„Positives Umfeld“: Michelin sieht Wachstum im Winterreifengeschäft
Michelin-Mitarbeiter Tod Kanyon prüft den neuen Alpin 5. Bilder

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Michelin-Mitarbeiter Benjamin Banitz weiß, wie es geht: Auch ein richtiger Reifenwechsel will gelernt sein. Bilder

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Michelin-Mitarbeiter Matthias Meyer demonstriert, wie Reifen vor dem Aufziehen richtig vorbereitet werden. Bilder

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So sieht das Profil des neuen Alpin-5-Winterreifens von Michelin aus. Bilder

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Stellten den neuen Winterreifen vor: (von links) Pierre Ehnis, Mark Wallenwein und Michael Küster von Michelin. Bilder

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Engelskirchen – Alle Jahre wieder rechtzeitig vor dem letzten Wechsel der Jahreszeiten bereiten sich Reifenhersteller aufs Wintergeschäft vor, geben Einschätzungen, was sie erwarten, welche Trends sie sehen. Beispiel Michelin jetzt bei seiner Regionaltour in Engelskirchen bei Köln.

Steigende Pkw-Neuzulassungen

Die Franzosen, die ihrer Deutschland-Zentrale in Karlsruhe haben, gehen bei den Pkw-Winterreifen für 2014 von deutlich steigenden Absatzzahlen aus. Während 2013 in Deutschland fast 26 Millionen Winterreifen abgesetzt worden seien, sage der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie für das laufende Jahr bald 28 Millionen Verkäufe voraus. Der Hersteller stützt seine Erwartungen in diesem „positiven Umfeld“ darauf, dass die steigenden Pkw-Neuzulassungen in Deutschland „in aller Regel einen Winterreifenkauf nach sich ziehen“.

Auch größerer Fahrzeugbestand

Bis einschließlich Juli 2014 legten die Verkäufe den Zahlen zufolge jedenfalls um drei Prozent zu. Und Michelin erwartet für 2014 einen Gesamtabsatz von 3,06 Millionen Fahrzeugen gegenüber 2,95 Millionen im Jahr davor, was einem Absatzplus von 3,6 Prozent entspricht. Auch der Bestand an Fahrzeugen in Deutschland soll um 0,9 Prozent gegenüber 2013 zunehmen. Zum 1. Januar 2014 hat er, was Pkw in Deutschland betrifft, nahezu 44 Millionen Autos betragen, in Österreich rund 4,6 Millionen, in der Schweiz rund 4,4 Millionen.

Schon ab Werk immer größere

Unterstützt werde der Trend dadurch, dass immer mehr Hersteller schon ab Werk größere Reifen aufziehen würden, der Anteil von Pneus mit 17 Zoll und größer wachse. Michelin hat seine Angebotspalette entsprechend ausgebaut und Produkte wie den Wintersportreifen Pilot Alpin PA4 und den Latitude Alpin LA2 für SUV eingeführt. Auch mit dem neuen Alpin 5 setze man auf die steigende Nachfrage. Schon in der ersten Saison bietet das Unternehmen 16 Reifen im 17-Zoll-Format an, bei der Einführung des Vorgängerreifens seien es gerade zwei gewesen.

Durch SUV immer höherwertiger

Hinzu kommt: Das SUV-Segment legt laut Michelin nach wie vor kräftig zu, womit der Bedarf nach demgemäß höherwertigeren Reifen stetig steige. Ebenfalls das erhöhte Sicherheits- und Qualitätsbewusstsein der Kunden trage zum Aufschwung im Winterreifengeschäft bei. Den Winterreifenanteil am gesamten Reifenmarkt 2014 sehen die Franzosen mit 52 Prozent weiter auf hohem Niveau. Schon heute entscheide sich jeder zweite Kunde für höherwertigere Pneus. Den Anteil von Premiumprodukten beziffert Michelin genauso auf über 50 Prozent.

Neuer Alpin 5 mit besserer Verzahnung

Mit dem Alpin 5 bringen die Franzosen einen neuen Winterreifen für Kompakt- und Mittelklasseautos auf den Markt, stufen ihn, so Michelin-Deutschland-Sprecher Michael Küster, als „gutes Beispiel für die konsequente Umsetzung unserer ‚Total Performance‘-Philosophie“ ein. Besonderheit beim Alpin 5, erläutert Technikspezialist Pierre Ehnis, ist sein laufrichtungsgebundes Profil mit Profilblöcken mit 17 Prozent höherem Negativanteil, stärkerem Verzahnungseffekt im Schnee und besserem Ableiten von Wasser durch die neu ausgerichteten seitlichen Kanäle, wodurch sich die Aquaplaning-Gefahr deutlicher verringere.

Sicherheit geht vor

Zudem, so Ehnis, weise der Reifen eine hohe Dichte an Lamellen, angeordnet in unterschiedlichen Winkeln bis zum Profilgrund, auf. Je nach Lenkradstellung könnten sich verschiedene Abschnitte der Aufstandsfläche mit dem Untergrund verzahnen, die Lamellen so in jedem Fahrzustand Grip aufbauen. Gleichzeitig breche das Profil den Wasserfilm effektiv und verbessere das Verhalten auf nasser Fahrbahn. Nachteil nur: Die Laufleistung sinkt, und zwar um fünf Prozent. Aber Sicherheit geht schließlich vor. /Fotos: Waldinger

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