurai
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Aufreizend anders: Neben dem neuen Civic sehen Golf und Konsorten wie Langweiler aus. Dabei gelingt dem Japaner das Kunststück auch in Sachen Alltagstauglichkeit zu punkten.
Revolution statt Evolution
"Ich weiß noch, wie ich mich hingesetzt habe, um über meinen eigenen Traum für den Civic nachzudenken", erinnert sich Civic-Entwicklungsleiter Yoshiyuki Matsumoto. Die Antwort auf alle Fragen zur Entwicklung des neuen Kompaktmodells hieß "Revolution". Beim Anblick der 4,25 Meter langen Kompaktlimousine mag man da nicht widersprechen. Der Neue ist vier Zentimeter kürzer, dreieinhalb Zentimeter flacher und fünf Zentimeter breiter als sein Vorgänger. Derzeit stehen zwei Benzinmotoren und ein Turbodieselaggregat zur Auswahl. Der 1,4-Liter-Basis-Benziner leistet 83 PS (61 kW), der ebenfalls neue 1,8-Liter-Motor-Ottomotor entwickelt 140 PS (103 kW) – genauso wie der bewährte 2,2-Liter-Turbodiesel. Die Preise liegen zwischen 15.950 Euro und 24.300 Euro.
Designerträume wurden wahr
Bei der Präsentation des Civic-Showcar auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr 2005 rätselte die Fachpresse, welche Designmerkmale auch beim Serienmodell zu finden sein würden. Inzwischen ist klar: Bis auf die stark abgedunkelten Scheiben und einige Kleinigkeiten zeigt sich das Serienmodell als Zwillingsbruder der Aufsehen erregenden Studie. Die Front ziert eine durchgehende Klarglasleiste. Hinter dem schmalen Schlitz funkeln die Scheinwerfer mit Chromblenden um die Wette. Am Heck findet sich ebenfalls ein durchgehendes Leuchtenband. Bemerkenswert sind auch die dreieckigen Einfassungen der Auspuff-Endrohre und der silbern glänzende Tankdeckel. Weil sich die hinteren Türgriffe im Fensterrahmen verstecken, wirkt der fünftürige Civic schnittig wie ein Coupé.
Captain Future
Innen geht das Staunen weiter. Der Arbeitsplatz des Fahrers gleicht dem Kommandostand eines Raumschiffs. Metallisch glänzend, mit einem Netzgitter in der senkrechten Speiche, präsentiert sich das Lederlenkrad. Bedientasten für Tempomat, Bordcomputer und das Navi-Soundsystem wurden griffgünstig integriert. Vor dem Fahrer verbirgt sich unter einer im Sonnenlicht bläulich schimmernden, weitflächig gebogenen Kunststoffscheibe der Drehzahlmesser. Rechts daneben sinden sich die großen Knöpfe und Tasten der Klimaautomatik. In der Praxis überzeugt das ungewöhnliche Design mit hervorragender Ergonomie. Brennt jedoch die Sonne durch das Glas-Panoramadach (Serie: Executive), kann es auf der großen Abdeckscheibe hinter dem Lenkrad zu blendenden Reflexionen kommen. Zudem scheint das Material kratzempfindlich zu sein.
Einfache Bedienung
In einem zweiten, höher angeordneten und ebenfalls gebogenen Informationsmodul befinden sich der Digitaltacho und das Display des DVD-Navigationssystems. Weil die Augen beim Blick von der Straße auf den Tacho nicht neu fokussieren müssen, soll der Fahrer die Information schneller erfassen können. Für das CD-Radio und den Bordcomputer sind die Tasten auf der Mittelkonsole zuständig. Davor findet der Schaltknüppel des exakt rastenden Sechsganggetriebes eine griffgünstige Position. Zum Starten muss zunächst der Zündschlüssel ins Schloss, dann wird der Starterknopf links neben dem Lenkrad gedrückt. Soll wohl sportlich wirken, nervt aber eher. Entweder ist der Schlüssel oder der Starterknopf überflüssig. Nach den ersten Kilometern ist klar: Der Arbeitsplatz des Civic passt wie angegossen. Auch ein Verdienst der bequemen Vordersitze. Erstmals verfügt das Navigationssystem (2.650 Euro) über eine TMC-Funktion. Damit wird bei einem Stau auf der geplanten Route automatisch eine Ausweichstrecke ohne Verkehrsbehinderungen wählt. Der Clou: fast alle Komfortfunktionen lassen sich per Sprachsteuerung bedienen. Als weitere Sonderausstattung kennt der Civic nur noch Metalliclack (430 Euro), Xenon-Scheinwerfer (750 Euro), eine Leder-Innenausstattung (1.350 Euro) und das automatisierte Schaltgetriebe "i-Shift". Alles Übrige ist in den Ausstattungspaketen Sport und Executive enthalten.
Klappt prima
Die Besonderheiten des Civic sind nicht nur optischer, sondern auch struktureller Natur. So wurde der Tank Platz sparend unter den Vordersitzen positioniert. Wie beim kleinen Bruder Jazz ermöglicht das einen besonders variablen Innenraum: Die geteilten Rücksitzlehnen lassen sich nicht nur flach umlegen. Auch die Sitzflächen können hoch geklappt werden. Selbst sperrige Umzugskartons lassen sich so problemlos transportieren. Das Gepäckabteil fasst durch die Abwesenheit eines Reserverades (stattdessen ein Pannenspray) beeindruckende 456 Liter – Rekord in der Kompaktklasse. Maximal passen 1.352 Liter in den neuen Civic.
Zur Testfahrt, bitte
Wer Kraftstoff sparen möchte, kann sich bei allen Motorvarianten an vier grünen Leuchtdioden neben dem Tacho orientieren. Sie zeigen an ob das Fahrzeug gerade tendenziell viel oder wenig verbraucht. Bei jedem Motor liegt der Normverbrauch unter sechseinhalb Liter. Der kleine Benziner und der Diesel begnügen sich sogar mit 5,4 bzw. 5,1 Liter Kraftstoff. Erste Fahreindrücke lieferten die beiden 140-PS-Motoren. Sie spurten in unter neun Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt jeweils 205 Stundenkilometer. Nach eher entspannten Testrunden durch das Hinterland von Nizza zeigte der Bordcomputer allerdings nie weniger als siebeneinhalb Liter an. Die Motoren sind akustisch präsent, ohne jedoch aufdringlich zu werden. Das passt gut zum sportlichen Charakter, den das agile und sichere Fahrwerk vermittelt. Dank exakter Lenkung und einem neutralen Fahrverhalten werden kurvige Landstraßen zum Vergnügen. Von der im Stadtverkehr hölzernen Federung abgesehen, überzeugt auch der Komfort. Zur Sicherheit sind das VSC-Stabilitätssystem, ein Bremsassistent, aktive Kopfstützen (ab Comfort), Isofix-Kindersitzverankerungen und sechs Airbags an Bord.
Fazit: Der neue Civic ist weit unkomplizierter als das unkonventionelle Design vermuten lässt. Bei der im Alltag so wichtigen Variabilität setzt er sogar echte Glanzlichter.
mototype.de, Holger Schilp

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