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Mazda5: Eine Bereicherung für die Kompakt-Van-Klasse

Denn selbst neben der Mercedes-Benz B-Klasse und dem Opel Zafira macht der Mazda5 eine gute Figur. Auch wenn der dritte im Bunde die beiden anderen um einige Zentimeter überragt, hält er sich bei den Preisen eher zurück. Das einfachste Modell liegt knapp unter 20 000 Euro, der Spitzentyp knapp über 26 000 Euro.
Mazda 5 Foto: UnitedPictures
Mag es an den 23 Zentimetern liegen, die er mit einer Gesamtlänge von 4,50 Metern die B-Klasse übertrifft oder an den nur zwei Zentimeter, die er mit 1,62 Höhe mehr als der Opel Zafira misst – der Mazda5 wirkt deutlich gestreckter, aber sogar kleiner als die beiden anderen. Es ist wohl dem Einsatz der europäischen Mazda-Designer in Eschborn zu verdanken, dass dieser Eindruck durch eine dynamische, klare Linienführung der Karosse unterstrichen wird. Der Mazda5 passt hier her.
An diesem Eindruck ändert sich nichts, wenn man sich mit seinem Fahrverhalten befasst. Auch das ist europäisch sportlich und dennoch ausgewogen bis komfortabel. Man nimmt dankbar zur Kenntnis, dass Mazda sich heute im Ford-Baukasten bedienen kann. Focus und C-Max lassen grüßen.
Dieser positive Eindruck beim Fahren wird für den Fahrer durch seinen Arbeitsplatz unterstrichen. Die Lenkung zeigt sich bei den großen Rädern (16 Zoll) in der Mittellage zwar als ein wenig indifferent, aber beim Einlenken arbeitet sie präzise. Der Wendekreis ist für ein Auto dieses Formats erfreulich klein. Die Schaltung ragt etwas erhöht aus der Mittelkonsole. Sie hat sportlich kurze Wege und lässt sich leicht schalten. Die Armaturen sind gut ablesbar, und die Bedienung der Funktionen erklärt sich fast von selbst. Insgesamt lässt sich festhalten, dass bei der Gestaltung des Innenraums die komplette Funktion wichtiger war als die Auswahl der Materialien.
Die Navigation meldet sich über ein großes Farbdisplay, das aus dem Armaturenbrett hochklappt und deswegen gut im Blickfeld des Fahrers liegt. Die Bedienung der Navigation wurde allerdings so tief auf der Mittelkonsole platziert, dass es sich in jedem Fall empfiehlt, sie nur im Stand zu bedienen.
Seinen besonderen Reiz zieht der Mazda5 aus der Vielzahl der Möglichkeiten für die Nutzung seines Innenraums. Von einem bis zu sieben Sitzen ist alles möglich. Dabei erklärt sich der Umbau quasi von selbst. Es ist jeweils nur ein Handgriff pro Sitz nötig, um den Umbau mit wenig Kraft durchzuführen. Für die zweite Sitzreihe gibt es allein vier Varianten: drei Sitze, zwei Sitze mit Mitteltisch, zwei Sitze mit Ladebox oder zwei Sitze mit viel Platz dazwischen.
Die dritte Reihe lässt auch für Knie und Kopf erstaunlich viel Platz. Kein Wunder, dass sich Mazda bei diesem Raumangebot entschlossen hat, den Mazda MPV einzustellen. Der Mazda5 kann es ebenso gut, zumal man mit Schiebtüren rechts und links und einer wirksamen Einstieghilfe (Easy Entry) die dritte Reihe gut erreichen kann.
Als Siebensitzer bietet der Mazda5 allerdings nur noch einen kleinen Kofferraum, der sich aber unter Verzicht auf Sitzmöglichkeiten auf bis zu 1566 Liter vergrößern lässt. Die Zuladung von 620 Kilogramm passt zu den Möglichkeiten des Mazda5.
Seine Premiere im Markt absolviert der Mazda5 mit zwei Vierzylinder-Benzinmotoren, einer mit 1,8 Liter Hubraum und 85 kW (115 PS) bei 5300 Umdrehungen pro Minute (U/min) und einem maximalen Drehmoment von 165 Newtonmeter (Nm) bei 4000 U/min und ein 2,0 Liter-Motor mit 107 kW (145 PS) bei 6000 U/min und einem maximalen Drehmoment von 185 Nm bei 4500 U/min.
Beide Motoren wollen also Drehzahl sehen, um den Mazda5 mit Hilfe des 5-Gang-Getriebes anständig bewegen zu können (Eine Automatik wird nicht angeboten). Der 1,8 Liter schafft in der Spitze 182 km/h und erreicht die 100-km/h-Marke nach 11,4 Sekunden. Der 2,0 Liter braucht dafür 10,8 Sekunden und erreicht 196 km/h. Für den Verbrauch gibt Mazda Werte um die 8 Liter Super auf 100 km an.
Rund einen Liter Kraftstoff weniger pro 100 km sollen die beiden Diesel-Motoren benötigen, die ab September zur Verfügung stehen. Sie leisten 81 kW (110 PS) oder 105 kW (143 PS) und stammen aus Mazda-Produktion, also nicht aus dem Ford-PSA-Baukasten.
Für den 5 bietet Mazda drei Versionen: Comfort., Exclusive und Top. Die Preise für den Comfort mit dem kleinen Benziner beginnen bei 19 600 Euro, für den Exclusive mit kleinem Motor mit 21 300 Euro und für den Top, den es nur mit dem 2,0 Liter-Motor gibt, bei 24.200 Euro. Die Skala der Grundpreise endet heute mit 26 100 Euro für den Top mit der großen Benzin-Maschine. Außerdem gibt es noch Ausstattungspakete bis hin zu einer DVD-Navigation mit Farbdisplay und Rückfahrkamera für 2500 Euro.
Bis zum 20. Juni lockt Mazda Interessenten an der Exclusive-Variante mit einem zusätzlichen, kostenlosen Ausstattungspaket im Wert von 900 Euro. Das enthält Nebelscheinwerfer, Touring-Computer, abgedunkelte Scheiben hinten, Drei-Speichen-Lederlenkrad, 16-Zoll-Leichtmetallräder mit 205/55-Bereifung und eine Diebstahlwarnanlage mit Innenraumüberwachung. (ar/Sm)
Weitere Fotos finden Sie bei unseren Kollegen von www.unitedpictures.com
Von Peter Schwerdtmann
6. Juni 2005. Quelle: Auto-Reporter

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