C-Klasse Plug-in

Test Mercedes C 350 e: Spaß- und Sparmeister
Zählt man alle Teile für den Plug-in-Antrieb zusammen, bringt der C 350 e gut 230 Kilogramm mehr auf die Waage. Bilder

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Doch jetzt den Taschenrechner zu zücken und auszurechnen, wann sich der Mehrpreis über den geringeren Verbrauch amortisiert, lohnt nicht wirklich. Das dauert gefühlt ewig. Es ist ähnlich wie bei einem reinen Elektrofahrzeug. So ein Auto muss man einfach wollen. Bilder

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Erhältlich ist der C 350 e als Limousine und auch als Kombi Bilder

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Das ist das Niveau eines Dreiliter-Sechszylinder-Diesels. Seinen Strom bezieht der E-Motor aus einem wassergekühlten und 100 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku. Er steckt unter dem Kofferraumboden und schränkt das Ladevolumen nur geringfügig ein. Bilder

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Die Basis im C 350 e bildet der 211 PS starke Zweiliter-Benziner aus dem C 250. Hinzu kommt die E-Maschine mit 82 PS. Sie sitzt ringförmig zwischen Motor und Getriebe. Zusammen erreichen beide Motoren eine sogenannte Systemleistung von 279 PS und ein mehr als bulliges Drehmoment von 600 Newtonmetern. Bilder

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Doch auch mit leerer Batterie genehmigt sich der C 350 e nur 4,9 Liter. Der Alltag dürfte irgendwo dazwischen liegen. Zur guten Effizienz trägt auch die Rekuperation bei. So nennen Fachleute die Energierückgewinnung in Schubbetrieb und beim Bremsen. Bilder

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Nach der wenig praxisnahen EU-Messung (NEFZ) soll die C-Klasse auf 2,1 Liter pro 100 Kilometer kommen, weil in der komplizierten Rechenformel auch die 31 Kilometer elektrische Reichweite mit verwurstet werden. Bilder

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Die Ladebuchse wurde am Heck installiert. Parkt man an der Ladesäule rückwärts ein, stört kein gespanntes Ladekabel. Bilder

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Der große Schriftzug am Heck kann natürlich auch entfallen. Bilder

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Auf den ersten Blick ist der Plug-in-Hybrid im Innenraum kaum als solcher zu erkennen. Bilder

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16Mercedes macht ernst mit dem Spritsparen. Nicht weniger als zehn Plug-in-Modelle will man bis 2017 auf die Straße bringen. Nach der S-Klasse folgt nun die C-Klasse. Die Stuttgarter sind damit der erste deutsche Hersteller, der diese Technik in der Mittelklasse anbietet. Günstig ist der Spaß allerdings nicht. Der C 350 e kostet stolze 50 962 Euro.
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Das Beste aus zwei Welten

Für Entwicklungschef Thomas Weber ist der Plug-in-Hybrid-Antrieb das Beste aus zwei Welten. „In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite der Benziners“, sagt der Mercedes-Manager. Bis zu 31 Kilometer lassen sich mit dem C 350 e nahezu lautlos und komplett emissionsfrei zurücklegen. Erst dann schaltet sich sanft der Vierzylinder zu. E-Maschine, Automatikgetriebe und Verbrennungsmotor sind perfekt aufeinander eingespielt und verrichten ihre Arbeit so geschmeidig, dass der Fahrer oft genug auf den Drehzahlmesser schauen muss, um überhaupt zu wissen: Welcher Motor läuft hier gerade?

Sparsam und sportlich

Dass dafür erheblicher technischer Aufwand getrieben werden musste, dürfte jedem klar sein. Die Basis im C 350 e bildet der 211 PS starke Zweiliter-Benziner aus dem C 250. Hinzu kommt die E-Maschine mit 82 PS. Sie sitzt ringförmig zwischen Motor und Getriebe. Zusammen erreichen beide Motoren eine sogenannte Systemleistung von 279 PS und ein mehr als bulliges Drehmoment von 600 Newtonmetern. Das ist das Niveau eines Dreiliter-Sechszylinder-Diesels. Seinen Strom bezieht der E-Motor aus einem wassergekühlten und 100 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku. Er steckt unter dem Kofferraumboden und schränkt das Ladevolumen nur geringfügig ein. Zählt man alle Teile für den Plug-in-Antrieb zusammen, bringt der C 350 e gut 230 Kilogramm mehr auf die Waage. „Er bietet aber auch deutlich mehr“, sagt sein Chefentwickler Christian Früh. Wer die Plug-in-C-Klasse ein wenig forscher rannimmt, meint, fast in einer Sportlimousine zu sitzen.

