KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße
KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße Bilder

Copyright: auto.de

KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße Bilder

Copyright: auto.de

KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße Bilder

Copyright: auto.de

KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße Bilder

Copyright: auto.de

KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße Bilder

Copyright: auto.de

KTM 1290 Super Duke R: König der Landstraße Bilder

Copyright: auto.de

KTM legt mit der neuen 1290 Super Duke R die Messlatte für sportlich orientierte Naked Bikes ein deutliches Stück höher. Dabei hatten die Österreicher die Erwartungen selbst geschürt: Auf der letztjährigen Mailänder Motorradmesse EICMA ließen Vorstandschef Stefan Pierer und Design-Guru Gerald Kiska den ausgestellten Prototypen eigenhändig von der Kette. Spätestens als vor der jetzigen Präsentation die Eckdaten durchsickerten, war allen klar: Die neue Super Duke stellt nicht nur den Gipfel der Duke-Baureihe da. Vielmehr beansprucht die KTM als potentestes Naked Bike der Welt mit 132 kW/180 PS die Krone der Landstraße für sich.

Deutlich weiterentwickelt[foto id=“487052″ size=“small“ position=“right“]

Dafür haben die Entwickler den 75-Grad-V-Motor aus dem Superbike RC8R deutlich weiterentwickelt. Den Hubraum des LC8-Triebwerks erhöhten sie durch mehr Bohrung und Hub auf 1 301 ccm. Mit elektronischem Motormanagement, Ride-by-Wire-Funktion, Doppelzündung und zylinderselektiven Kennfeldern pumpt der Vau nicht weniger als 134 kW/180 PS Spitzenleistung und brachiale 144 Newtonmeter maximales Drehmoment auf die Kurbelwelle. Trotz der für ein Naked Bike gewaltigen Motorleistung lag der Entwicklungsfokus auf einem drallen Drehmomentverlauf mit maximaler Verwertbarkeit. Und das ist beeindruckend gelungen. Schon ab 3000/min macht die Maschine gewaltige Kräfte locker, nur um danach unbändig voranzuschieben – der Druck aus der Mitte macht diesen Vau-Zwo unwiderstehlich. Dabei geht ihm die Drehfreude keineswegs ab, im Gegenteil: Seinen Tatendrang bremst der Drehzahlbegrenzer erst bei 10 050/min sanft ein.

Unterschiedliche Charaktere

Über die elektronische Ride-by-Wire-Drosselklappenbetätigung stehen drei Fahr-Modi zur Verfügung, die dem Motor unterschiedliche Charaktere bescheren: „Street“ und „Sport“ mit maximaler Leistung und entsprechend kraftvollem Leistungseinsatz sowie „Rain“ mit 74 kW/100 PS Maximalleistung und sanfterer Leistungscharakteristik. Zusätzlich lässt die mit den Mappings verknüpfte schräglagenabhängige Traktionskontrolle MTC unterschiedlich viel Antriebsschlupf zu. Im „Sport“-Modus radiert die KTM fette schwarze Striche am Kurvenausgang, die kontrollierten Power-Slides des Hinterrads lassen den Motor sein volles Potenzial entfalten. In allen Modi fällt die Gasannahme sehr weich und direkt aus, fast Vierzylinder-artig, auch die Vibrationen halten sich in erträglichen [foto id=“487053″ size=“small“ position=“left“]Grenzen. Nur bei längerem Leerlauf im Stand stört die große Wärmeentwicklung des Aggregats ein wenig. Insgesamt erfolgt das gesamte Geschehen so kontrolliert und beherrschbar, dass der Fahrer zwischendurch einen Blick auf den Tacho werfen sollte, um nicht in führerscheingefährdendem Tempo unterwegs zu sein.

Ausgeprägte Handlichkeit

Zum Wohlfühl-Arrangement trägt auch das Fahrwerk mit dem klassischen KTM-Stahl-Gitterrohrrahmen und Federelementen aus dem Hause WP bei. Der nur 9,2 Kilogramm schwere Gitterrohrrahmen sorgt für eine gute Stabilität auch jenseits von 240 km/h. Die Upside-Down-Gabel und das Zentralfederbein liegen beim Grundsetting eher auf der sanften Seite, lassen sich aber mannigfaltig justieren. Ein Lenkungsdämpfer beruhigt die durch das brachiale Drehmoment häufig himmelwärts strebende Front. Auf der Landstraße gefällt die ausgeprägte Handlichkeit der leichten 1290er – sie meistert Wechselkurven spielerisch. Mit akkurater Lenkpräzision sticht sie in alle möglichen Radien und erlaubt auch Korrekturen in tiefer Schräglage. Ein Gutteil des Fahrverhaltens geht auf die neuen Dunlop SportSmart2-Pneus mit runder Kontur am Vorderrad und griffiger Gummimischung zurück.

