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Jaguar XKR Cabriolet: Krrrrrallen geschärft
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Wenn es etwas mehr sein darf, bitteschön: Kompressoraufladung verhilft dem Jaguar XKR zu 416 PS. Dennoch bleibt die Katze schön geschmeidig – pure Kraftmeierei passt nicht zum britischen Stil.

Edel verpackt

So viel Zeit muss sein: XKR 4.2 L V8 Kompressor Cabriolet, eine Modellbezeichnung wie ein Adelstitel. Der Wagen ist nicht nur ein Fahrzeug, er ist ein Statement zum Understatement. Auf den ersten Blick möchte man kaum glauben, dass die elegant gestreckte Raubkatze im Revier der Topsportler wildert. Trotz modernem Multifunktionsdisplay in der Mittelkonsole herrscht innen britische Teatime-Atmosphäre. Besonders wenn sich das Interieur mit feinem Wurzelholz statt mit Aluminium schmückt. Doch tatsächlich ist die Raubkatze alles andere als ein zahmer Salonlöwe.

Zum Sprung bereit

Das V8-Triebwerk wird per Startknopf wach gekitzelt. Es antwortet mit einem kleinen Fanfarenstoß um dann in einen zufrieden grummelnden Bass zu verfallen. In der Stadt übernimmt zunächst die Sechsgangautomatik das Kommando. Butterweiche Gangwechsel, der Jaguar fährt Schmusekurs. Wird das Gas nur zart gestreichelt, antwortet der XKR mit kehligem Gurren. Als könne er kein Wässerchen trüben. An der Ampel wird das Menü des Bordcomputers inspiziert. Deshalb keine Zeit für die Blonde im Mini Cooper neben mir, die keck das Cabrio mustert. Endlich: grün. Es lockt die Landstraße. Kickdown. Null auf 100 km/h in 5,3 Sekunden. Noch Fragen? Bissig hängt das Triebwerk am Gas. Dieser Jaguar packt dich mit der Wucht von 560 Newtonmetern Drehmoment. 416 PS grollen, dass es eine Freude ist. Im Vergleich zum normalen XK eine Leistungsexplosion von 118 PS. Das Raubtier wird mit den Schaltpaddeln am Lenkrad an der kurzen Leine geführt. Zum Glück gibt es die zehnfach verstellbaren Sportsitze. Die Dinger schmiegen sich bequem um den Körper. Und dank großem Verstellbereich zeigen Sie Verständnis für fast jede Statur.

Kleiner Unterschied

Dass ein Kompressor – supercharged nennen dies die Briten – für den Temperamentsausbruch verantwortlich ist, zeigt sich nur an Details. An dem Schriftzug auf dem Entlüftungsschlitz der Motorhaube etwa. Oder dem Kühlergrill, der die R-typische Drahtoptik trägt. Hinter den Speichen der 20-Zoll-Aluffelgen stecken bissige Brembo-Bremsen, die sich zudem gut dosieren lassen. Eine Dombeinstrebe unter der Motorhaube sorgt für zusätzliche Stabilität. Dabei ist schon der zahmere Jaguar XK ein verwindungssteife Konstruktion – dem Aluminiumgerippe des sei Dank. Die Konstruktion aus genieteten und geklebten Aluminiumprofilen macht das Cabrio genauso steif wie das Coupé. Das verbessert nicht nur die passive Sicherheit sondern auch die Präzision des Fahrverhaltens. Im Sinne der Fahrdynamik wurde beim XKR auch die Servolenkung direkter ausgelegt. Die elektronisch geregelten Stoßdämpfer beherrschen das gesamte Spektrum von schmuseweich bis sportlich hart. Sensoren regeln die Anpassung blitzschnell, im Millisekundenbereich.

Gepflegte Verschwendung

Über den Verbrauch sollte man beim XKR Cabriolet nicht nachdenken müssen. Weniger als zwölf Liter werden es fast nie. 20 Liter sind mit entsprechend leidenschaftlichem Einsatz auch kein Problem. Doch bei allem Sportpotenzial bleibt der XKR ein typischer Jaguar: Immer zum Sprung bereit, aber vor allem ein Fall für Gentleman-Driver. Und so fühlt sich die Raubkatze auch auf dem Großstadtboulevard wohl. Einfach das Verdeck per Knopfdruck nach hinten schicken und genießen. Die wirksame Klimaautomatik, ein kleines – aber effizientes – Windschott und die Sitzheizung helfen, die letzten Sonnenstrahlen des Jahres einzufangen. 102.990 Euro sind für das exklusive Fahrerlebnis mindestens zu investieren. Doch in feinen Kreisen spricht man nicht über Geld, man hat es. Und zeigt es. Deshalb ist es auch nicht schlimm, dass die Aufpreisliste viel Spielraum eine individuelle Wertsteigerung des XKR Cabriolets bietet. Im Gegenteil.

Fazit

Jaguar Chefingenieur Mike Cross bringt es auf den Punkt: „Wer den XK mag, wird den XKR mit Sicherheit lieben!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

www.mototype.de, Holger Schilp

 

 

 

 

 

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