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Smart Fortwo beginnt sein USA-Abenteuer
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Wir waren wohl die ersten, die mit einem Smart die Golden Gate-Bridge in San Francisco überquerten. Jedenfalls war der Mann an der Brückenzollstation hellauf begeistert: „Wieviel Meilen pro Gallone?“, rief er uns zu.

Die Umrechnung war schnell geschehen – eine Gallone gleich 3,7 Liter und eine Meile gleich 1,6 Kilometer. „50 Meilen pro Gallone“, riefen wir. „Terrific! Ich fahre einen Ford Escalade und gebe jeden Monat hunderte von Dollar für Benzin aus“, brüllte er über den Verkehrslärm hinweg, nahm unsere fünf Dollar und winkte uns freudestrahlend hinterher.

Es wird positiv auf den Kleinen reagiert

Der und trifft überall auf solche oder ähnliche Reaktionen. Die Spanne reicht vom freundlichen, zustimmenden Lachen bis zu herablassendem Grinsen aus der Höhe eines Monster-Geländewagens.

Aber die Mehrzahl der Reaktionen ist so positiv, dass man denken könnte, der Smart sei genau für diesen Markt gebaut worden.

Bestellungen aus Übersee…

Nun ist der einzelne Amerikaner – wie man weiß – von Natur aus freundlich. Doch darf man hinter dieser Reaktion auch echtes Kaufinteresse vermuten, wenn man hört, dass es der Smart-Organisation in den USA bisher gelungen ist, Reservierungen in Bestellungen umzuwandeln. Rund 30 000 Amerikaner hatten ihr Interesse am Smart bekundet, indem sie eine Anzahlung von 99 US-Dollar für die Reservierung geleistet haben. Von den bisher abgefragten 5000 Interessenten haben rund 4000 ihre Reservierung in eine Bestellung umgewandelt. Wenn die Quote so bleibt, müsste der erste Schwung für die USA also 24 000 Auto bringen. Doch glauben selbst die grundsätzlich optimistischen Smart wohl nicht an ein solch hohe Zahl.

Der Smart fällt auf…

Aber der Amerikaner entspricht nicht nur gern unserem Klischee und benimmt sich freundlich, er übt sich auch gern in der Selbstdarstellung. Und mit welchem Auto kann man in den Staaten mehr auffallen als mit einem Smart? Zwischen alle den aufgemotzten Luxuskarossen und Sportflitzern an der Ostküste wird er rasch zu einem Statement der besonderen Art werden.

Was ist reizvoller und auffälliger als gegen den Stachel zu löcken und all den Autofreaks zu zeigen, dass man ganz anders ist. Aber es gibt mehr Amerikaner mit Tiefgang, als das Klischee wahrhaben will. Angesichts des erstaunlichen Gesinnungswandels der Amerikaner, der zum Beispiel in dem Verzicht auf die ganz großen Autos zum Ausdruck kommt, hat der Smart die Chance zur Selbstdarstellung der bekennenden Andersdenkenden zu werden. So wie Al Gore es gegen Honorar predigt.

Smart + USA = Kultobjekt

Wenn man das Leben auf amerikanischen Straßen betrachtet, könnte man meinen, in den USA sei die eigentliche Heimat des Smart: Smarts own country. Beim Ampelstart kann der Kleine gut mithalten und die 65 bis 70 Meilen Highway-Geschwindigkeit schafft er auch recht locker und sogar noch ein bisschen mehr. Nirgendwo war die Chance größer den Smart als Lifestyle-Symbol und Kultobjekt darzustellen, als in den USA, besonders an der Ostküste und erst recht in Kalifornien. Dort ist man ja sogar bereit, ein Hybridfahrzeug zu kaufen, nur um sich anderen gegenüber als Klimaschützer darzustellen.

Seine Wurzeln liegen in Übersee

Richtig ist, dass das Design des Smart Mitte der 1990er Jahre in den USA entwickelt wurde. Vielleicht reagierten die amerikanischen Journalisten deswegen so überraschend positiv auf den Smart. Nur mit der halbautomatischen Schaltung hatten sie Probleme. Sie sind halt das butterweiche Hinübergleiten von einem Gang der Automatik in den nächsten gewohnt.

Dabei war ihnen Smart schon entgegengekommen. Der Schaltknüppel sieht bei der US-Version so aus, wie man es von einem Automatikgetriebe gewohnt ist. Der erste Gang wurde für den Ampelstart kürzer und der fünfte für den Highway länger übersetzt.

Smart als Glaubensbekenntnis

Das Statement zum ganz anderen, ganz ungewöhnlichen, ganz urbanen Fahrzeug wird auch die Besonderheiten des halbautomatischen Getriebes übertönen und auch hier schneller zu einem Glaubensbekenntnis der Fan-Gemeinde heranwachsen als im alten Europa. Jedenfalls hat es den Anschein, als sei sich das Smart-Management bewusst, dass der Smart in den USA besser starten könnte als in der Alten Welt. In den USA kann es gelingen, Menschen mit diesem Fahrzeugkonzept gleich von Anfang an auf eine Schiene zu setzen, die gleichzeitig emotional zum Ziel führt und den Andersdenkenden die Chance gibt, sich zu sich zu seinem frisch gelernten Verantwortungsbewusstsein sichtbar zu bekennen.

Händlernetz ist am entstehen

Den Vertriebspartner in den USA wird diese gute Lage freuen. Dort hat Roger Penske mit seiner Penske Automotive Group den Vertrieb übernommen. 74 Händler werden den Smart in großen amerikanischen Städten anbieten. 1400 hatten sich beworben, die Auswahl war also hart, so hart, dass nur neun Penske-Betriebe den Sprung geschafft haben. Zwei Drittel davon sind heute schon Mercedes-Benz-Händler, der Rest werden reine Smart-Betriebe sein.

(ar/Sm)

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