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Neuvorstellung Peugeot 207 RC: Kleiner Wolf im Schafspelz
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Optisch hält sich der 207 RC, mit dem Peugeot bis auf dem im Sommer auf den Markt kommenden Kombi die Modellfamilie des neuen 207 jetzt abgeschlossen hat, fast zu dezent zurück.

17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Doppelauspuffendrohr, seidenmatt verchromte Außenspiegelgehäuse und ein recht kleiner Dachspoiler lassen nämlich nicht erkennen, dass es sich bei dem RC nicht nur um eine dynamische, sondern um eine ausgesprochen sportive Variante handelt, die jede Menge Fahrspaß bietet.

Könnte seine Klasse neu mischen

Dank des auf 175 PS (128 kW) optimierten 1,6-Liter-THP-Motors, einem straff ausgelegten Fahrwerk und einer guten Kontakt zur Straße bietenden Lenkung ist er ein mehr als ernst zunehmender neuer Mitspieler in der Klasse der sportlichen Kleinwagen und dürfte nicht nur durch die günstige Preisgestaltung für manches Kopfzerbrechen beim Wettbewerb sorgen.

Triebwerk von BMW entwickelt…

Herzstück des RC, den es in einer Basisvariante (ab 20 900 Euro) und als umfangreicher ausgestatteter RC Cup (ab 22 000 Euro) gibt, ist zweifelsohne sein zusammen mit BMW entwickeltes Triebwerk, das auch im Mini Cooper S verbaut ist. Die 7,2 Sekunden für den Sprint von Null auf 100 und die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h sind dabei schon beachtliche Werte. Bemerkenswerter ist aber der enorm drehmomentstarke Antrieb über die gesamte Bandbreite. Möglich wurde dies neben der variablen Einstellung der Einlass-Nockenwelle durch einen Twin-Scroll-Turbolader, durch den der Ladedruck bereits bei niedrigen 1000 Umdrehungen pro Minute aufgebaut wird und das berühmte Turboloch somit der Vergangenheit angehört. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter steht dann bis 5000 Umdrehungen nahezu konstant zur Verfügung, wobei durch die Overboost-Funktion, die den Ladedruck unter Volllast nochmals um 20 Nm erhöht, kritische Situationen wie überraschend knapp werdende Überholvorgänge noch besser bewältigt werden können.

Wieselschnell und sicher

Der wie sein „Normalbruder“ 4,04 Meter lange und ausschließlich als Dreitürer erhältliche RC überzeugte bei ersten Fahrten durch gute Stabilität auf der Autobahn und war selbstverständlich im Stadtverkehr in seinem Element. Seine stärksten Seiten offenbart der RC aber zweifelsohne auf kurvenreichen Strecken, die er wie auf Schienen absolviert. Unterstützung erhält der Fahrer dabei nicht nur durch das serienmäßige ESP, sondern auch durch das Steering Stability Program (SSP), das erstmals in dieser Fahrzeugklasse eingesetzt wird und durch das Zusammenwirken von ESP und elektrischer Servolenkung bei Bremsmanövern auf unterschiedlich haftendem Grund durch kontrolliertes Gegenlenken sowohl die Stabilität des Autos als auch die Bremswirkung um bis zu zehn Prozent verbessert. Wer zu ausgiebig der Kurvenhatz frönt, sollte sich allerdings nicht wundern, dass der angegebene Verbrauch von lediglich 7,2 Liter Superbenzin nur ein theoretischer Wert bleibt. Die von uns bei zügiger, aber umsichtiger Fahrweise konsumierten knapp acht Litern aber zeigen, dass die Peugeot-Motoren-Techniker ihre Schulaufgaben gemacht haben. Übrigens auch beim CO2-Ausstoß – denn der konnte gegenüber dem nahezu gleichstarken 206 RC um 16 Prozent auf 171 g/km gesenkt werden.

Modellvarianten

Die Basisversion RC, die nach Peugeot-Angaben ausstattungsbereinigt um zehn bis 20 Prozent preisgünstiger als die Angebote der Wettbewerber ist, verfügt mit sechs Airbags, Bremsassistent, ESP, Klimaanlage, Sitzheizung in den beiden vorderen Sitzen, Audio-Anlage mit CD-Player, elektrische Fensterheber vorn, Nebelscheinwerfer und Bordcomputer bereits über eine umfangreiche Sicherheits- und Komfort-Ausstattung. Der „Cup“ bietet zusätzlich u.a. eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Regensensor, Einparkhilfe hinten, Geschwindigkeitsregelanlage mit Begrenzer sowie Kurvenlicht und Reifendrucksensoren, so dass optionale Wünsche sich im Prinzip auf das Glasdach, ein JBL-Soundsystem und dem Navigations-Telematiksystem RT3 einschließlich der integrierten Notruffunktion beschränken.

Fazit

350 Einheiten will Peugeot in diesem Jahr in Deutschland verkaufen, so dass der „Kleine Wolf im Schafspelz“ nicht allzu viel zum Stückzahlerfolg des neuen 207 beitragen wird. Soll er aber auch gar nicht. Seine Hauptaufgabe ist es, für noch mehr Image zu sorgen, damit insgesamt das angestrebte Verkaufsziel von 53 000 Fahrzeugen bei uns erreicht wird. Und diese Aufgabe sollte der RC auf jeden Fall erfüllen können.

(ar/hhg)

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