Indian Chief Classic: Der Häuptling ist zurück!
Indian Chief Classic: Der Häuptling ist zurück! Bilder

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Eine Motorrad-Legende kehrt mit Vollgas zurück: Nach 60 Jahren in der Versenkung bringt die US-Kultschmiede Indian jetzt die neue Chief Classic auf die Straße. Aber keine Sorge, dieser Indianer-Häuptling ist nicht auf dem Kriegspfad. Der mächtige Cruiser soll seine wenigen Kunden beglücken. Mit einem Preis ab 23 675 Euro ist das große und wuchtige Motorrad ganz sicher kein Schnäppchen. Daher dürften hohe Stückzahlen auch kaum je ein Thema werden.

Das ist wohl auch nicht wichtig. [foto id=“518410″ size=“small“ position=“right“]Hauptsache, Indian ist wieder da. Die Biker-Schmiede wurde 1901 gegründet und ist damit der älteste Motorrad-Hersteller in den Vereinigten Staaten. Als das Geld nicht mehr so sprudelte, gingen 1953 die Lichter aus. Doch Fahrzeug-Hersteller Polaris übernahm den „Indianer“ und erweckte die Kultmarke 2011 wieder zum Leben. Und seit 2013 läuft die Produktion wieder.

Moderner Kult-Oldie

Schon von vorne sticht der markante und beleuchtete Indianerkopf auf dem Kotflügel ins Auge – der Begriff „Schutzblech“ verbietet sich angesichts dieser geschwungenen Blechmasse, die zudem die Scheibenbremse gekonnt hüllt. Auch die Lampenanordnung mit zentralem Scheinwerfer und zuschaltbarem Leuchten-Duo zitiert das Vorbild, das bei Oldie-Fans geradezu Kultstatus genießt. Und nicht zuletzt muss die Form der Zylinder erwähnt werden, deren Kopfgestaltung die charakteristische Rippenform des Originals perfekt in die Moderne hievt.[foto id=“518411″ size=“small“ position=“left“]

Am Heck schließlich vollendet das zur Hälfte verkleidete Hinterrad die Metall-Orgie dieser Indian, die es auch in der Touren-Variante gibt: Windschild und Satteltaschen machen die Chief zur „Chief Vintage“, die als sogenannter „Soft Bagger“ – pardon, als „Reisemaschine“ – ab 25 299 Euro erhältlich ist. Drollige Fransen an den Trittbrettern haben übrigens beide Modelle. Auch Tempomat und ABS sind heute Indian-Standard, wobei der Fußbremshebel etwas zu weit über dem Trittbrett steht.

Fast hypermodern

Auch folgt der Start hier wie dort fast hypermodern – nämlich ohne Schlüssel. Der Funkempfänger kann lässig in der Tasche bleiben, die Elektronik wird beispielsweise mittels Druckknopf in der Tankkonsole zum Leben erweckt. Anschließend noch kurz aufs Starterknöpfchen gedrückt, und schon nimmt der in sattem Bass blubbernde Twin seine Arbeit auf.[foto id=“518412″ size=“small“ position=“right“]

Denn auch im Inneren des auf den Namen „Thunder Stroke 111“ getauften, äußerst kompakten Motors regiert zeitgemäße Technik, selbst wenn die Ventilsteuerung des 111 Kubikinch messenden V2 noch wunderbar mechanisch via Stoßstangen erfolgt. In die Begriffe der metrischen Welt umgerechnet kommt der luftgekühlte V2 auf 1 811 ccm, die für 62 kW/84 PS und 138,9 Newtonmeter maximales Drehmoment gut sind.

Kraftvoller Durchzug statt Drehzahl-Orgie

Das Maximum liegt bereits bei sehr entspannten 2 600 Touren an. Schon diese Zahl zeigt, dass die von einer Einspritzung befeuerte Maschine den kraftvollen Durchzug jeder Drehzahl-Orgie vorzieht, was auch den Verbrauch in Grenzen hält, der bei 5,7 Litern auf 100 Kilometer liegt. Die theoretische Reichweite der mit einem 20,8 Liter messenden Tank ausgestatteten Chief liegt bei 365 Kilometern, wobei die Bord-Elektronik leicht höhere Verbrauchswerte angibt – und auch fürsorglich zum Nachtanken auffordert, wenn der Tank noch zu einem Viertel gefüllt ist.

Durch und durch Gelassen

Die Gelassenheit der Motorenmacht spürt der Biker auch im bequemen Sattel der Indian. Entsprechend tiefenspannt ist es hinter dem breiten Lenker, mit dem sich die immerhin 370 Kilo wiegende Fuhre recht locker dirigieren lässt –[foto id=“518413″ size=“small“ position=“left“] sofern der Indianer schneller als in Schrittgeschwindigkeit durch die Prärie rollt. Das darf auch in Kurven durchaus dynamisch geschehen, es sei denn, die Straße ist feucht oder gar nass. Denn dann ist vor allem beim Anfahren Vorsicht geboten, bricht der „Häuptling“ doch gerne mal zur Seite aus. Aber auch stockender Verkehr oder Rangierarbeiten fordern so manchen Schweißtropfen: Mit dem Radstand von 1 730 Millimetern ist diese Indian kein Wende-Künstler.

Sie will es aber auch gar nicht sein, die Indian Chief Classic. Stattdessen möchte sie als treues Eisenpferd durch die Lande gleiten, möchte die Lust entfachen, mal eben bis zum Horizont zu donnern. Oder eben auch weiter – ganz nach Laune.

Technische Daten Indian Chief

Cruiser mit luftgekühltem V2, zwei Ventile pro Zylinder
Hubraum: 1 811 ccm
Leistung: 62 kW/84,3 PS bei 4 500/min
max. Drehmoment: 138,9 Nm bei 2 600/min
elektronische Einspritzung, 6 Gänge
Sitzhöhe: 66 cm
Tankinhalt: 20,8 Liter
Verbrauch: 5,7 l/100 km
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
Leergewicht: 354 kg
Gewicht vollgetankt: 370 kg
max. Zuladung: 203 kg
Reifen vorn: 130/90B16
hinten: 180/65B16
Preis: 23 675 Euro

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