Speed Academy: Top Performance dank perfektem Small Talk
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(adrivo.com) Small Talk und korrektes Benehmen gehören genauso zum Alltag eines Nachwuchsfahrers wie Setup und Lenkrad. Die Speed Academy lehrt wie das geht.

Treffen mit Sponsoren, Sportfunktionären oder Journalisten finden häufig im Rahmen eines gepflegten Essens oder einer öffentlichen Veranstaltung statt. Damit die Kandidaten der Deutsche Post Speed Academy auch bei solchen Events punkten können, absolvierten sie ein zweitägiges Seminar in der Agentur für Freundlichkeit von Tanja Baum. „Auch heute werden Esssitten immer noch als der Maßstab für Bildung und allgemeine Manieren angesehen“, so die Sozialwissenschaftlerin und Personaltrainerin. Zusammen mit der Diplom-Pädagogin Julia Hammann zeigte Tanja Baum dem Rennfahrernachwuchs was sie unter Etikette am Tisch und stilsicherem Essen und Trinken verstehen.

Erwartungen eines Sponsors

Doch nicht mit trockener Theorie im Seminarraum, sondern praxisnah beim klassischen Vier-Gänge-Menü im noblen Hotel Dorinth auf dem Bonner Venusberg. Wo und wann setze ich mich? Was tun, wenn ich Speisen nicht mag? Bricht man Brot und darf man Salat mit dem Messer schneiden? Nur einige von vielen Fragen, die spielerisch beim Essen erlernt wurden. Dennoch mit aller Ernsthaftigkeit, die gesellschaftliche Anlässe oder Empfänge im Leben eines erfolgreichen Racers einmal erfordern können. Schließlich soll die Sache nicht so enden, wie im Film „Pretty Woman“, in dem Julia Roberts die Schnecken quer durch das gesamte Restaurant fliegen lässt. Jens Klingmann fällt dazu ein: „Ein Sponsor erwartet, dass man seine Marke oder sein Produkt gut in der Öffentlichkeit präsentiert und somit sind gutes Benehmen und Tischmanieren sehr gefragt.“

Tischmanieren und Etikette

„Endlich weiß ich sicher, in welcher Reihenfolge ich diese Unzahl an Besteck, Tellern und Gläsern richtig verwende“, sagt Marco Wittmann. „Und ich, wie die Sache mit der Stoffserviette funktioniert. Wie man sich den Mund abtupft und sie korrekt im Schoß faltet“, ergänzt Jens Klingmann, der am ersten Abend gleichzeitig Tischherr von Coach Tanja Baum war. „Ich wusste gar nicht, auf wie viel Dinge man bei Tisch achten muss. Es gibt ja wirklich für jede Kleinigkeit eine Regelung, auf die man achten muss“, erläutert Steffi Halm. „Nun weiß ich wie es mit Stil und Etikette geht.“ Auch Maro Engel konnte dazulernen. „Ich wusste beispielsweise nicht, dass es bei gesellschaftlichen Anlässen heute nicht mehr üblich ist, die Gläser aneinander zu stoßen.“

Der Umgang mit einem Sportfunktionär…

Der zweite Seminartag fand im beeindruckenden Post Tower statt, der gläsernen Zentrale der Deutschen Post in Bonn. Da Nachwuchsfahrer ständig auf neue Menschen treffen, stand heute der Small Talk auf dem Programm. Wie gehe ich auf Sportfunktionäre zu? Wie knüpfe ich Kontakte mit Journalisten? Wie baue ich eine positive Beziehung zu Sponsoren auf? „In allen Fällen ist Small Talk die richtige Strategie“, erklärt Tanja Baum. „Small Talk bedeutet eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Eine Ebene zu finden, Gemeinsamkeiten suchen.“ Was nicht zwangläufig heißt, immer selbst zu reden, sondern vor allem die richtigen Fragen zu stellen und zuzuhören. „Fangen Sie mit dem Wetter, der Anfahrt oder dem Gebäude in dem Sie sich treffen an“, so die Personaltrainerin.

