Morgan

Morgan: Handgemacht.
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Sie bauen die vermutlich dienstältesten Sportwagen der Welt: die Mitarbeiter der „Factory“, wie Fans der britischen Roadster die Morgan Motor Company nennen. Dagmar und Andreas Henning haben die Produktion in Malvern Link besucht und die Fertigung der Sportwagen-Legenden in der Manufaktur fotografisch begleitet. Herausgekommen ist ein Buch, das spannende Einblicke in die Fertigung beim letzten unabhängigen Automobilbauer in Großbritannien gibt: „Morgan – Das Making of“.
In ihrer Grundkonzeption sind der 4/4 und der Plus 4, die heute noch angeboten werden und die am besten verkauften Modelle der Marke sind, seit 1936 beinahe unverändert geblieben. Servounterstützung der Lenkung, ABS, Airbags oder ESP brauchen die traditionsbewußten Fans der Marke nicht.

Etwa 50 Kilometer südwestlich von Birmingham werden die Roadster in Malvern Link immer noch in traditioneller Handwerksarbeit zusammengesetzt. Von Karrosseriebauern, Sattlern, Tischlern und Lackierern. „British craftsmanship“ eben, wie in alten Zeiten, als es das glorreiche Empire noch gab. Einige Mitarbeiter arbeiten bereits in der dritten Generation in der Manufaktur. Sie passen die Bauteile der sportlichen Fahrzeuge individuell an und arbeiten sie – bei Bedarf – höchst fachkundig nach. Das gilt für mechanische Teile ebenso wie für die Holzkomponenten des Rahmens oder die Außenhaut aus Aluminium.

Die Manufaktur erfüllt auch ausgefallene Wünsche ihrer Kunden, schließlich sind rund 40.000 Lackfarben ebenso lieferbar wie etwa 150 Lederfarben. Damit lässt sich jeder Morgan höchst individuell gestalten, vom spartanischen Threewheeler, der seit einigen Jahren wieder in Programm ist, bis zum Aero 8 oder Aero Supersports.

Einen Monat lang haben Dagmar und Andreas Hensing die Produktion in dem Komplex aus Backstein-Gebäuden begleitet, die seit mehr als einem Jahrhundert in Malvern Link stehen. Resultat des Aufenthaltes in der britischen Manufaktur ist ein Buch, das interessante Einblicke in das Traditionsunternehmen, das immer noch in Familienbesitz ist, und die handwerklich anspruchsvolle Fertigung erlaubt. Ergänzt wird das Werk, das nicht nur für Fans der Marke reizvoll ist, durch Einblicke in die Historie der „Factory“ und Kurzporträts der Mitarbeiter.

Dagmnar und Andreas Hensing: „Morgan – Das Making of“, 160 Seiten, 245 x 290 mm, ISBN 978-3-95843-153-9, Heel Verlag, Preis 39,95 Euro.

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