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Honda Legend: Exot mit Komplettausstattung
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In der oberen Mittelklasse hatten es die Automobilimporteure auf dem deutschen Markt schon immer schwer.

Bei den vor allem als Dienstwagen genutzten Fahrzeugen zählen langfristige Markenbindungen und Prestige, das den ausländischen Herstellern fehlt. Der neue Honda Legend macht da keine Ausnahme: Ganze 30 Exemplare sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres in Deutschland neu zugelassen worden; das ergibt einen verschwindend geringen Marktanteil von 0,1 Prozent. Dabei kann die Stufenheck-Limousine mit einer praktisch kompletten Luxusausstattung und einem hohen Sicherheitsniveau zu einem vergleichsweise moderaten Preis von
54 600 Euro punkten.

Alles inklusive – keine Aufpreisliste

In diesem Preis ist so gut wie alles enthalten, was die Japaner momentan an Technik-Features zu bieten haben; eine Aufpreisliste, die bei manch deutschem Wettbewerber mehrere Seiten füllt, gibt es nicht.
Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion, Bose-Soundsystem, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung fürs Mobiltelefon, Navigationssystem und Zwei-Zonen-Klimaautomatik sind nur einige der Highlights der Legend-Ausstattung. Hinzu kommen neben dem Stabilitätsprogramm ESP unter anderem ein moderner Allradantrieb, der Kollisionswarner CMBS, der im Notfall auch selbstständig einen Bremsvorgang einleiten kann, sowie eine aktive Motorhaube, die sich bei einem Zusammenprall mit einem Fußgänger leicht anhebt, um einen Abstand zwischen dem Kopf des Passanten und den harten Motorteilen zu schaffen.

Interieur und Fahrgefühl

Innen sitzen Front- und Fondpassagiere auf feinem Ledergestühl bequem; es fehlt allerdings an geräumigen Ablagen, die Fächer in den Türen sind nur schmale Schlitze, und auch im 452 Liter fassenden Kofferraum stören Kanten im Laderaumboden. Die Mittelkonsole wirkt mit vielen Knöpfen und Bedienelementen etwas überladen. Das Fahrwerk des Legend ist überraschend straff abgestimmt und lässt bisweilen in dieser Klasse gewohnten Komfort vermissen. Im Gegenzug ermöglicht aber der aufwendige Allradantrieb – im Normalfall werden 70 Prozent des Drehmoments an die Vorderräder geleitet – ein erstaunlich behändes Kurvenverhalten. Da in schnellen Kehren die Drehzahl des äußeren Hinterrades automatisch erhöht wird, bleibt der Viertürer lange neutral und lässt sich für ein Fahrzeug dieser Größe bemerkenswert agil und handlich bewegen. Die Lenkung dürfte aber ruhig etwas direkter ausfallen.

Souveräner Gleiter…

Für ein aufregendes Fahrerlebnis fehlt es der Antriebskombination ein wenig an Biss. Im Zusammenspiel mit der Fünfgang-Automatik wirkt der 3,5-Liter-V6-Benziner trotz der 217 kW/295 PS Leistung etwas träge und reagiert oft nur mit leichtem Zögern auf die Gasbefehle des Fahrers. Als souveräner Gleiter auf der Autobahn mit niedrigem Geräuschniveau fällt diese Schwäche allerdings kaum ins Gewicht.

Anders sieht es da beim Verbrauch aus:
11,9 Liter Superbenzin je 100 Kilometer gibt Honda als Durchschnitt an, in der Praxis dürfte sich der Kraftstoffkonsum bei etwa 14 Litern einpendeln.
Spätestens an der Zapfsäule keimt daher der Wunsch nach einem kräftigen und effizienten Sechszylinder-Diesel, den Honda als weltgrößter Motorenhersteller noch nicht im Angebot hat. Ohne Selbstzünder jedenfalls wird der Legend in Deutschland und Europa über seinen Exotenstatus nicht hinauskommen.

Technische Daten Honda Legend

Viertürige Limousine der oberen Mittelklasse

Antrieb: 3,5-Liter-V6-Benzinmotor, 217 kW/295 PS, max. Drehmoment 351 Nm bei 5.000 U/min, 0-100 km/h 7,3 Sek., Höchstgeschwindigkeit 250 km/h, Verbrauch 11,9 Liter/100 km, CO2-Ausstoß 282 g/km,

Preis: 54 600 Euro.

mid/mh

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