Sehr souverän

Auch das durch die Batterie höhere Gewicht auf der Hinterachse hilft der Fahrdynamik. "Die Achslastverteilung liegt jetzt vorne zu hinten bei 48:52 Prozent", sagt Früh. Serienmäßig ist der C 350 e zudem mit einer Luftfederung ausgestattet und bietet insgesamt fünf unterschiedliche Fahrprogramme. Sie reichen von öko bis dynamisch. Im Modus Sport+ unterstützt der E-Motor den Verbrenner beim Beschleunigen nach Kräften (Boost-Effekt) und lässt den C 350 e in nur 5,9 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten. Viel wichtiger jedoch ist die Elastizität aus niedrigen Drehzahlen heraus. Hier legt Mercedes' Mittelklasse-Modell eine Souveränität an den Tag, bei der nur noch großvolumige Limousinen mithalten können.
Betätigt man das Pedal nur leicht, bremst zunächst nur die E-Maschine das Auto ab und dient dabei gleichzeitig als Generator. Erst bei stärkerem Tritt packen die Klötze an den Bremsscheiben zu. Die Überlagerung ist nicht zu spüren.

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Verbrauch auf dem Papier: 2,1 – 4,9 l/100 km

Nicht die leiseste Chance aber haben diese, geht es um den Verbrauch. Nach der wenig praxisnahen EU-Messung (NEFZ) soll die C-Klasse auf 2,1 Liter pro 100 Kilometer kommen, weil in der komplizierten Rechenformel auch die 31 Kilometer elektrische Reichweite mit verwurstet werden. Doch auch mit leerer Batterie genehmigt sich der C 350 e nur 4,9 Liter. Der Alltag dürfte irgendwo dazwischen liegen. Zur guten Effizienz trägt auch die Rekuperation bei. So nennen Fachleute die Energierückgewinnung in Schubbetrieb und beim Bremsen. Betätigt man das Pedal nur leicht, bremst zunächst nur die E-Maschine das Auto ab und dient dabei gleichzeitig als Generator. Erst bei stärkerem Tritt packen die Klötze an den Bremsscheiben zu. Die Überlagerung ist nicht zu spüren.

Sinnvolle Hybrid-Funktionen

Natürlich haben die Mercedes-Entwickler der Plug-in-C-Klasse auch unterschiedliche Hybrid-Funktionen mit auf dem Weg gegeben. Im E-Save-Modus zum Beispiel hält das System die Batterie auf einem konstanten Ladezustand. Sinnvoll, wenn man weiß, später noch durch eine Umweltzone fahren zu müssen. Ähnlich vorausschauend arbeitet das Navigationssystem. Erkennt es, dass sich auf der Zielführung Orte mit Einfahrbeschränkung für "normale" Autos befinden - was in einigen Jahren durchaus Realität werden kann -, regelt der Bordrechner den Stromverbrauch so, dass stets genügend Kapazität in der Batterie bleibt, um die Umweltzonen abgasfrei zu passieren. Die Mercedes-Ingenieure nennen dies "streckenbasierte Betriebsstrategie".
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Preise

Erhältlich ist der C 350 e als Limousine und auch als Kombi. Gegenüber einem nicht elektrifizierten C 250 mit gleichstarkem Verbrennungsmotor kostet die Plug-in-Variante mit 50.962 Euro (Limousine) über 9.000 Euro zusätzlich. Doch jetzt den Taschenrechner zu zücken und auszurechnen, wann sich der Mehrpreis über den geringeren Verbrauch amortisiert, lohnt nicht wirklich. Das dauert gefühlt ewig. Es ist ähnlich wie bei einem reinen Elektrofahrzeug. So ein Auto muss man einfach wollen.

Plus:  hoher Komfort, sehr gute Fahreigenschaften, niedriger Verbrauch
Minus: leicht eingeschränktes Tank- und Kofferraumvolumen

Technische Daten Mercedes C 350 e

Viertürige, fünfsitzige Mittelklasse-Limousine
Länge/Breite/Höhe: 4,88/1,81/1,44 m
Radstand: 2,84
Kofferraumvolumen: 335 l
Wendekreis: 11,20 m
Leergewicht: 1.780 kg
max. Zuladung: 525 kg
Tankinhalt: 50 l
Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner
Leistung: 155 kW/211 PS bei 5 500/min
Kraftübertragung: Siebengang-Automatikgetriebe
max. Drehmoment: 350 Nm bei 1 200 bis 4 000/min
E-Motor: 60 kW/82 PS, max. Drehmoment 340 Nm
Systemleistung: 205 kW/279 PS und 600 Nm
0-100 km/h: 5,9 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Verbrauch (Werksangaben): 2,1 l/100 km
CO2-Emission: 48 g/km
Effizienzklasse: A+
Preis: 50.962 Euro

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