Ratgeber: Kunststoff-Pflege – Alte Werte erhalten

Kunststoffe haben als günstiger und praktischer Werkstoff eine lange Geschichte im Autobau. Doch sie altern schnell, verlieren an Farbe und werden unansehnlich. Und das schlimmste daran: Anders als bei Holzarmaturenbretter früherer Generationen lassen sich Kunststoffcockpits nicht mehr einfach nachbauen oder austauschen. Wie man das Material innen und außen wiederherstellen kann, verriet Autopflege-Profi Christian Petzoldt dem Magazin „Oldtimer Markt“.

Feind aller Vinyldächer und Kunstledersitze sind die UV-Strahlen der Sonne. Darunter leidet das Material stark – Leuchten verspröden und Hartplastik-Stoßfänger ergrauen schnell. Strahlender Sonnenschein lässt auch die Weichmacher und Farbpigmente besonders aus dunklen Materialien entweichen, Kunstlederhäute auf Instrumententrägern härten aus und schrumpfen dabei. Dadurch entstehen Spannungen innerhalb des Materials, die das Armaturenbrett früher oder später reißen lassen.

Noch übler als dem Interieur ergeht es den Hartplastikteilen, die außen an der Karosserie sonnenbaden. Die in quasi allen Waschmitteln und Autoshampoos enthaltene Tenside geben den Kunststoffen dann den Rest und machen sie spröde. Auch Leuchtgläser aus Acryl oder [foto id=“520875″ size=“small“ position=“right“]Plexiglas halten den Strahlen nicht ewig stand und bekommen früher oder später Risse. Empfehlenswert ist es deshalb, das Auto möglichst selten der Sonne und Hitze auszusetzen.

Die Alterung lässt sich zwar nur bedingt aufhalten, ihr Leben kann man aber mit einer Handvoll Mittelchen sowie ein paar Lappen und Bürsten spürbar verlängern. Christian Petzoldt rät bei der Wahl des Reinigers zu dem mildesten Produkt. „Wenn das nicht genügend hilft, können sie es immer nochmal auftragen, länger drauflassen und mit der Bürste nachhelfen. Wenn auch das nicht reicht, greifen sie zu stärkeren Mitteln.“

Der erste Schritt ist stets die Reinigung des jeweiligen Bereichs. Im Innenraum eignet sich dazu eine milde Glyzerinseife, von Reinigern mit Alkohol oder Lösungsmitteln sollte man absehen. Glatte Kunstleder-Oberflächen wie Instrumententräger und äußere Anbauteile aus Hartplastik reinigt man mit einem ausrangierten Frotteehandtuch. Für tief strukturierte oder genarbte Kunsthäute eignet sich eine Bürste.

Der zweite Schritt ist die Pflege. Für Instrumententräger und die Verkleidungen greift man am besten zu Vinylpflegern. Dessen Formel erweicht [foto id=“520876″ size=“small“ position=“left“]das Material wieder und  bringt es zum Glänzen. Zudem bietet es eine UV-Versiegelung. Für Gummis sind die Kunststoffpfleger nicht geeignet, da Öle und Silikone den Kautschuk aufweichen und künstlich altern lassen. Besser ist hier Neutral- oder Lederseife. Weitere Tipps zur Pflege gibt der Experte in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Oldtimer Markt.

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