Pressepräsentation Ford S-Max: Noch näher am Ideal

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Der Ford S-Max kam schon immer dem automobilen Ideal der Eier legendenWollmichsau nahe. Mit der zweiten Generation setzt der Sportvan diese Idee noch stärker um. Mit der kompletten Neuentwicklung haben die Kölner gezielt einige der bisherigen Detailschwächen eliminiert. Optisch wirkt der S-Max, der bei seiner Erstpräsentaion vor neun Jahren als Mischung aus beidem gedacht, nun stärker wie ein Kombi als ein Van. Das Design orientiert sich klar am ebenfalls in diesem Jahr neu erschienenen Mondeo. Gleichwohl bleibt das Konzept des Fahrzeugs nach dem Verschwinden des Mitsubishi Grandis weiterhin konkurrenzlos.
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Exterieur

Für den äußerlich kombihafteren Auftritt sind in erster Linie die höhere Schulterpartie mit dem schmaleren Fensterband verantwortlich. Zwei betonte Linien an den Türen strecken den Van ebenfalls optisch in die Länge. Kaum der Erwähnung wert dürfte Markenkennern inzwischen die Frontgestaltung sein. Auch der S-Max trägt natürlich den markanten trapezförmigen Kühlergrill, der bei den kleinen Modellen etwas überdimensioniert aussieht, aber spätestens am Mondeo harmonisch wirkt. Beim Sportvan passen die Proportionen noch besser.

Interieur

Ihre Hausaufgaben bestens gemacht haben die Entwickler und Ingenieure im Interieur. Das bislang viel zu große Anzeigendisplay zwischen den beiden Rundinstrumenten ist auf ein vernünftiges Maß geschrumpft. Tachometer und Drehzahlmesser präsentieren sich in gediegener Eleganz und endlich muss die Kühlwassertemperatur nicht länger in einem Untermenü des Bordcomputers ans Tageslicht gebracht werden. Einem Sportvan gut zu Gesicht steht auch die höhergelegte Mittelkonsole, die besseren Zugriff auf den Schalthebel gewährt und zudem noch mehr Platz im Ablagefach sowie tiefere Cupholder bietet. Ästheten mögen dem einen Flugzeugcockpit entlehnten Handbremshebel vermissen, die elektronische Feststellbremse schafft aber nicht nur mehr Platz, sondern ist eben auch komfortabler. Komplett erneuert wurde auch die nun besser zu bedienende Heizungs- und Lüftungsanlage, die im Vorgängermodell vor allem durch ihre recht schwache Leistung auffiel. Da wurden dann auch gleich die bisherigen und wenig wirksamen hinteren Lüftungsausströmer aus der B-Säule in den Dachhimel verlegt.

Raumangebot

An der Materialanmut gab es auch in der ersten Generation wenig auszusetzen. Jetzt wirkt alles noch ein ein bisschen feiner und hochwertiger. Da ohnehin 70 Prozent der S-Max-Kunden zur Topausstattung Titanium gegriffen haben, wird Ford auch hier (wie schon beim Mondeo) eine noch luxuriösere Vignale-Versison auf den Markt bringen. Doch auch so steht beispielsweise schon ein Sony-Premiumsoundsystem zur Wahl. Die drei mittleren Einzelsitze klappen nun mit einem Handgriff (und nicht mehr mit zweien) um und lassen sich ebenso wie die beiden Plätze in Reihe drei auch vom Kofferraum aus umlegen. Erleichtert hat Ford zudem beim Siebensitzer den Zugang in die hinterste Reihe, denn mit einem einfach Zug am Haken neigt sich nicht nur die Lehne nach vorne, sondern rutscht der Sitz auch gleich noch ein Stück beiseite. Bei dem nach wie vor recht flexiblem Sitzkonzept findet sich dann auch der einzige nicht ausgemerzte Schwachpunkt im S-Max: Die Ingenieure haben auch bei der Neuauflage vergessen, dem Auto eine komplett umlegbare Beifahrerrückenlehne zu spendieren. Schade. Dafür gibt es auf Wunsch für Fahrer und Beifahrer Multikontur-Massagesitze. Eine Stufe im Kofferraum bei umgeklappten Rückenklehnen steht einem Van überhaupt nicht gut: Nur Käufer eines Siebensitzers bekamen bei Ford bislang die ebene Ladefläche, Fahrer des Fünfsitzers mussten sich dafür extra einen ausziehbaren Laderaumboden bestellen, der zudem nicht ganz bündig mit den Lehnen abschloss. Der neue S-Max verfügt nun serienmäßig über einen höher gelegten Kofferraumboden und nutzt den Platz darunter als Staufach. Die Heckklappe fällt nun auch etwas breiter aus, wegen der Option auf die Rückfahrkamera wanderte der Griff leider sehr weit nach unten. Auf Wunsch lässt sie sich aber ja auch per Sensor mit einer Fußbewegung unter dem Stoßfänger handlos öffnen und schließen. Die Entwickler haben es sogar noch geschafft, jetzt auch noch ein vollwertiges Reserverad außen am Unterboden unterzubringen. Und endlich ist auch eine Dachreling montiert.
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