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Mitfahrgelegenheit im Porsche Macan: Mehr PUV als SUV
Mitfahrgelegenheit im Porsche Macan: Mehr PUV als SUV Bilder

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Hinter das Steuer ließ uns Porsche vier Monate vor Markteinführung des Macan noch nicht. Doch auch vom Beifahrersitz aus lässt sich schon ganz gut beurteilen, was dieses Fahrzeug von anderen SUV seiner Klasse unterscheidet: Er ist ein durchtrainierter Sportler, den so leicht nichts aus der Bahn wirft. Präziser, direkter, kurvenfreudiger und dynamischer als alle seine Konkurrenten ? inklusive seines Bruders, dem Audi Q5.

Vom ihm stammt die technische Basis. Und obwohl auch der kompakte Ingolstädter nicht gerade zu den Schmuse-SUV gehört, reicht dies dem Macan längst nicht. „Wir haben an allen möglichen Stellschrauben gedreht, um das Fahrzeug Porsche-typisch auszulegen“, sagt Dr. Michael Steiner, Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug und Qualität. Die Liste der Überarbeitungen scheint unendlich. So gut wie keine Schraube ließen die Weissacher Ingenieure auf der anderen: neue Motoren, breitere Spur, tiefere Karosserie, direktere Lenkung, ein anderer Allradantrieb, eine optionale Luftfederung, breitere Räder (Mischbereifung), größere Bremsen, tiefere Sitzposition, steileres Lenkrad, anderes Cockpit. Wen wundert es da, dass Porsche ganz selbstbewusst vom „Sportwagen unter den SUV“ spricht? Man könnte den Macan auch PUV nennen, Power oder Performance Utility Vehicle.Die Runden um den abgesperrten Testparcours bestätigen dies zumindest.

Der Antritt drückt einen in die Sitze. Im Kurvengrenzbereich zeigt der Macan deutlich seine heckbetonte Auslegung. Selbst spektakuläre Drifts sind möglich. Hierzu mussten sich die Entwickler allerdings vom Quattro-Antrieb des Q5 verabschieden. Der Macan hat einen sogenannten vollvariablen Allradantrieb nach dem „Hang-on“-Prinzip erhalten. Dieser ist in der Lage, je nach Situation im Bruchteil einer Sekunden bis zu 100 Prozent des Drehmoments zur Vorder- oder Hinterachse zu schicken. Ebenso sind sämtliche Kraftverteilungen zwischen diesen Extremen möglich. Auch abseits des Asphalts lässt sich der Macan nicht lumpen. Ein Druck auf den Offroad-Schalter hebt die Karosserie um 40 Millimeter (Voraussetzung ist die Luftfederung) an und wacker wühlt sich Porsches neues Familienmitglied durchs Gelände, überwindet sogar Steigungen, wo sich mancher nicht zu Fuß hochtraut.

Einen wesentlichen Beitrag zur typischen Porsche-Performance liefern natürlich die Motoren. Top-Triebwerk ist ein 3,6-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung, 294 kW/400 PS stark und eine komplette Neuentwicklung. „Dieser Motor wird erstmals bei Porsche überhaupt eingesetzt“, sagt Aggregate-Entwickler Marco Schlüter. Das Power-Paket treibt den Macan in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und auf eine Spitzengeschwindigkeit von 266 km/h. Darunter rangiert der aus dem Panamera stammende 3,0-Liter-Biturbo-V6 mit 250 kW/340 PS. Während die beiden Benziner sicherlich in Amerika und Asien die Hauptrollen spielen werden, dürften in Europa die Kunden mehrheitlich den Diesel-V6 ankreuzen. Der 3,0-Liter-Selbstzünder stammt aus dem VW-Konzernregal, wurde aber speziell auf den Macan abgestimmt. Versprochen werden 190 kW/258 PS, 580 Newtonmeter maximales Drehmoment und ein kombinierter Normverbrauch von 6,1 Litern Diesel auf 100 Kilometern. Alle Aggregate sind mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) kombiniert.

Manch Kenner der Szene wird sich natürlich fragen, warum Porsche nicht auch den 230 kW/313 PS starken Biturbo-Diesel aus dem Audi SQ5 TDI in den Macan gepflanzt hat? „Wir wollten zum Marktstart ausschließlich mit Euro6-Motoren antreten“, sagt Carsten Klinkert, der Teamleiter fürs Energie-Management. Ob der Audi-Power-Diesel später in den Macan kommt, will er nicht ausschließen. Als sicher gilt aber, es wird Ende 2014 eine Einstiegsversion mit einem Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner geben. Dieser Motor liegt ebenso im VW-Konzern bereit und würde den Porsche sicherlich auch preislich in bezahlbarere Regionen bringen. Denn derzeit beginnt der Macan bei 57 930 Euro. Dass es dabei nie bleibt, weiß, wer die Aufpreislisten aufschlägt. 75 000 Euro bis 80 000 Euro sind schon mit den üblichen Extras wie Navigation, Leder, Panoramadach, Sitzheizung, Soundanlage und größeren Leichtmetallrädern erreicht. Dennoch glaubt Porsche, mit dem Macan ganz neue Kunden zu locken. Sogar jene, die sich vorher nie mit der Marke beschäftigt haben. Michael Specht/mid

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