Reisemobil-Boom in Deutschland

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Ungerührt von der Wirtschaftskrise hat der Reisemobilabsatz in Deutschland kräftig zugelegt. Die Zahl der Neuzulassungen stieg 2008 laut dem Caravaning Industrie-Verband (CIVD) gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 20 921 Einheiten.

Grund ist vor allem ein Boom bei kompakten und preiswerten Einstiegsmodellen. Besonders beliebt waren einerseits preisgünstige Modelle unterhalb von 3,5 Tonnen. Sie eignen sich aufgrund einer kompakten Länge von weniger als sechs Metern vor allem für Einsteiger, die bei aller Raumausstattung auf eine mit dem Pkw vergleichbare Handlichkeit Wert legen. Beliebt sind die Modelle vor allem bei solchen Paaren, deren Kinder aus dem Haus sind und die allein mobil unterwegs sein wollen. Andererseits boomten 2008 auch die besonders teuren Luxusmobile, die auch unterwegs den von Zuhause gewohnten Komfort bieten. Neben gut ausgestatteten Küchen und Bädern bieten sie häufig auch eine Bord-Garage für das Motorrad oder den Kleinstwagen. Ein weiterer Grund für das Absatzplus dürfte die neue Umweltzonen-Regelung sein. Ältere Fahrzeuge haben kaum eine Chance auf die grüne Plakette und müssen daher durch neue ersetzt werden. Von dem Reisemobil-Boom profitierten auch die Basisfahrzeug-Hersteller.

Ford etwa konnte deutschlandweit rund 4 560 Reisemobil-Fahrgestelle absetzen, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Steigerung hier dürfte in diesem Fall auch eine Folge des Trends zu den kleinen und preiswerten Mobilen sein, Ford bietet seinen Transporter Transit auch als Flachbodenchassis für bis zu 3,5 Tonnen schwere Fahrzeuge an. Daneben gibt es ein Leiterrahmenfahrgestell für schwerere Fahrzeuge wahlweise mit Front-, Heck- oder Allradantrieb. Der Marktanteil der Kölner beträgt bundesweit rund 24 Prozent und ist damit der zweithöchste. Nummer eins in der Branche bleibt weiterhin Fiat mit 10 855 neu zugelassenen Reisemobilen auf Basis seines Transportermodells Ducato. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 12,6 Prozent. Der Marktanteil der Italiener beträgt damit rund 52 Prozent. Auf Basis des Renault Master wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 1 232 Reisemobile zugelassen, 35 Prozent weniger als im Vorjahr. Als Grund ist hier der den noch in diesem Jahr anstehenden Modellwechsel zu sehen sowie die Insolvenz seines Großkunden Knaus-Tabbert. Daimler hat im vergangenen Jahr 1 100 Einheiten des Sprinter-Fahrgestells an deutsche Reisemobilhersteller verkauft, Angaben zur Zahl der Zulassungen kann das Unternehmen nicht machen.

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