Rennen MotoGP: Lorenzos erster Sieg
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(adrivo.com) Drei Pole Positions hatte er schon, in Estoril folgte auch der erste Sieg. Jorge Lorenzo hat in Portugal seinen Speed aus den Trainings zum ersten Mal in das Rennen mitgenommen und spielte ihn voll aus. Vor allem in der zweiten Rennhälfte konnte er sich von den Verfolgern absetzen und sicher als Erster ins Ziel fahren. Hinter ihm gelang Dani Pedrosa Rang zwei und Valentino Rossi musste sich dank abbauenden Reifen mit Platz drei zufrieden geben. Allerdings hätte es auch sein können, dass Rossi, Lorenzo und Co. mit Regenreifen ins Ziel kommen, denn das Wetter drohte kurzfristig seine Zähne zu zeigen.

Es ging nämlich schon chaotisch los. Bereits während der Aufwärmrunde zeigten sich die ersten Regentropfen und beim Start richtete Rossi die Hand nach oben, um zu zeigen, dass es mehr und mehr zu tröpfeln begann. Das Rennen begann dennoch normal und in den ersten eineinhalb Runden ging es wieder einmal zu wie bei den 125ern. Rossi bekämpfte Lorenzo und Andrea Dovizioso trug es ein wenig mit Pedrosa aus. Es tropfte aber auch weiter, weswegen nach eineinhalb Runden die weiße Flagge gezeigt wurde, was bedeutete, dass die Fahrer die Erlaubnis hatten, an die Box zu kommen und die Maschine zu wechseln, falls es nötig sein sollte. Es kam allerdings niemand.

Stattdessen blieb es vorne eng und auch John Hopkins war am Ende der Spitzengruppe dran. Hinter ihm schlich sich auch Colin Edwards allmählich wieder an die Spitze heran und Nicky Hayden war auch noch nicht ganz aus dem Geschäft. Casey Stoner hatte währenddessen seine Mühe. Nach fünf Runden lag er bereits sechseinhalb Sekunden zurück und verlor weiter Zeit. Hinter ihm machten sogar Chris Vermeulen und James Toseland ordentlich Druck. In der achten Runde erwischten ihn die Zwei dann auch. Kurz darauf ging noch Randy de Puniet vorbei und Loris Capirossi und Shinya Nakano stellten sich auch zum Überholen an. Allerdings schien an seiner Maschine auch etwas lose zu sein.

Es tröpfelte weiter, doch die Fahrer fuhren, als wäre es trocken. In der Spitzengruppe schnappte sich Pedrosa Lorenzo und legte sich hinter Rossi auf die Lauer. Bei den Verfolgern setzte sich Hayden vor Edwards und Hopkins, der Kontakt nach vorne war allerdings etwas abgerissen. In der 13. Runde setzte Lorenzo dann zum Doppelschlag an. Ende der Start-Ziel-Geraden holte er sich Pedrosa und vor der Schikane nahm er Rossi auch noch die Führung ab. Allerdings war da gerade erst Halbzeit und es waren noch viele Kilometer zu fahren.

In Runde 16 musste sich einer aus der Spitzengruppe verabschieden. Dovizioso stürzte und konnte sein Rennen nicht mehr fortsetzen. Rossi dürfte sich dadurch erleichtert gefühlt haben, war sein Landsmann doch direkt hinter ihm gefahren. Kurz darauf erwischte es auch noch Hayden, womit die Aufholjagd des Amerikaners zu Ende war. Er war der Spitzengruppe nämlich näher und näher gekommen, schien aber auf seinem Vorderreifen weggerutscht zu sein.

Ganz an der Spitze entspann sich ein spanischer Zweikampf. Pedrosa und Lorenzo lagen eine Sekunde auseinander und fuhren beinahe identische Rundenzeiten. Dahinter musste Rossi etwas abreißen lassen, wahrscheinlich weil er sich für einen weichen Vorderreifen entschieden hatte, der nicht die ganze Distanz durchhielt. Neun Runden vor Schluss setzte Lorenzo dann zum entscheidenden Schlag an, fuhr neuen Streckenrekord und baute seinen Vorsprung allmählich aus. Auch Stoner hatte sich etwas gefangen und war plötzlich wieder Sechster, nachdem er zwischenzeitlich bis auf Rang elf zurückgefallen war.

Vorne gab es für Lorenzo aber keine Gefahr mehr. Pedrosa versuchte zwar, die Lücke wieder zu schließen, doch sein Landsmann hatte die Kontrolle. Damit feierte Michelin einen Doppelsieg. Valentino Rossi durfte dafür sein zweites Podium mit Bridgestone feiern. Colin Edwards und John Hopkins kamen auf die Positionen vier und fünf. Hinter Stoner sah es so aus, als ob Randy de Puniet James Toseland noch Rang sieben würde abjagen können, doch der Franzose stürzte kur vor Schluss. Dadurch erbte Chris Vermeulen Platz acht. Hinter dem Australier kam sein Teamkollege Loris Capirossi ins Ziel, gefolgt von Shinya Nakano, Alex de Angelis, Toni Elias, Marco Melandri und de Puniet, der noch als 15. ins Ziel kam. Anthony West musste sich mit Platz 16. begnügen.

In der Weltmeisterschaft sind Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa nun punktegleich an der Spitze. Beide halten bei 61 Zählern. 14 Punkte zurück ist Valentino Rossi auf Position drei und weitere sieben Zähler dahinter liegt Casey Stoner auf vier. Schon etwas größer ist der Abstand von James Toseland auf fünf. 32 Punkte fehlen dem Briten bereits auf Lorenzo und Pedrosa.

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