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Opel Astra OPC – Ganz schön böse
Opel Astra OPC - Ganz schön böse Bilder

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Das Kraftwerk: 2,0-Liter Turbobenziner, 203 kW/280 PS Bilder

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Auf Knopfdruck (OPC-Taste) wandeln die Instrumente ihre Farbe Bilder

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Passend zum Lack abgestimmte Kontrastnähte unterstreichen die Sportlichkeit Bilder

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Bei 250 km/h regelt die Elektronik die Höchstgeschwindigkeit ein Bilder

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n glatten sechs Sekunden sprintet der Kompaktsportler aus dem Stand auf 100 km/h Bilder

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Für 34.250 Euro bietet der schnellste Astra aller Zeiten jede Menge Sportwagenfeeling Bilder

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Der Zweitürer klingt richtig böse und einmal in Fahrt faucht der turbogeladene und 206 kW/280 PS starke Vierzylinder Bilder

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Der jüngste Spross der Rüsselsheimer Sportabteilung wirkt mit breitem Schlund Bilder

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Ganz schön böse Bilder

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Es ist nicht so, dass der Opel Astra OPC ein besonders dezentes Auto wäre. Im Gegenteil: Der jüngste Spross der Rüsselsheimer Sportabteilung wirkt mit breitem Schlund, großen 19-Zoll-Rädern und seinem Heckspoiler schon optisch eher krawallig.

Am auffälligsten ist aber der Sound. Ein tiefes Grollen macht schon beim Start in der Tiefgarage klar, dass es sich hier nicht um einen sonderlich braven Ableger des Allerwelts-Astras handelt. Der Zweitürer klingt richtig böse und einmal in Fahrt faucht der turbogeladene und 206 kW/280 PS starke Vierzylinder wie seine [foto id=“423655″ size=“small“ position=“left“]rennerprobten Verwandten aus früheren DTM-Tagen der Opelaner. Für 34.250 Euro bietet der schnellste Astra aller Zeiten jede Menge Sportwagenfeeling und auch Fahrleistungen, die durchaus nürburgringtauglich sind.

In glatten sechs Sekunden sprintet der Kompaktsportler aus dem Stand auf 100 km/h. Bei 250 km/h regelt die Elektronik die Höchstgeschwindigkeit ein. Für vehementen Durchzug sorgen 400 Newtonmeter, die ab 2.450 Touren bereitstehen und ihre Kraft bis 4.500 Umdrehungen unvermindert an die Vorderachse weiterleiten. Für die richtige Übersetzung muss der Fahrer selbst sorgen. Opel bietet dazu sechs manuell auszuwählende Gänge an. Auf Landstraßen genügten die Fahrstufen drei und vier für jede Menge Spaß.

Den kann man noch steigern, wenn man aus niedrigem Tempo den zweiten Gang ausdreht. Dann zerren die Antriebskräfte zwar mächtig an der Vorderachse, das Brazzeln aus den Endtöpfen und das Luftholen des Laders entschädigen jedoch für diese kleinen Unexaktheiten am Steuer, die nun mal nicht ausbleiben können, wenn die Reifen Richtungswahl und maximalen Vortrieb auf einmal regeln sollen. Wobei das in diesem Fall Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Die Techniker um OPC-Chef Volker Stryzeck haben ganze Arbeit geleistet, was Abstimmung und Entwicklung des Fahrwerks angeht. Der Astra ist schon von Haus aus [foto id=“423656″ size=“small“ position=“left“]ein agiles Auto. In der Sportversion zeigt er sich nochmals verbessert. Das Fahrwerk wurde komplett neu entwickelt und auf der Nordschleife des Nürburgrings abgestimmt. Dort dürfte der Astra OPC auch jede Menge Spaß machen und unter den Protagonisten sonntäglicher Ring-Fahrten jede Menge Freunde finden.

Interieur

Auf diese Zielgruppe ist auch das Interieur ausgerichtet. Passend zum Lack abgestimmte Kontrastnähte unterstreichen die Sportlichkeit und auf Knopfdruck (OPC-Taste) wandeln die Instrumente ihre Farbe. Statt in unschuldigem Weiß leuchten die Skalen dann in bösem Rot. Zur recht umfangreichen Ausstattung zählen unter anderem Zweizonen-Klimaautomatik [foto id=“423657″ size=“small“ position=“right“]und Navigationssystem.

Alltagseinsatz

Für den Alltagseinsatz ist der Astra OPC vielleicht eine Spur zu viel auf Performance getrimmt. Der Turbomotor klingt schön und kernig, aber er klingt eben auch immer so. Auch bei Autobahnrichtgeschwindigkeit bleibt der Vierzylinder akustisch stets präsent. Und die eigens für den OPC entwickelten Sportsitze sind zwar rückenschonend, aber eben doch sehr sportlich und für den Alltag eine Spur zu eng. Die Rennfahrer, die als Vorbild bei der Anpassung dienen, scheinen in der Regel eher kürzere Beine zu haben.

Im Alltag dürfte auch der Verbrauch ein wenig niedriger ausfallen als auf unserer Testfahrt. Opel gibt einen Normwert von 8,1 Litern an (CO2: 189 g/km). Das ist im Wettbewerbsumfeld der Sportversionen von Golf, Focus oder Mégane in Ordnung. Aber schon bei normaler Landstraßenfahrt im Rahmen der Straßenverkehrsordnung zeigt der Bordcomputer Werte über 10 Liter an. Im Spaßmodus sind es locker über [foto id=“423658″ size=“small“ position=“left“]13. Allerdings teilt sich der Astra OPC auch diese Schwäche mit anderen relativ starken, aber eher kleinen Turbomotoren.

Fazit

Opel hat seit 1999 bislang 65.000 OPC-Modelle verkauft. Ein gutes Drittel davon entfiel auf die bisherigen Astra OPC. Der neue dürfte dieses Verhältnis weiter steigern, bietet er doch deutlich mehr Leistung und ein nochmals verbessertes Fahrwerk. Allerdings erwarten die Rüsselsheimer auch einen ordentlichen OPC-Zuschlag, Wettbewerbsmodelle wie der Renault Mégane in Sportausführung und auch der neue Focus ST sind günstiger. Auf der anderen Seite hält er allerdings einen Respektabstand zu den schnellen Produkten der Premiumanbieter. Den Fans der Marke wird es Recht sein.

Datenblatt: Opel Astra OPC

Dreitüriges, fünfsitziges Coupé der Kompaktklasse
Länge/Breite/Höhe: 4,46 Meter/1,84 Meter/1,48 Meter
Radstand: 2,69 Meter
Kofferraumvolumen: 380 -1.165 Liter
   
Antrieb: 2,0-Liter Turbobenziner, 203 kW/280 PS
max. Drehmoment: 400 Nm bei 2.500 – 4.500 U/min
0-100 km/h: 6,0 s
Vmax: 250 km/h
Durchschnittsverbrauch: 8,1 Liter
CO2-Ausstoß: 189 g/km
Effizienzklasse: E
   
Preis: ab 34.250 Euro

Kurzcharakteristik: Opel Astra OPC

Alternative zu: Golf R, Ford Focus ST und einem gebrauchten Porsche Cayman
Passt zu: Opel-Fans mit Nürburgringambitionen
Sieht gut aus: in rot und blau und auf der Zielgeraden

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