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Ruth: Empfindsamer Ford-Roboter
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Nach getaner Arbeit liefert Ruth den Ingenieuren Daten über Reibung, Elastizität, Rückstellverhalten oder Temperaturempfinden. Bilder

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Das Lenkrad ist bei der Fummelarbeit von Ruth besonders wichtig, denn dieses fasst ein Kunde in der Regel zuerst an, wenn er sich in ein neues Auto setzt. Bilder

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Der Sinn dahinter: Ruth soll herausfinden, wie sich neue Materialien Bilder

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Knöpfe werden gedreht und gedrückt. Bilder

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Der Roboter Bilder

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Wäre „Ruth“ ein menschlicher Mitarbeiter und kein Roboter, wäre sie mit ziemlicher Sicherheit ein Fall für den Betriebsrat. Ruth kann ihre Finger nicht bei sich behalten. Das muss sie auch nicht. Ruth packt zu und fummelt den ganzen Arbeitstag, kneift, tastet ,streichelt, tätschelt, quetscht und das alles im Auftrag der Materialentwicklung und des Innenraum-Designs bei Ford. Ruth ist ein Haptikroboter. Mit vollem Namen heißt sie „Robotized Unit for Tactility and Haptics“.

Seite 2: Ruth: Empfindsamer Ford-Roboter – Teil II

Bei der robotergestützten Fummelarbeit geht es darum, „subjektiven Kundenwahrnehmungen objektive Messwerte gegenüberzustellen“, erläutert Marc Galonska, Forschungsingenieur für „Vehicle Interior Technologies“ am Ford-Forschungszentrum in Aachen und so etwas wie der Vater von Ruth. Und dies kann ein Roboter wesentlich besser als jeder Mitarbeiter. Denn geht es um die „menschlichen“ Qualitäten von [foto id=“370887″ size=“small“ position=“left“]Ruth, ist Galonska voll des Lobes für seinen Roboter: „Er ist nie krank, ist nicht übermüdet und kennt keine Tagesform“. Sprich: Ruths Urteil ist immer objektiv. Vor allem aber lässt es sich in Zahlen und Messerwerten ausdrücken und damit nachvollziehen.

Immer dann, wenn es darum geht, neue Innenraummaterialien wie Sitzbezüge oder Bedienelemente wie Schalter für die nächste Generation von Ford-Fahrzeugen zu entwickeln oder vorhandene zu optimieren, hat Ruth daher ihre „Finger“ im Spiel. Mit ihrem mit verschiedenen Sensoren bestückbaren Metallarm und der Präzision eines Roboters sammelt sie Daten über Produkteigenschaften wie Reibung, Elastizität, Rückstellverhalten oder Temperaturempfinden. [foto id=“370888″ size=“small“ position=“left“]

Die von ihr etwa mit Hilfe eines Winkelmessers oder einer Kraft-Messdose gewonnenen Daten sind für die Ingenieure von unschätzbarem Wert. Denn sie schaffen dort einheitliche Standards, wo Menschen mühsam um Worte ringen müssen. Die Weichheit einer Armauflage lässt sich mit Hilfe von Ruth auf Diagrammen bis auf die Stelle hinterm Komma genau darstellen. Eine menschliche Testperson würde vielleicht sagen „das fühlt sich weich, gut oder rau an“, erklärt Galonksa, aber das ist eben nur seine subjektive Sicht der Dinge.

Diese Aussage lässt sich dank Ruths freundlicher Mithilfe in Zahlen und Messwerte übersetzen. Das erleichtert nicht nur die Kommunikation zwischen den beteiligten Abteilungen, sondern spart auch viel Zeit und Geld. Beispielsweise, weil Automobilzulieferer dann genau wissen, was sie liefern müssen, um den Erwartungen des Kunden gerecht zu werden.

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Insofern kann Ruth Feldforschung mit Testkunden nicht ersetzen. Dies soll sie auch gar nicht. Viel mehr gehe es darum, „subjektive Empfindungen messbar und vergleichbar zu machen“. Und das kann Ruth wie keine zweite: so beispielsweise Kraft-Weg-Strecken oder Drehmoment-Winkelverläufe messen, etwa um die Kraft zu bestimmen, die ein Autofahrer-Finger aufwenden muss, um einen Kippschalter umzulegen oder ein Schaumstoffpolster einzudrücken.[foto id=“370890″ size=“small“ position=“left“]

Auf diese Weise liefert der Roboter den Ingenieuren das Daten-Futter, das sie brauchen, um erfolgreiche Fahrzeuge zu entwickeln. Oft sind es scheinbar unwichtige Details, die entscheiden, ob ein Kunde für ein Auto Feuer fängt oder es links liegen lässt. Bestes Beispiel: das Lenkrad. Nach Ansicht von Haptik-Experte Galonska „das wichtigste Bedienelement in einem Fahrzeug überhaupt“. Schließlich ist es das Steuer, das ein Autofahrer als erstes in die Hand nimmt, wenn er mit einem Auto beim Händler auf Tuchfühlung geht. „Ab da erschließt sich den meisten Kunden das Auto, weiß der Ford-Forscher. Sprich: Sie nehmen das Lenkrad in die Hand, betätigen im stehenden Fahrzeug Pedale, knipsen Schalter an und aus, sammeln Eindrücke mit allen Sinnen. „Der Deutsche klopft auch gern“, ergänzt Galonska. Mit Vorliebe aufs Armaturenbrett – vermutlich, um herauszufinden ob sich der darunter liegende Raum hohl anfühlt oder einen „soliden“ Eindruck macht.

Und was, wenn es den Testfahrer beim Probesitzen wider Erwarten kratzt, anstatt dass es ihn im Gasfuß juckt? Kein Problem. Ruth, die empfindsame Roboter-Dame aus der Abteilung „Interiour Technologies“ wird es schon richten.

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