Österreich bekommt die erste landesweite Verkehrsauskunft
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Großräumiges, öffentliches Auskunfts- und -Informationssystem für den gesamten Verkehr eines ganzen Landes – diese Vision verfolgen Verkehrsexperten in Österreich. Auf dem ITS Weltkongress in Wien wurde das zukunftsweisende Projekt Verkehrsauskunft Österreich (VAO) im Oktober erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Technologien der Softwareanbieter PTV Group und Hacon kommen dabei zum Einsatz. Im späten Frühjahr 2013 soll VAO in Betrieb gehen.

Der Wunschtraum eines Verkehrsexperten ist, ein gemeinsames Verkehrsnetz darzustellen, das alle Verkehrsträger abbildet und übergreifend von existierenden Zuständigkeiten und über Ländergrenzen hinweg genutzt werden kann. Dieser Ansatz wird jetzt mit dem Projekt Verkehrsauskunft Österreich (VAO) in Österreich umgesetzt. Im Juli 2012 machten der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG, die Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Verkehrsverbund-Organisationsgesellschaften ARGE ÖVV, ITS Vienna Region, ÖAMTC, die Ö3 Verkehrsredaktion, die Stadt Graz, BMI und acht Bundesländer inklusive der Unterbehörden gemeinsame Sache und gaben das Projekt in Auftrag.

Herzstück ist eine öffentliche Datenbasis: die Graphenintegrations-Plattform (GIP). Deren Inhalte in Teilnetzen werden von den verschiedenen Partnern gepflegt. Durch ein intelligentes Konzept entsteht so auf einfache Weise ein gemeinsames, übergreifendes Verkehrsnetz, das die jeweils zuständige Behörde in gesicherter Qualität aktuell hält. Ob Straßennetz, Fahrwege des öffentlichen Verkehrs, Parkplätze oder Radwege – so finden alle Informationen übergreifend den Weg in die neue Informationsplattform.

„Erstmals entsteht so eine übergreifende Datenbasis, die schließlich eine intermodale hochqualitative Verkehrsauskunft für ganz Österreich – von der Autobahn über Öffentlichen Verkehr bis zum kleinsten Rad- oder Fußweg – möglich macht“, bringt Ing. Mag. Bernd Datler, Geschäftsführer der mit der Projektleitung betrauten ASFINAG Maut Service GmbH, den Nutzen für alle Verkehrsteilnehmer auf den Punkt. Zudem werden damit die Anforderungen der EU-Richtlinie zum Aufbau einer europäischen Geodateninfrastruktur (INSPIRE) erfüllt. Ein weiterer Ländergrenzen-überschreitender Ausbau wird ermöglicht.

ITS Vienna Region ist das gemeinsame Verkehrsmanagementprojekt der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland und im Verkehrsverbund Ost-Region VOR integriert. Projektleiter Diplomingenieur Hans Fiby erläutert: „Die Umsetzung einer landesweiten Verkehrsauskunft für Österreich ist eine große Herausforderung mit einem ehrgeizigen Zeitplan. Daher haben wir für das Vorhaben auf neuester Technologie nur Anbieter beauftragt, die unseren hohen Qualitätsansprüchen auch gerecht wurden.“ Dazu zählt die deutsche PTV Group, die über ihre österreichische Niederlassung die Erstellung der Datenkonversion und die Routenservertechnologie verantwortet. Dazu gehört auch das Konzept für die Überführung der Daten aus der Graphenintegrations-Plattform in die Optima-Routing-Software, die der zur PTV-Gruppe gehörende italienische Verkehrsmanagementanbieter Sistema s.r.l. einbringt. Den Auftrag für die Integration des öffentlichen Verkehrs hat die deutsche Ingenieursfirma Hacon von der ARGE ÖVV erhalten.

Die Finanzierung von VAO wurde erst durch den Klima- und Energiefonds KLIEN möglich, der sich für Klima, Energie und Nachhaltigkeit in Österreich einsetzt und das Projekt zu 50 Prozent fördert. Weitere Informationen bei www.Verkehrsauskunft.at und www.Klimafonds.gv.at.

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