Mautsystem als Verkehrsmanager

Das deutsche Lkw-Mautsystem soll künftig Daten für das Verkehrsmanagement liefern. Das System sei eine Plattform für unterschiedliche Telematikanwendungen und könne erheblich mehr, als es derzeit zur Mauterhebung leiste, sagte Axel Knobe, Geschäftsführer der T-Systems Enterprise Services GmbH, auf dem 3. Deutschen Telematikforum in Berlin.
Telematik könne Erhebliches leisten, so die Teilnehmer des Forums: Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Staus von täglich 300 Millionen Euro verringern, die Sicherheit und auch den Komfort im Verkehr erhöhen. „Es ist unbestritten, dass Mobilität ein entscheidender Faktor für wirtschaftliche Entwicklung ist, im öffentlichen Bewusstsein ist dies jedoch noch nicht angekommen“, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und forderte zu einer ideologiefreien Diskussion hinsichtlich der Verkehrsträger sowie zur Kooperation zwischen öffentlicher Hand, Wissenschaft und Wirtschaft auf.
An einem einzigen Tag bewegen sich bis zu 55 Millionen Autos auf deutschen Straßen, hinzukommen über 2,5 Millionen Lastwagen und der Transitverkehr. „Und es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Verkehrsteilnehmer auch in den kommenden Jahren stärker steigen wird als das Verkehrsnetz ausgebaut wird“, so Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. „Zwar haben die Deutschen eines der dichtesten Autobahn-, Schienen- und Wasserstraßennetze aller großen EU-Staaten. Doch mit der EU-Osterweiterung und dem Wirtschaftswachstum in den neuen EU-Ländern steigt der Druck auf dieses Netz immer weiter an.“
Die Verkehrssicherheit und die Effizienz im Straßenverkehr soll unter anderem mit der Kommunikation zwischen den einzelnen Fahrzeugen verbessert werden. Daran arbeiten derzeit verschiedene Automobilhersteller. Bonn: „Pauschale Verkehrslenkung verschiebt das Problem in der Regel von der einen Straße auf die nächste. Intelligente Verkehrssteuerung hingegen hat das Potenzial, das Problem wirklich zu lösen.“
Bisher existieren nur Insellösungen: ob der soeben gestartete „Ruhrpilot“ oder das geplante „Staufreies Hessen 2015“ oder die Datensammlung via Car-Floating-Data per Taxi-Flotte für das Verkehrsmanagement in Berlin. „Es kommt nun darauf an, vorhandene Informationen so aufzubereiten, dass sie einen zusätzlichen Nutzen für den Fahrer bringen“, so Opel-Chef Hans Demant. „Dabei liegt die Lösung darin, vorhandene autonome Funktionen intelligent miteinander zu vernetzen.“ Bei der Vernetzung wollen die Veranstalter auch weiter vorankommen: Zum 4. Deutschen Telematikforum im nächsten Jahr soll der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit an Bord geholt werden. Helga Bodenstab/mid
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