Peugeot 308 GTi

Test Peugeot 308 GTi: Kraft und Understatement

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Ein besonders intensives Fahrgefühl verspricht Peugeot für den neuen 308 GTi, der am 12. November für 34.950 Euro zu den Händlern kommt. Die Löwenmarke kündigt den Kompakt-Sportler vollmundig als ultimative Fahrmaschine an. Bei einer ersten Ausfahrt fühlten wir ihm auf den Zahn. Hat Peugeot Sport seine Aufgaben gut gemacht? Das Leistungsgewicht des Power-308 von 4,46 kg/ PS jedenfalls klingt schon einmal vielversprechend. 200 kW/272 PS quetscht der Vierzylinder des GTi aus 1,6 Litern Hubraum. Ein Torsen-Differential mit 35 Prozent Sperrwirkung soll helfen, davon möglichst viel auf die Straße bringen. Das funktioniert nach ersten Eindrücken gut. Der 308 GTi steht in der langen Tradition sportlicher Peugeot-Modelle, vom legendären 205 GTi über den 405 Mi16 und den 208 GTi bis zum RCZ-R. Nun also 308 GTi, der mit 19 Zoll-Felgen, rot lackierten Vierkolben-Bremssätteln vorn und riesigen Bremsscheiben mit 380 Millimetern Durchmesser antritt. Das unaufdringliche, kompakte Äußere wirkt stilsicher. Spoiler und Schweller sind dezent und weit weg von pubertärem Krawall-Look. So kann der 308 GTi auch im Alltag unauffällig auftreten. Ein Wolf im Schafspelz also. Der relativ steile Heckabschluss verspricht einen geräumigen Innenraum. Und tatsächlich: Auf der Rückbank gibt es zwar nicht üppig, aber doch ausreichend Platz. Der Gepäckraum fasst üppig bemessene 470 Liter, womit der 308 durchaus alltagstauglich ist. Einschränkungen ergeben sich jedoch daraus, dass die Karosserie gegenüber anderen 308ern um elf Millimeter tiefer gelegt ist. Voll-LED-Scheinwerfer flankieren das schwarze Gitternetz des Kühlergrills, der darunterliegende vergrößerte Lufteinlass stellt die notwendige Kühlung des leistungsstarken Motors sicher. Hinter dem Kühlergrill lauert der Ladeluftkühler zur angemessenen Beatmung des Turbos. Die mit Leder und Alcantara bezogenen Schalensitze vorn "umarmen" die Passagiere nach dem Einstieg ohne einzuengen. Im dunkel gehaltenen Interieur gibt es zahlreiche rote Kontrastelemente. Nach einem kurzen Druck auf den Starterknopf erwacht der Motor spontan und meldet sich mit zurückhaltendem Sound. Fußstütze, Pedale und Schaltknauf glänzen in Aluminium. Das kleine Lederlenkrad liegt gut zur Hand. Ein Druck auf den "Sport"-Knopf ändert die Instrumenten-Beleuchtung von Weiß auf Rot. Das Zentral-Instrument zeigt dann Leistung, Drehmoment, Ladedruck sowie Quer- und Längsbeschleunigungswerte an. Der nur für die Insassen nun kernigere Motorsound schärft die Sinne und die Fahrpedal-Kennlinie arbeitet noch sportlicher. Überflüssige Pfunde ließ der 308 GTi schon im Werk liegen, etwa durch den Einsatz von hochfestem Stahl, Querlenkern aus Aluminium oder der Heckklappe aus Verbundwerkstoff. Eine gute Voraussetzung für eine satte Portion Fahrspaß. Und der beginnt auf den ersten Metern. Sanft setzt sich der Wagen in Bewegung. Doch schon bei knapp 2.000/min zupft es einmal kurz in der Lenkung und der kompakte Franzose marschiert nachdrücklich voran. Der Drehzahlmesser klettert schnell bis zum roten Bereich. Nach gut 25 Sekunden ist bereits der erste Kilometer zurückgelegt. Die Alukolben des Motors sausen auf und ab, beflügelt vom Twin-Scroll Turbolader. 2,5 bar Ladedruck sorgen für Dampf. Das Sechsgang-Schaltgetriebe haben die Ingenieure mit Verstärkungen an die hohe Leistung angepasst. Die Gänge lassen sich spielerisch leicht wechseln. Peugeot gibt für den Spurt von 0 bis 100 km/h einen Wert von glaubhaften sechs Sekunden an. Schon bei 1.900 /min liegt das maximale Drehmoment von 330 Nm an, bis 5.500 /min bleibt der Wert auf einem Plateau. Der Motor jubelt bis 6.500 /min hoch, bevor der Begrenzer dem Treiben Einhalt gebietet. Dabei wird es nie laut im Wagen. Auch auf künstlich erzeugte Fehlzündungen kann der gepflegte Franzose verzichten und untermauert damit sein Understatement im Auftritt. Und bescheiden gibt er sich auch beim Verbrauch: Mit 6,0 Litern pro 100 km laut Norm soll der sportliche Kompakte auskommen. Schon fliegt der Wagen auf die erste scharfe Kurve zu: Die innenbelüfteten Scheiben der Bremsanlage werden von den Festsätteln in die Zange genommen und verzögern den Wagen heftig; die Insassen hängen in den Gurten. Fading ist auch nach mehreren scharfen Manövern nicht spürbar. Präzise lenkt der 308 GTi ein und folgt dem eingeschlagenen Kurs. Die elektrische Servolenkung liefert ausreichend Rückmeldung und setzt die Lenkbewegungen des Fahrers präzise um, wirkt aber etwas spitz und muss daher konzentriert bedient werden. Über dem kleinen, unten abgeflachten Lenkrad liegen Tacho und Drehzahlmesser gut im Blick. Die Regelsysteme greifen weder zu früh noch zu abrupt ein, wenn die fahrdynamische Grenze erreicht wird. Beim Herausbeschleunigen aus der Kurve macht sich das ins Getriebe integrierte Torsen-Sperrdifferential positiv bemerkbar, es begrenzt den Schlupf und leitet mehr Drehmoment an das Rad mit dem besseren Grip. So kann der Fahrer früh wieder beschleunigen. Übermütige oder sehr versierte Fahrer können das ESP übrigens auch komplett ausschalten, doch selbst mit Regeleingriff sind leichte Drifts möglich. Schneller als die Polizei erlaubt geht es auch damit allemal. Bei 250 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Insgesamt wirkt der 308 GTi sehr...

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