Dass der Fahrspaß auch länger anhält, liegt am bequemen Arbeitsplatz hinter dem konischen Leichtmetalllenker. Aufrecht und leicht nach vorn[foto id=“487054″ size=“small“ position=“right“] gebeugt nimmt der KTM-Pilot den Asphalt in Angriff, die schmale Sitzbank erlaubt einen guten Knieschluss und gibt dem unteren Rücken einen guten Halt. Großartigen Windschutz darf der Fahrer nicht erwarten, und fürs Hanging-off ist die breite Lenkstange nicht ideal.

Enorme Bremsstabilität

Richtig effektiv und gut dosierbar ist dagegen das Antiblockiersystem C-ABS, das beim Vorderradbremsen Rechner-gesteuert auch die Hinterradbremse mitbetätigt. Das sorgt für enorme Bremsstabilität und damit für kurze Bremswege. Eine spezielle „Supermoto“-Funktion ermöglicht das Heben und Blockieren des Hinterrades für knackige Drifts. Bei Bedarf lassen sich ABS, Traktionskontrolle und die anderen Features des Elektronikpakets aber auch abschalten: Dies erfolgt über ein Bedienelement mit vier Tasten am linken Lenkerende.

Gewohnt polarisierenden

Dass die Super Duke R auch von weitem als KTM erkannt wird, liegt am gewohnt polarisierenden Kiska-Design, dem die österreichischen Produkte auch ihr „orangenes“ Image verdanken. Der charakteristische Gitterrohrrahmen in Orange, die kantige Linie und die neue Einarmschwinge prägen die moderne Silhouette. Das Antlitz selbst wird von zwölf um den Scheinwerfer[foto id=“487055″ size=“small“ position=“left“] gruppierten Leuchtdioden dominiert, die als Tagfahrlicht dienen. Bei schlechten Lichtverhältnissen schaltet ein Sensor automatisch auf Abblendlicht, lediglich das Fernlicht ist manuell bedienbar. Auch die Beleuchtung der LCD-Instrumente – übrigens die gleichen wie in der Groß-Enduro Adventure 1190 – ist sensorgesteuert.

Fazit

Mit zahlreichen Zubehörteilen lässt sich der Charakter der Super Duke R verändern: etwa mit maßgeschneiderten Seiten- und Hecktaschen sowie einem Tankrucksack in Richtung Reise-Maschine. Oder per Akrapovic-Auspuffanlage für 9 kW/12 PS mehr und bissigerem Mapping in eine Rennmaschine. Dem Serienexemplar beschert seine ausgezeichnete Fahrdynamik ein breites Einsatzgebiet von der Stadt über die Landstraße bis zur Rennstrecke. Für ein solch potentes Drei-in-eins-Bike erscheinen die verlangten 15 495 Euro gut angelegt.

Technische Daten KTM 1290 Super Duke

Straßenmotorrad mit flüssigkeitsgekühltem
Motor:  75-Grad-Zweizylinder-Viertakt-V-Motor; vier Ventile je Zylinder
Hubraum: 1301 ccm
Bohrung x Hub: 108 x 71 mm
Leistung: 132 kW/180 PS bei 8 870/min
max. Drehmoment:  144 Nm bei 6 500/min
elektronische Kraftstoffeinspritzung; geregelter Katalysator; Sechsganggetriebe; Gitterrohr-Stahlrahmen; Upside-Down-Telegabel; Aluminium-Einarmschwinge mit Zentralfederbein; zwei Scheibenbremsen vorn, eine hinten; C-ABS; Traktionskontrolle
Reifen vorn: 120/70 ZR 17
Reifen hinten: 190/55 ZR 17
Sitzhöhe: 835 mm
Tankinhalt: 18,0 Liter
Trockengewicht: 189 kg
Preis: 15 495 Euro

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

Fahrvorstellung Mazda CX-5: Die inneren Werte zählen

Fahrvorstellung Mazda CX-5: Die inneren Werte zählen

Vorstellung BMW M5 CS: Sammlerstück mit extremer Leistung

Vorstellung BMW M5 CS: Sammlerstück mit extremer Leistung

Fahrvorstellung Audi SQ5 TDI Sportback: Diesel statt Otto

Fahrvorstellung Audi SQ5 TDI Sportback: Diesel statt Otto

zoom_photo