Motorrad: Frisch gewartet in die neue Saison
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Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken Motorradfahrer auf die Straße. Das heißt: Vor der ersten Ausfahrt gilt es, die Maschine möglichst schnell technisch in einen topfitten Zustand zu versetzen, damit keine Sonnenstunde ungenutzt verstreicht. An erster Stelle steht eine gründliche Reinigung der Maschine. So fallen Rost oder Undichtigkeiten an flüssigkeitsführenden Aggregaten am schnellsten auf. Im Fachhandel gibt es Spezialreiniger für Felgen, Chrom- und Lackteile. Aggressive Putzmittel haben an der Maschine nichts zu suchen; besonders beim Windschild aus Kunststoff sorgen scharfe Mittel im wahrsten Sinn des Wortes für Blindheit.

Die Batterie leidet am meisten durch den Stillstand des Motorrads in der kalten Jahreszeit. Darum verlangt der Akku eine Überprüfung des Flüssigkeitsstands und der Ladung. Bei zu niedrigem Flüssigkeitsstand ist die Batterie mit destilliertem Wasser aufzufüllen und anschließend zu laden. Die Kontakte an der Batterie und an der Maschine gerhören gesäubert. Die Batteriepole schützt ein spezielles Polfett vor Korrosion und Verschmutzung. Beim Einbau der Batterie beachten: zuerst den Pluspol, danach den Minuspol verbinden.

Bei den Reifen gilt, es den Luftdruck zu prüfen. Und nicht zu vergessen der kritische Blick auf den Pneu, ob poröse Stellen oder Beschädigungen zu entdecken sind. In diesem Fall heißt es: Augen zu und neue Reifen kaufen. Auch das Profil verdient besondere Beachtung. Zwar schreibt der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor; aus Sicherheitsgründen gelten aber mindestens zwei Millimeter als absolutes Minimum. Zur Profilmessung reicht eine Münze. Bei einer ins Profil gesteckten Euro-Münze darf der äußere Ring nicht mehr zu erkennen sein. Es versteht sich, dass die Profiltiefe an verschiedenen Stellen des Reifens zu prüfen ist.

Bei Motorrädern mit Kettenantrieb gehört die flexible Kraftübertragung gefettet und gespannt; Kettenrad und Ritzel benötigen eine penible Untersuchung nach Verbrauchsspuren.

Danach schließt sich eine Prüfung der Bremsbeläge an. Abgenutzte Beläge sind zu wechseln. Der Stand der Bremsflüssigkeit ist nur zwischen der Minimal- und Maximal-Markierung am Behälter optimal. Unabhängig von der Fahrleistung gehört die Bremsflüssigkeit grundsätzlich alle zwei Jahre gewechselt. Bremsflüssigkeit ist hydroskopisch. Das heißt, sie bindet im Lauf der Zeit Wasser. Dieses Wasser senkt den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit und vermindert damit die Wirksamkeit der Bremsanlage.

Auch ein Ölwechsel sowie ein neuer Ölfilter gehören zur Frühlingskur. Wer den Wechsel bei gerade stehender Maschine vornimmt, muss das Altöl umweltgerecht entsorgen. Der Verkäufer des frischen Öls ist verpflichtet, die gleiche Menge an Altöl auch wieder zurückzunehmen.

Wer für die Arbeiten an der Bremsanlage und Motor-Schmierung nicht das notwendige Fachwissen besitzt, ist bei einem Zweiradmechaniker besser aufgehoben. Zum Schluss erfolgt die Prüfung der Beleuchtung, einschließlich Blinker und Hupe.

Nach der Winterpause wissen verantwortungsbewusste Motorradfahrer um die „eingerosteten“ Reflexe bei sich. Deshalb beginnen sie die Saison mit einigen Fahrübungen, um wieder die richtige Einstellung für die Fahreigenschaften ihres Zweirads zu gewinnen. Auf einer wenig befahrenen Verkehrsstrecke hilft das Fahren im Schritttempo, um wieder ein Gefühl für die Balance zu finden. An die Schräglage gewöhnt sich der Biker wieder, indem er Kreise, Achten und Slaloms auf einer freien Fläche übt. Mehrere kraftvolle Bremsungen hintereinander regenieren das Feeling für das Bremsverhalten der Maschine.

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