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Panorama: Nissan GT Academy – Wo Rennfahrer ausgebrütet werden
Panorama: Nissan GT Academy - Wo Rennfahrer ausgebrütet werden Bilder

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Smudo und Sabine Nick gehen die Pläne durch Bilder

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Dem Gewinner winkt ein eine dreimonatige Ausbildung zum Motorsportler mit Lizenz in Silverstone und einem Rennen Bilder

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Aus dem dreckigen Dutzend der ersten Schlammschlacht würde einer schließlich den großen Preis der GT Academy gewinnen Bilder

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Zum ersten Mal gab es diesmal auch ein deutsches Race Camp in Silverstone Bilder

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Beim Kart-Rennen geht es eng zu Bilder

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Seit nunmehr vier Jahren werden international die besten Computerspieler ausgewählt, Bilder

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Heiß geht es beim Stock-Car-Rennen her Bilder

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Wo Rennfahrer ausgebrütet werden Bilder

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Ganz so dürften sich die 12 jungen Deutschen, die es bis zum Finale auf der britischen Rennstrecke Silverstone geschafft hatten, das wohl nicht vorgestellt haben. Erst noch standesgemäß wie ihre Motorsportidole per Hubschrauber eingeflogen, um dann am nächsten Morgen um 5.30 Uhr unsanft von einem Soldaten der britischen Eliteeinheit SAS geweckt und in einen extremen Schlammparcours geschickt zu werden.

Solche Dschungelcamp-Einlagen waren seinerzeit bestimmt nicht Teil des Ausbildungsprogramms von Michael Schumacher oder Jackie Stewart. Aber bei der GT Academy, einem gemeinsamen Projekt von Nissan und Sony, schlägt die Suche nach Motorsporttalenten konsequent einen anderen Weg ein: von der virtuellen Spielsituation über Schikanen zur [foto id=“431004″ size=“small“ position=“left“]echten Rennstrecke.

Seit nunmehr vier Jahren werden international die besten Computerspieler ausgewählt, die sich dann auch in Ausbildungseinheiten auf Asphalt bewähren müssen. Zum ersten Mal gab es diesmal auch ein deutsches Race Camp in Silverstone. Während knapp 100 Kilometer südlich die Jugend der Welt um olympische Medaillen kämpfte, hofften 12 höchst unterschiedliche junge Männer aus allen Teilen Deutschlands darauf, sich ihren Lebenstraum zu erfüllen. 96.000 hatten sich beworben, sie haben es bis hierher geschafft. Und wie in London gab es anschließend vermeintliche Siegertypen, verpasste Chancen, Tränen der Enttäuschung und unfassbares Glück. Denn wie bei jeder anderen Finalserie mussten nach und nach gescheiterte Rennfahreraspiranten ihre Koffer packen. Aus dem dreckigen Dutzend der ersten Schlammschlacht würde einer schließlich den großen Preis der GT Academy gewinnen: eine dreimonatige Ausbildung zum Motorsportler mit Lizenz in Silverstone und die Teilnahme am Langstreckenrennen von Abu Dhabi im Januar 2013.[foto id=“431005″ size=“small“ position=“left“]

Nissan und Sony suchen den Superstar?

Die anfängliche Skepsis der Motorsportgemeinde ist dem Staunen gewichen. Aus einem schlaksigen Jungen, der virtuos das Playstation-Spiel Gran Turismo beherrscht, kann tatsächlich ein durchtrainierter Motorsportler werden, der ebenso meisterlich durch die Kurven driftet. Einer wie Jann Mardenborough, der letztes Jahr gewann und seitdem mit großem Erfolg in einem Nissan GT-R GT3 in der Blancpain Endurance-Serie unterwegs ist. Der freundliche 20jährige, der glatt als jüngerer Bruder von Formel Eins-Star Lewis Hamilton durchgehen könnte, wurde gerade zum besten Nachwuchsfahrer Großbritanniens gekürt. „Meine Familie hat wenig Geld und keine Kontakte zur Szene – nie hätte ich mir diese Ausbildung leisten können.“ Der [foto id=“431006″ size=“small“ position=“right“]Silverstone-Lehrgang kostet immerhin gut 500.000 Euro. Anfänglich war der Speed-Lehrling tatsächlich besorgt, ob er als Computerspieler von den Rennprofis akzeptiert werden würde. „Toll, wie sie mich aufgenommen haben.“

