Service: Was sich 2009 für Autofahrer ändert
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Autofahrer müssen sich 2009 auf zahlreiche Neuerungen einstellen. Die wichtigste ist nach Ansicht des ADAC der neue Bußgeldkatalog, der zum 1. Februar in Kraft treten soll.

Vor allem Rasen, Drängeln sowie Alkohol- und Drogenfahrten werden dann deutlich teurer. Schon am 19. Januar kommt mit dem neuen Führerscheinrecht außerdem das Aus für den so genannten Führerscheintourismus. Ausländische Fahrerlaubnisse gelten dann nicht mehr, wenn zuvor der deutsche Führerschein entzogen wurde.

Beim Diesel wird der Bioanteil im nächsten Jahr von fünf auf sieben Prozent erhöht. Experten gehen davon aus, dass der B7 genannte Kraftstoff den Motoren nicht schadet. Bis spätestens 31. März 2009 müssen große Lkw ab Baujahr 2000 mit verbesserten Weitwinkelspiegel nachgerüstet werden. Neu entwickelte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge erhalten ab September 2009 nur noch dann eine Typgenehmigung, wenn sie mindestens die Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Die ebenfalls im nächsten Jahr umzusetzende EU-Richtlinie ECE R117 verlangt außerdem, dass Neureifen deutlich leiser werden.
Am 11. Januar 2009 tritt die so genannte Rom-II-Verordnung in Kraft. Sie regelt, welches Recht bei Verkehrsunfällen im Ausland gilt. Im Wesentlichen soll das Recht des Staates gelten, in dem der Schaden eingetreten ist. Die Umsetzung des EU-Rahmenbeschlusses zur gegenseitigen Anerkennung und Vollstreckung von Geldsanktionen in Deutschland war ursprünglich ebenfalls für 2009 vorgesehen. Derzeit ist allerdings immer noch kein konkreter Umsetzungstermin bekannt.

Zehn weitere Städte führen im kommenden Jahr Umweltzonen ein, die nur mit Fahrzeugen befahren werden dürfen, die eine gültige Schadstoffplakette an der Windschutzscheibe haben. Ab dem 1. Januar werden in Bayern die Städte Augsburg und Neu-Ulm betroffen sein, in Baden-Württemberg gelten die Umweltzonen in den Städten Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Pforzheim und Ulm. Ebenfalls ab Jahresbeginn wird auch in Bremen-Mitte eine Umweltzone eingerichtet. Erst zum 15. Februar ziehen dann die Städte Düsseldorf und Wuppertal in Nordrhein-Westfalen nach. Hannover hingegen duldet ab 1. Januar in seinen Umweltzonen keine Fahrzeuge mehr, die nur der rote Plakette an der Windschutzscheibe haben (Schadstoffgruppe 2). Das sind in der Regel Diesel-Fahrzeuge betroffen, die nicht die Euro-3-Norm erfüllen. Betroffen sind nicht zuletzt kleine Handwerksbetriebe mit älterem Fuhrpark..

Die Kraftstoffpreise werden nach Ansicht des Auto Club Europa (ACE) im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht noch einmal das hohe Niveau von Mitte 2008 erreichen, dennoch müssen Autofahrer mittelfristig wieder mit steigenden Kosten für Kraftstoff rechnen. Dafür dürfte 2009 für Autokäufer ein gutes Jahr werden. Sie werden laut ACE angesichts der Absatzkrise weiter mit steuerlichen Anreizen und hohen Preisnachlässen zum Konsum animiert. Gemeinsam mit dem Bundesumweltminister plant der Club ein Aktionsprogramm zur Förderung von Fahrgemeinschaften. Damit soll nicht nur das Portemonnaie, sondern auch der Berufsverkehr entlastet werden.

Turnusgemäß werden in Italien die Bußgelder zum Jahresanfang dem aktuellen italienischen Lebenshaltungskostenindex angepasst. Die durchschnittliche Erhöhung beträgt rund vier Prozent.

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