Reifenpanne: Wie gehts weiter?
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Auf eine Reifenpanne verzichtet jeder Autofahrer gern. Besonders groß ist der Ärger, wenn der Pneu gerade auf dem Weg in den Urlaub Luft verliert oder gar platzt. Der Start in die erholsame Ferienzeit verzögert sich – und ist mit einigem Stress verbunden. Abhilfe in der Not schaffen vollwertige Ersatzräder, Noträder oder Reparatursets. Vor einer größeren Fahrt sollte der Autofahrer sich klar machen, welche Regeln mit dem jeweiligen Ersatz zu beachten sind.

Das fünfte Rad am Wagen

Das vollwertige Ersatzrad liefert die beste Hilfe, wird in den meisten Autos aus Platz- und Gewichtsgründen aber nicht mehr untergebracht. Es ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes das fünfte Rad am Wagen, das in einer Mulde im Kofferraum beständig mitgeführt wird. Zum Einsatz kommt es nur, wenn einer der vier normalen Pneus nicht mehr brauchbar ist. Dann wird das Drehkreuz angelegt und der defekte Reifen einfach gegen das Ersatzrad ausgetauscht. Das geht schnell und schränkt die weitere Fahrtmöglichkeit nicht ein. Das zusätzliche Gewicht treibt allerdings den Kraftstoffverbrauch in die Höhe, außerdem kann die Mulde nicht als zusätzlicher Gepäckraum genutzt werden.

Noträder & Reparatursets

Heutzutage sind Noträder und immer häufiger Reparatursets weit verbreitet. Sie sind leicht und Ersthelfer. Letzte zögern den fälligen Reifentausch nur um kurze Zeit hinaus, unterwegs in fremden Ländern sollte zeitnah die nächste Werkstatt angesteuert werden.

Mit einem aufgezogenen Notrad beispielsweise darf der Fahrer in den meisten Fällen nicht schneller als 80 km/h fahren. Außerdem ist die Laufleistung streng limitiert. Hier sind die modellspezifischen Vorgaben zu beachten, die von Hersteller zu Hersteller variieren. Zügig sollte dieser Ersatz deshalb gegen ein vollwertiges Rad ausgetauscht werden. Um nach einer Panne überhaupt wieder vorankommen zu können, ist auf den richtigen Luftdruck zu achten. „Der liegt höher als bei üblichen Pneus – durchschnittlich bei 4,2 bar“, erklärt Michael Staue, Reifenexperte beim TÜV Süd. In regelmäßigen Abständen sollte deshalb auch die Luft im Notrad überprüft werden. Ist es platt, kann es bei Bedarf nicht helfen.

Noch weniger Platz als das Notrad nimmt das Reparatur-Set ein. Es kommt zum Einsatz, wenn ein Reifen aufgrund eines eingefahrenen Nagels oder einer Glasscherbe nur Luft verliert oder platt ist. Der mit Dichtflüssigkeit und Druckluft gefüllte Behälter des Reparaturkits wird dann auf das Ventil des platten Reifens gedrückt. Die ausströmende Flüssigkeit dichtet das Loch für kurze Zeit ab, bereits entwichene Luft wird mit Druckluft wieder aufgefüllt. Hierdurch ist eine Weiterfahrt bei geringer Geschwindigkeit für kurze Distanz möglich.

Notrad und Reparaturset ermöglichen also kurzfristig die Weiterfahrt. Auf der Urlaubsfahrt muss die nächste Werkstatt angesteuert werden. Sprachprobleme sind dort noch das kleinere Übel. Wenn der erforderliche Reifen erst bestellt werden muss, bedeutet dies lange Wartezeiten. Noch weit weg vom eigentlichen Urlaubsziel müssen die Reisenden tagelang ausharren – mit entsprechenden Kosten am Aufenthalts- und am Ferienort. Autoclubs helfen. Besser ist aber das vollwertige Ersatzrad, das es zum Leidwesen vieler Autofahrer nicht mehr gibt. Schade, um die gute alte Zeit.

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