Sao Paulo International Motor Show – Die Chinesen strömen nach Südamerika
Sao Paulo International Motor Show - Die Chinesen strömen nach Südamerika Bilder

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Der J6 bietet Platz für die ganze Familie Bilder

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Der J3 ist ein Kleinwagen für rund 14.000 Euro Bilder

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Im Inneren des J2 gibt es viel Kunststoff Bilder

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Der J2 ist das Einstiegsmodell von JAC Bilder

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Die Chinesen sind auf der Messe in Sao Paulo prominent vertreten Bilder

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Auch wenn der Wohlstand in Brasilien rasant wächst, Luxusautos bleiben den Massen bis auf weiteres vorenthalten. Natürlich findet man auch Bentley– und Lamborghini-Händler in den noblen Bereichen Sao Paulos, und auf dem Weg in die Stadt kann man schon mal einem Mercedes SLS AMG begegnen.

Meist jedoch sind es Kleinwagen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Das Preisniveau der Autos in Brasilien ist hoch – selbst für deutsche Verhältnisse. So kann ein ordentlich ausstaffierter VW Passat schnell 120.000 Real kosten, was rund 46.000 Euro entspricht. Kein Wunder also, dass Hersteller günstiger Fahrzeuge auf den Markt drängen und hoffen, ein Stück vom [foto id=“440659″ size=“small“ position=“left“]Kuchen der steigenden Verkäufe abzubekommen. Das chinesische Label Jac Motors ist so eine Firma.

Auf der Auto Show in Sao Paulo zeigt der exotisch anmutende Hersteller seine komplette Modellpalette; die Offerten wirken erwachsener, als man den Produkten eines chinesischen Fahrzeugbauers zutrauen würde – vier verschiedene Typen stehen zur Verfügung. Bereits seit fünf Jahren verkauft Jac in Brasilien – inzwischen gibt es 70 Händler. Immerhin 20.000 Einheiten wurden 2012 verkauft, nächstes Jahr sollen es 5.000 mehr werden, bekräftigt Eduardo Pincigher, Corporate Affairs Direktor der brasilianischen Jac-Division. Das Basismodell J2, das ein bisschen an die Daewoo Matiz der frühen 2000er-Jahre erinnert, birgt so manche Überraschung. Mit 108 PS steht der zierlich wirkende 2er erstaunlich gut im Futter, und das Datenblatt bescheinigt ihm beachtliche 187 Stundenkilometer Spitzentempo. Dafür ist der Preis von über 33.000 Real (12.600 Euro) ziemlich gewürzt – fast schon überwürzt. Zumal der billig wirkende Innenraum übelriechende Substanzen ausdünstet, wie man vor nicht allzu langer Zeit auch noch bei so manchen koreanischen Fahrzeugen erleben konnte.[foto id=“440660″ size=“small“ position=“right“]

Über 50.000 Real (19.200 Euro) kann man ausgeben, indem man beispielsweise zum J6 greift. Der kompakte Van soll vor allem Familien den Platz bieten, den sie für einen Ausflug mit Kind und Kegel benötigen. Ein halbwegs gelungenes Design sowohl außen als innen lässt den Allrounder attraktiv wirken. Aber auch ein Vertreter der so beliebten Kleinwagen ist im Portfolio und hört auf die Bezeichnung J3 – mit knapp 37.000 Real (14.000 Euro) ist man dabei. Ob Jac Motors eine Option für den deutschen Markt sein könnte, müssen die nächsten Jahre zeigen. Einige Anläufe verschiedener chinesischer Marken, zu denen auch Brilliance zählt, sind bereits gescheitert. Wenn die Automarken der Volksrepublik nur halb so schnell besser werden wie seinerzeit die koreanischen – und davon ist auszugehen -, dann ist eine erfolgreiche Platzierung in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit.

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