Le Mans: Leichtes Spiel?

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Le Mans 2011: Dindo Capello, Tom Kristensen, Allan McNish (von rechts). Bilder

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Le Mans 2011: Zur Auflockerung der Fahrerparade am Freitag. Bilder

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Le Mans 2011: Start der Fahrerparade am Freitag. Bilder

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Le Mans 2011: Viel Aufsehen erregte Mazda mit dem Siegerauto von 1991 bei der Fahrerparade. Bilder

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Le Mans 2011: Jürgen Pippig, Audi-Motorsportpresse, Dr. Wolfgang Ulrich, Audi-Motorsportchef, Ralf Jüttner vom Team Joest (von links) beim ersten Briefing. Bilder

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Le Mans 2011: Fahrerparade mit den Teams in Oldtimern. Bilder

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Der Rauch von den Grills auf dem Parkplatz hat sich verzogen. Die Mitternachtsfeuerwerke sind verklungen. Und die Messer sind gewetzt. Das wird schon beim morgendlichen Aufwärmen deutlich: Die Fahrer in Ihren Boliden schenken sich jetzt schon keinen Zentimeter mehr. Eher fliegen sie zu dritt nebeneinander durch die Kurven. Die Autos sind fertig; die Fahrer bis unter die Haarspitzen motiviert. Nach dem Qualifying stehen heute um 15.00 Uhr sechs Autos – drei Audi und drei Peugeot – in den ersten drei Startreihen für die 24 Stunden von Le Mans.

[foto id=“363121″ size=“small“ position=“left“]Gestern gab Audi-Fahrer Allan McNish bekannt: „Der Kampf wird dieses Jahr in Le Mans besonders hart werden.“ Heute nach dem Warm up treffen wir Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick oberhalb der Audi-Boxen. Er bekennt, dass ihm jetzt schon – Stunden vor dem Start – sein Puls bis zum Hals schlage. Gestern hatte er noch seelenruhig referiert, dass neue Downsizing-Reglement von Le Mans komme Audi sehr entgegen. Das neue Auto sei um ein Viertel leichter als das alte. Mit dem 3,7-Liter-Sechszylinder-Diesel sei man fast schon wieder genauso schnell wie mit dem alten Zehnzylinder TDI. Der hatte bei 5,5 Liter 600 PS anzubieten, 60 PS pro Zylinder. Der neue Sechszylinder TDI habe zwar nur 540 PS, biete aber 900 Newtonmeter Drehmoment und leiste 90 PS pro Zylinder oder 145 PS pro Liter. Le Mans nennt Dick „ein einzigartiges Labor“. Hier müsse der Motor und die gesamte Technik beweisen, dass sie schnell, standfest und effizient sei.

Ralf Jüttner, der Chef vom Joest-Team, denkt an 2010, als er daran erinnert, dass im vergangenen Jahr die Peugeot schneller waren. Audi aber über seine Zuverlässigkeit den Dreifachsieg erringen konnte. Damals sei die Strategie gewesen, einen Null-Fehler-Job abzuliefern. Jüttner: „Wir werden diesen Null-Fehler-Job auch dieses Jahr wieder brauchen.“ Wenn einer auch nur ein paar Minuten in die Garage [foto id=“363122″ size=“small“ position=“left“]muss, dann fällt er schon aus dem Kreis der Siegkandidaten heraus. Diese Aufgabe ist für alle Teams gewaltig; denn im vergangenen Jahr legten die Siegerautos bis zum Ziel am Sonntag, 15.00 Uhr, 5410 Kilometer zurück.

Audi-Rennchef Dr. Wolfgang Ulrich lässt sich natürlich vor dem Beginn des Rennens nicht dazu verleiten, uns seine Strategie zu verraten. Er spricht nur über die Faktoren, die die Vorgehensweise beim Rennen bestimmen: Wie viele Runden kann man mit einer Tankfüllung fahren? Wieviele Tankstopps kann man vorübergehen lassen, bevor die Reifen gewechselt werden müssen? Wie ist die aktuelle Traktion der Strecke? Mit dem Fahrerwechsel hat man kein Problem, obwohl der R18 zum ersten Mal wieder eine geschlossene Kabine hat. Tanken und Reifenwechsel dauerten allemal länger als der Fahrerwechsel, so Ulrich. Nach dem neuen Reglement dürfen beim Boxenstopp nur noch zwei Monteure an die Fahrzeuge.

Ulrichs Marschrichtung: „In Le Mans ist es immer wichtig, dass man mit dem, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat, zurechtkommt.“ Trotz des geringeren Gewichts des R18 rechnet er offenbar nicht mit einem leichten Spiel.

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