Auch die Rennfahrerin Sabine Schmitz, die unter Anderem zweimal die 24 Stunden auf dem Nürburgring gewann, zieht den Helm vor den virtuellen Cracks. „Ehrlich, das hätte ich nicht gedacht, dass dieses Spiel so gut auf die Wirklichkeit vorbereitet.“ Zusammen mit Nick Heidfeld und Smudo von den rappenden Fantastischen Vier bildete sie das Juroren-Trio, das kritisch die Lernkurve in der Brutstätte von Silverstone begleitete. „Sie bringen gute Reaktionszeiten mit sowie den Umgang mit Hochgeschwindigkeiten.“ Keiner der Finalisten saß vorher am Steuer von PS-Geschossen wie Nissans 370Z und GT-R im Renntrim mit Käfig. „Uns interessiert, ob sie zuhören können, die Vorgaben der Instruktoren umsetzen und sich verbessern.“ Talent setzt sich durch, auch hier.

Das Race Camp wirkte wie eine Motorsport-Jugendherberge mit gemeinschaftlichem Schlafraum und Spinden. Jeder Finalist erhielt zum Auftakt einen kompletten Rennoutfit – Grand Prix-Feeling pur in Schwarz mit Aufnähern. Mit ernster Miene folgten sie jeweils den Analysen der Juroren, auf Tuchfühlung mit echten Rennfahrern und einem rennbegeisterten Rapstar.[foto id=“431007″ size=“small“ position=“left“]

Wie macht man die Anlagen zum Motorsportler sichtbar?

  Zum Beispiel durch Teamgeistbildung im Schlamm, das Gefühl für die ideale Rennlinie und wie man optimal und zeitsparend bremst, schaltet und Kurven anfährt in Karts und Sportwagen. Aber die Schöpfer der GT Academy hatten für das Team noch ein paar lehrreiche Schikanen auf Lager. So wurden sie von Nick Heidfeld am Steuer eines Juke-R gejagt und mussten den Paintball-Attacken der Bordkanone von Smudo entwischen. Ein anderes Mal sollte jeweils ein Hoffnungsträger Instruktoren überholen. Eine Nachtfahrt mit dem ElektroLeaf auf der unbeleuchteten Rennstrecke stand genauso auf dem Plan wie ein uramerikanisches Stock Car-Rennen mit Blechkontakt. Aber diese Lernkurven mit Spaßfaktor wurden wohl von einem Härtetest getoppt. Dog Fight nennen die Engländer den Luftkampf zwischen zwei Flugzeugen. Die Finalisten tauschten den [foto id=“431008″ size=“small“ position=“right“]schicken schwarzen Rennanzug gegen den grünen Fliegeroverall und bestiegen die kleinen Maschinen, die von Kunstfliegern pilotiert wurden. Wie viel Luftakrobatik und simulierte Manöver hält ein potenzieller Rennfahrer aus?

Nick Sepec war nicht der einzige der buchstäblich mit weißem Gesicht und zitternd wieder festen Boden betrat. „Für mich sind das hier Grenzerfahrungen, aber ich lerne und erfahre so viel.“ Seit seiner Jugend fährt der hochaufgeschossene 19jährige Student Autorennen am Computer. Träumt er von der Formel Eins-Karriere? „Nein, interessiert mich gar nicht. Mich fasziniert die Herausforderung der Langstrecke.“ Der Nimbus von Le Mans übt offenbar auch auf die Playstation-Generation eine große Kraft aus. Ausdauer, Konzentration, Reflexe, ein Gefühl für Fahrphysik und Rennmaschinen zeichnen den Berufsstand des Motorsportlers aus. Heute gehört der Umgang mit den Medien ebenso dazu. Die GT Academy wurde nämlich von einem dauerpräsenten TV-Team von RTL begleitet, das den Grand Prix der Finalisten quasi als Doku-Soap aufgezeichnet hat. In den schlimmsten und besten Momenten können Formel1-Zuschauer die Nachwuchsförderung der Academy bis zum Saisonfinale im November mitverfolgen.

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