Tabu-Themen sind zu beachten…

„Ungeeignet sind Themen wie Religion, Krankheit, Politik oder persönliche Probleme“, weiß René Rast nach dem Vormittag. In kleinen Gesprächsrunden wurden die Kandidaten von Tanja Baum immer wieder aus der Reserve gelockt. Fehler wurden analysiert, Verbesserungen wie die Häppchentaktik oder Zahlen-Daten-Fakten vorgeschlagen und dann gleich in der nächsten Praxisrunde überprüft. „Die Strategie bei der ich die letzten Wörter meines Gesprächspartner aufnehme und als Minimalfrage formuliere finde ich sehr hilfreich“, beginnt Steffi. „Ja, das wirkt aufmerksam und angenehm. So kann man gut ins Gespräch kommen“, ergänzt Maro.

„Halt dich am Glas fest…“

Natürlich wurde auch die Körpersprache beim Small Talk nicht vergessen. Und damit sich jeder auch selbst ein Bild von sich machen konnte, wurden die Übungen mit der Videokamera gefilmt und anschließend gemeinsam analysiert. „Setzen Sie Ihre Körpersprache bewusst und gezielt ein. Lächeln Sie und verschränken Sie keinesfalls die Arme“, rät Coach Baum. „Am besten fand ich den Tipp, bei einem Empfang ein Getränk in der Hand zu halten. So weiß ich wenigstens wohin mit meinen Händen“, freut sich Jens Klingmann. „Am Anfang kommt man sich schon blöd vor, wenn man die Hände nur hängen läst“, so René. „Das ist aber die sicherste Körperhaltung“, ergänzt die Trainerin. „Auf keinen Fall den Django machen, also die Daumen in die Hosentasche einklemmen.“

Umgangsformen wieder sehr gefragt

Der zweite Abend wurde als Test für einen gesellschaftlichen Anlass oder öffentlichen Empfang in Abendkleidung gestaltet. Den passenden Rahmen bildete die Brasserie des Dorinth Hotels. „Heute sind Umgangsformen wieder sehr gefragt. Nicht nur Ihre sportliche Leistung zählt“, erläutert Tanja Baum die Rückbesinnung auf gute Umgangsformen. „Die hohe Kunst des feinen Umgangs, das hat immer mit Freundlichkeit, Höflichkeit, Respekt Toleranz und Ästhetik zu tun.“ So wurden jedem Kandidaten eine Tischdame der Agentur für Freundlichkeit und weitere Gäste zugeteilt. Für Steffi, die im „kleinen Schwarzen“ erschien, stand als Gastgeber Markenkollege Christian Menzel zur Verfügung. Und dann ging es auch schon los beim Sektempfang zur Begrüßung und Vorstellung unter Beachtung der Rangfolgen. Am Tisch standen dann die Tischsitten und der Small Talk der Nachwuchsrennfahrer während des Vier-Gänge-Menüs unter strenger Beobachtung.

Der Sieger des Abends

Die wenigen kleinen Pannen waren eher unterhaltsam. Richtig gepatzt hatte niemand. Platz drei im Wettbewerb um die guten Sitten ging an Marco Wittmann. Den zweiten Platz holte sich Jens Klingmann. Sieger des Abends wurde souverän Maro Engel. Und weil ihm der Sieg offenbar noch nicht genug war, glänzte der Charmeur, indem er allen anwesenden Damen eine Rose aus seinem Siegerstrauß überreicht. „Das gibt natürlich noch jede Menge Extrapunkte“, scherzte die voll zufriedene Seminarleiterin Tanja Baum. „Nun sind sie gewappnet für eine Top Performance auch neben der Rennstrecke. Jederzeit. An jedem Ort.“ Dass war auch das Motto des Persönlichkeitstrainings.

Es gab eine Menge zu lernen…

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war diesmal ein Training, um neben der Rennstrecke positiv aufzufallen“, bemerkt Jens. „Das besondere bei der Speed Academy ist, dass man als Rennfahrer im Ganzen gesehen und geschult wird. Die Performance auf und neben der Strecke ist gefragt.“ Auch für Steffi Halm machen solche Events Sinn: „Der Small Talk ist für Sponsoreneinladungen sehr wichtig. Und die Benimmregeln bei Tisch sind für Galaabende wichtig.“ Marco Wittmann war überrascht wie genau die Charakteranalyse des ersten Seminartags auf ihn zutraf. „Ich habe wieder eine Menge gelernt und kenne jetzt noch besser meine Charakterstärken aber auch meine Schwächen“.

© adrivo Sportpresse GmbH

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